Handys und Wettbewerb

Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen Google

Die Schweizer fürchten Wettbewerbsverzerrung. (Symbolbild)

Die Schweizer fürchten Wettbewerbsverzerrung. (Symbolbild) Foto: Andrej Sokolow/dpa

Google hat in der Schweiz die Auswahl der Standardsuchmaschine auf Android-Geräten eingeschränkt. Was die Wettbewerbshüter davon halten und wie sie reagieren.

Von dpa 14.07.2026, 09:30 Uhr

Bern. Die Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen den Techkonzern Google. Es geht um die Google-Suchmaschine, die seit einiger Zeit in der Schweiz auf Android-Handys als Standard festgelegt ist. Nutzer haben keine Wahl mehr. Deshalb eröffnete die Wettbewerbskommission (Weko) eine sogenannte Vorabklärung, wie sie mitteilte.

Google habe in der Schweiz vor kurzem die Funktion „Choice Screen“ abgeschafft, hieß es zur Begründung. In der EU ist sie weiter verfügbar. Damit können Nutzer bei der Ersteinrichtung eines neuen Android-Geräts selbst festlegen, was ihre Standard-Suchmaschine werden soll. In der Schweiz seien sie nun auf die Suchmaschine Google Search festgelegt.

„Durch die Abschaffung dieser Funktion könnte die Sichtbarkeit von Suchmaschinen, die mit Google konkurrieren, bei der Einrichtung des Geräts eingeschränkt und damit die Markteintrittsbarrieren erhöht werden“, schreibt die Weko. Die Vorabklärung soll klären, ob es Anhaltspunkte für eine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung gibt.

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