TSie schenken besondere Momente in der Villa und in der Himmelpfortener Kirche
Sie schenken Himmelpforten Kulturerlebnisse: Susann Allers (links) und Heike Hellwege. Foto: Klempow
Die eine liebt die Kirche, die andere liebt die Villa. Beide lieben es, wenn der Funke überspringt. Vom Glück, in Himmelpforten besondere Momente zu schenken.
Himmelpforten. Es sind nicht nur Konzerte, sondern auch Lesungen, Filmabende oder Ausstellungen, die Susann Allers und Heike Hellwege mit ihren Teams auf die Beine stellen. Susann Allers mit dem Kulturkreis, Heike Hellwege mit der Kirchengemeinde.
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Deshalb standen beide auch auf der Ehrungsliste der Gemeinde Himmelpforten. Ihr Engagement bereichert die Gemeinde. Aber nicht nur das große Ganze profitiert - auch sie selbst.
Seit mehr als 30 Jahren im Kulturkreis engagiert
Wenn Susann Allers an all die inspirierenden Momente in der Villa von Issendorff zurückdenkt, legt sich sofort ein Lächeln auf ihr Gesicht. Sie ist schon seit 1990, vor dem Umbau der Villa von Issendorff, dabei, ihre langjährige Mitstreiterin Elke Littbarski oder Engagierte wie Marion Nägler an ihrer Seite. Susann Allers war damals für die Bücherei Himmelpforten zuständig und die Gemeinde fragte an, ob sie sich nicht für ein Kulturangebot engagieren wolle.
Ein halbes Dutzend Menschen fand sich zum Kulturkreis zusammen. Seitdem schenkt der Kulturkreis den Himmelpfortenern verlässlich die Chance, ganz besondere Momente gemeinsam zu erleben.
Von der Villa in renommierte Konzertsäle
Manchmal klappt das besonders gut durch „den Mitnahme-Effekt“, erzählt Susann Allers. Hochklassige Ensembles, erfolgreiche Musiker melden sich, weil sie bereits ein Engagement im Norden und noch Kapazitäten für einen weiteren Auftritt haben. Da kann es durchaus passieren, dass die Konzertbesucher in Himmelpforten, in der schönen Villa, Musiker ganz nah erleben, die für renommierte Konzertsäle gebucht sind.
Das macht auch Heike Hellwege stolz. Sie und ihr Team von der Kirchengemeinde organisieren seit 2013 regelmäßig Konzerte, Lesungen oder auch passende theatrale Aufführungen in der St.-Marien-Kirche. „Unser Angebot ist zum Teil deckungsgleich, aber es ergänzt sich auch“, sagt Heike Hellwege. Dass die Junge Kammerphilharmonie Rhein-Neckar in der Himmelpfortener Kirche spielt - und nur zwei Tage später im Kleinen Saal der Elphi zu hören ist - das ist schon ein besonderes Konzerterlebnis, das von „Kultur in der Kirche“ ermöglicht wird.
Junge kümmern sich um die Lichttechnik
Etwa zehn Engagierte machen im Team mit. Für die neue Lichttechnik begeistern sich auch Jüngere. Die Programmgestaltung ergibt sich fast von selbst: Inzwischen kommen die Anfragen von den Künstlerinnen und Künstlern. „Mehr als wir bedienen können“, sagt Heike Hellwege. Das werten beide auch als ein Kompliment an den Ort.
Für sie gibt es einen einfachen Grund dafür, Kultur und Menschen regelmäßig in die Kirche zu holen. „Wir wollen den Raum, der ja da ist, nutzen. Kirche muss offen sein - und es muss Leben in die Hütte“, sagt sie mit einem Lächeln.
Ohnehin scheint die Organisation von Kulturabenden eine erfreuliche Angelegenheit zu sein. Sowohl Heike Hellwege als auch Susann Allers bekommen für ihr Engagement, die Telefonate und E-Mails, die Koordination von Terminen und Helfern, augenscheinlich viel zurück.
So viele Termine stehen im Kulturkalender
Fest im Kulturkreis-Kalender stehen die Jazz-Konzerte im Garten. Dabei kann der Kulturkreis fest auf die Hilfe der Feuerwehr beim Aufbau zählen. Von Anfang an lockten die Hobby- und Kunsthandwerk-Märkte flankierend zum verkaufsoffenen Sonntag in die Villa von Issendorff. Etwa 15 Termine hat der Kulturkreis jährlich im Kalender: Konzerte, Lesungen, aber auch Ausstellungen in der besonderen Atmosphäre der Villa.
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Auch die ist ein Grund dafür, dass Künstler gerne immer wieder hier auftreten. Bei der Jahresplanung steht aber auch fest: Im Dezember übernimmt die Weihnachtszeit in der Villa, dann ziehen Weihnachtsmann und Christkindpostamt ein.
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Rückhalt hat der Kulturkreis von jeher durch die Gemeinde. Susann Allers hat ein dickes Lob für die Verwaltung. Seit kurzem bekommt auch die Kirchengemeinde finanzielle Unterstützung, um Kosten abzufedern. Auch der Landschaftsverband fördert die „Kultur in der Kirche“.
Besucher geben gern eine Spende
Auf mittlerweile mehr als 20 Veranstaltungen jährlich kommt das Team von „Kultur in der Kirche“. Was Anklang findet oder nicht, ist nicht einfach einzuschätzen. „Einige Abende tragen sich, andere nicht“, sagt Heike Hellwege. Die Besucher geben eine Spende. Viele wissen das Angebot vor Ort offensichtlich zu schätzen und geben gerne, einige scheinen es für zu selbstverständlich zu nehmen.
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Denn das ist beiden wichtig, egal ob ein Konzert in der Villa oder in der Kirche besondere Momente schafft und Menschen beseelt in den Abend entlässt: „Kultur soll erschwinglich sein.“
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