TSo intensiv arbeitet der VfL Fredenbeck – mehr Physis im Spiel
Neuzugang Jonas Gerkens spielte gegen seinen Ex-Club Beckdorf stark. Foto: Potreck
Die Saisonvorbereitung des VfL Fredenbeck hatte es in sich. Im ersten Spiel beim OHV Aurich soll gepunktet werden. Daher kommt der Optimismus trotz einiger Probleme.
Fredenbeck. Rund 40 Trainingseinheiten, zwei Trainingslager und fünf Vorbereitungsspiele haben die Fredenbecker bis zum Saisonstart absolviert, inklusive eines „Team-Buildings“ bei einem Segelturn auf dem Ijsselmeer in den Niederlanden.
„Wir sind weiter in der Vorbereitung als vor einem Jahr. Auch wenn einiges improvisiert werden musste, bin ich zufrieden“, sagt Trainer Matthias Steinkamp.
Langwierige Verletzungen sind aber ein Faktor
Vor allem die langwierigen Verletzungen von Nils Schröder und Jesper Müller, die schon in den letzten Spielen der vergangenen Saison geschont wurden, haben die Trainerpläne durcheinandergebracht. Beide laborieren an einer Schambeinentzündung.
Aktuell kam nun auch noch der Bruch des Kahnbeins der rechten Hand bei Neuzugang Ben Levermann im Testspiel gegen den HC Hamburg II hinzu. Der Trainer rechnet mit einem Ausfall für Levermann von 8 bis 10 Wochen.
Positiv verlaufe die Rehabilitation bei Malte Hagedorn. Ab Oktober, so Steinkamp, könne Hagedorn sich voraussichtlich wieder voll belasten und in den normalen Trainingsbetrieb einsteigen.
Der Trainer bleibt Optimist
Die Vorbereitung sei insgesamt nicht optimal verlaufen, so Steinkamp. „Zu viele Spieler sind verletzt, stehen neben der Platte.“ In den ersten Wochen der neuen Saison könnten vier Spieler ausfallen, die auch in der Startsieben stehen könnten.

Fredenbecks Dirigent Marten Franke. Foto: Potreck
Trotzdem ist Steinkamp optimistisch. „Die Fortschritte sind unverkennbar. Der VfL habe einen breiten 21-Mann-Kader und müsse sich nicht verstecken. „Wir spielen auch im ersten Spiel auf Sieg.“
Auch die Integration der neu verpflichteten Spieler Jonas Gerken, Noah Schwenke und Teo Mestrovic sei zu 100 Prozent gelungen. „Alle passen in Mannschaft und Verein,“ so Steinkamp, „und haben es verdient, in dieser Mannschaft zu spielen.“
Die Schwerpunkte der Vorbereitung
Einer der Schwerpunkte sei die Verbesserung der körperlichen Physis der Spieler gewesen. Das Krafttraining, unterstützt vom Bundestrainer der Gewichtheber, Valentin Horstmann, habe angeschlagen. „Alle Spieler haben sich deutlich verbessert“, wie die Kontrollmessungen gezeigt hätten, so Steinkamp.
Durch die Ausfälle von Nils Schröder und Jesper Müller sei die Bildung eines neuen Innenblocks in der Abwehr zwingend geworden war. „Das haben wir geschafft,“ so der Trainer. „Wir stellen wieder eine stabile 6:0-Abwehr.“
Offen bleibt die Verbesserung anderer Abwehrformationen, um im Spiel flexibler zu werden. Das müsse warten, bis die Verletzten zurückkehren, bedauert Steinkamp.

Danny Müller und die Fredenbecker haben an ihrer Physis gearbeitet. Foto: Potreck
Auch das Angriffsspiel sei variabler geworden. Im Tempospiel müsse seine Mannschaft dagegen noch zulegen. Nicht zufrieden war der Trainer mit dem Rückzugsverhalten seiner Männer beim Sieben-gegen-Sechs. So gestattete die Mannschaft Gegner SV Beckdorf im Testspiel einige Tore.
Jonas Gerkens setzt Zeichen in Testspielen
Über die Vorbereitung verteilt hat Steinkamp sechs Testspiele gegen starke Regionalligisten vereinbart. Vier Spiele gegen den TSV Ellerbeck, den HC Hamburg II und den SV Beckdorf sind absolviert. Sämtliche entschieden die Fredenbecker für sich. Es folgt ein Match gegen den ATSV Habenhausen (Donnerstag, 20. August, 20.30 Uhr) - laut Steinkamp ist das „der Härtetest“.
Besondere Aufmerksamkeit der Fans genoss zuletzt das Testspiel gegen den alten Rivalen SV Beckdorf, dass vor knapp 200 Zuschauern mit 42:33 (22:13) gewonnen wurde. In beiden Mannschaften stehen Spieler, die auch im jeweils anderen Vereinen gut bekannt sind. Gerade zu dieser Saison wechselte mit Jonas Gerkens ein ehemaliger Beckdorfer zu den Fredenbeckern, während im Gegenzug Arsenij Kotenko und Jannik Müller aus der Fredenbecker Handballdynastie den SV Beckdorf verstärken.
Besonders Jonas Gerkens setzte in der ersten Halbzeit Zeichen. Gerkens zeigte sich gut in das Spiel integriert, beweglich und wurfstark. Gemeinsam mit Mannschaftskapitän Pelle Fick, Spieldirigent Marten Franke und Danny Müller bewies er, dass mit dem Fredenbecker Angriff auch „ohne Vier“ zu rechnen ist.
Erfreulich war das konsequente Spiel über die Außen, die nach einer „Aufwärmphase“ sicher verwandelten. Nur kurz zum Einsatz kam der an einer leichten Verletzung laborierende Neuzugang Noah Schwenke, der Fredenbecks Rückraum in der Zukunft noch schwerer ausrechenbar machen dürfte.
Trainer Matthias Steinkamp nutzt die letzten Tage der Vorbereitung, um die durch Verletzungen zwangsläufig neu gestaltete erste Sieben für das erste Saisonspiel am 30. August einzuspielen. Der Trainer hofft auf die schnellstmögliche Rückkehr der Langzeitverletzten.
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