TStadersand: Auftrag für Ponton vergeben – Wann er fertig werden soll
Die alte Brücke auf Stadersand, die zum Anleger führt, ist marode und gesperrt. Der Ponton ist verholt. Foto: Strüning
Gute Nachrichten für Stadersand: Anleger und Brücke werden erneuert. Auch das leerstehende Restaurant Elbblick ist verpachtet.
Stade. Die Stadt hatte den Neubau des Pontons ausgeschrieben. Die Bredo-Werft in Cuxhaven (einst Mützelfeldt) hat den Zuschlag bekommen, teilte jetzt Jan-Philip Kappler mit, Leiter des Fachbereichs Technische Infrastruktur bei der Stadt Stade. Die Kosten, einst mit einer Million Euro veranschlagt, steigen auf 1,6 Millionen. Da sind dann aber auch Planung, Verschiffung und die neuen Dalben mit berücksichtigt.
Parallel dazu wird die marode Brücke saniert, die zum Anleger führt. Wenn alles klappt, soll zum Frühjahr 2027 die neue Anlage betriebsbereit sein.
Stadersand: Nur noch ein Schatten vergangener Tage
Noch im Februar schrieb das TAGEBLATT: „Stadersand ist nur noch ein Schatten vergangener Tage. Der Anleger ist Schrott, das Restaurant steht leer.“ Die Brücke, die einst zum Ponton führte, ist nach wie vor an Land gezogen und mit Gittern und Baken abgesperrt. Der Ponton ist gänzlich verschwunden. Das wird sich jetzt ändern.
Das außergewöhnliche Plätzchen genießt besondere Wertschätzung. Mal eben über den Deich und Schiffe gucken, Fernweh spüren, den dicken Pötten hinterherträumen. Nicht zuletzt deswegen setzt der Wassertourismus der Stadt auf Stadersand als einen Baustein.
Der Ponton stammt aus den 70er Jahren. Der Zahn der Zeit, Ebbe und Flut, das leicht salzige Wasser haben schwer an ihm genagt. Immer wieder war geschweißt und Elbwasser aus dem Hohlkörper gepumpt worden. Ende 2024 ging nichts mehr. Der Anleger wurde gesperrt.
Metropolregion: 500.000 Euro für neuen Ponton
Der Rat der Stadt gab 2025 grünes Licht für eine Millioneninvestition. Stadersand ohne Anleger, undenkbar. Die Stadtverwaltung tat das, was sie besonders gut kann, sah sich nach Fördergeldern um und wurde fündig. Ein Topf der Metropolregion Hamburg, gespeist aus Mitteln des Stadtstaats und des Landes Niedersachsen, wurde geöffnet.
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Karin Beckmann, Leiterin des Amts für regionale Landesentwicklung, brachte im Februar die frohe Nachricht direkt ins Stader Rathaus. Mit bis zu 500.000 Euro beteiligt sich die Metropolregion an dem Neubau - auch um den Tourismus rund um Hamburg zu stärken. Mit neuem Anleger plus Brücke könnte wieder Leben nach Stadersand kommen.
Künftig sollen Feuerwehr, DLRG und Wasserschutzpolizei ihre Einsätze vom neuen Ponton aus starten. Geplant ist auch, dass eine neue Elbfähre der Hadag dort regelmäßig nach Hamburg ablegt. Ein Zubringer des Werksverkehrs soll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Airbus in die Werke nach Finkenwerder und Stade bringen. Ausflugsschiffe könnten hier festmachen und Touristen mitbringen. Außerdem sollen Flusskreuzfahrten über die Elbe in Stade starten. „Wir wollen den neuen Anleger möglichst vielfältig nutzen, damit sich die Investition lohnt“, sagte Erster Stadtrat Lars Kolk beim Februar-Termin im Rathaus.
Neue Pächter im Elbblick starten im Herbst
Der neue Ponton ist kleiner als der alte. Er soll 25 mal 8 Meter groß sein, der abgängige Ponton maß 50 mal 7 Meter. Die fehlende Länge wird durch Dalben ersetzt, die ins Flussbett getrieben werden, damit auch längere Schiffe festmachen können.

Die Brüder Bajram und Ergys (rechts) Palushi aus Stade haben den Elbblick übernommen. Foto: Strüning
Klar ist inzwischen auch, wer demnächst das Restaurant Elbblick bespielen wird. Die Brüder Ergys und Bajram Palushi aus Stade haben den Elbblick gepachtet. Sie bauen ihn jetzt nach ihren Vorstellungen um, wollen möglichst noch im September eröffnen. Ihnen schwebt eine Küche mit deutsch-italienischem Mix vor, nachmittags mit dem Schwerpunkt auf Kaffee und Kuchen. Die Außenbereiche sollen im kommenden Jahr stärker einbezogen werden, auch Cocktails sollen im Angebot stehen für laue Sommerabende.
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