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Bürgermeisterwahl

T„Super zufriedener“ Tim Siol folgt in Fredenbeck auf Matthias Hartlef

Tim Siol (links) gewinnt die Samtgemeindebürgermeisterwahl in Fredenbeck - ohne Gegenkandidaten. Amtsinhaber Matthias Hartlef stößt als erster Gratulant mit ihm auf den Wahlsieg an.

Tim Siol (links) gewinnt die Samtgemeindebürgermeisterwahl in Fredenbeck - ohne Gegenkandidaten. Amtsinhaber Matthias Hartlef stößt als erster Gratulant mit ihm auf den Wahlsieg an. Foto: T. Meyer

Tim Siol (parteilos) erhält 78,02 Prozent der Wählerstimmen und ist Fredenbecks neuer Samtgemeindebürgermeister. Bei der Samtgemeinderatswahl steht ein vorläufiges Ergebnis.

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Von Thies Meyer
14.09.2026, 00:54 Uhr

Fredenbeck. Gegen 20.15 Uhr füllt Samtgemeindebürgermeister Matthias Hartlef im Bürgersaal des Fredenbecker Rathauses acht Gläser. Sein einziger Nachfolgekandidat Tim Siol (parteilos) ist nach 18 von 19 ausgezählten Wahllokalen sicher. Der 54-Jährige lässt sich nicht darauf ein, schon anzustoßen und bleibt entspannt im Stuhl vor der Leinwand sitzen, um das Ergebnis aus dem letzten Wahllokal abzuwarten.

Rund fünf Minuten später bittet Ralph Löblich, Erster Samtgemeinderat, um Aufmerksamkeit und verkündet: Mit 78,02 Prozent bei 21,98 Prozent Nein-Stimmen ist Tim Siol gewählt. Siol, der von CDU, SPD, FWG, Grünen und FDP unterstützt wird, steht auf und schüttelt Hartlef die Hand. Der alte gratuliert dem neuen Samtgemeindebürgermeister.

Das sagt Fredenbecks neuer Samtgemeindebürgermeister zu seiner Wahl

„70 Prozent wollte ich schon gerne erreichen, von daher bin ich mit 78 Prozent super zufrieden und den Wählerinnen und Wählern sehr dankbar für ihr Vertrauen“, sagt Siol unmittelbar nach seiner Wahl. Derzeit ist der Fredenbecker noch Verwaltungsvize der Samtgemeinde Lühe.

Frau und Sohn verfolgten die Wahl von zu Hause. Nach dem offiziellen Wahlergebnis folgten prompt erste Gratulationen seiner Familie im WhatsApp-Chat, sagt der 54-Jährige. Sie schrieben, verriet Siol: „Herzlichen Glückwunsch“ und „super Ergebnis“. Frau und Sohn seien sehr stolz auf ihn, sagt Siol mit einem Grinsen.

Er werde mit Amtsinhaber Hartlef, der noch bis zum 31. Oktober im Amt bleibt, in den nächsten Tagen alles für eine „saubere Übergabe“ abstimmen. Da gelte es, einige Dinge im Detail zu besprechen, „die Matthias mir nicht einfach als Ordner übergeben kann“ - zum Beispiel beim Thema Gesundheitscampus, so Siol.

Samtgemeinderat: CDU bleibt stärkste Kraft, AfD steht vor Wahlerfolg

Fredenbeck hat keine AfD im Samtgemeinderat, das wird sich demnächst ändern. Die vom Niedersächsischen Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD ist nach vorläufigem Wahlergebnis am Wahlsonntag zweitstärkste Kraft mit 24,35 Prozent und sieben Sitzen. Damit würden alle fünf Kandidaten einen Sitz im Gremium bekommen. Zwei Sitze bleiben unbesetzt. Bei Redaktionsschluss waren 8 von 19 Wahllokalen ausgezählt.

Die CDU bleibt Stand jetzt mit 40,22 Prozent nach 44,93 Prozent im Jahr 2021 stärkste Kraft. Es folgt die AfD. Um rund 12 Prozent verschlechtert sich die SPD, sie erhielt 17,52 Prozent der Wählerstimmen (fünf Sitze). Die Grünen kommen auf 6,04 Prozent und zwei Sitze. Dahinter folgen FWG mit 5,07 Prozent und zwei Sitzen, Die Linke mit 3,26 Prozent und einem Sitz sowie Volt mit 2,17 Prozent und einem Sitz. Mit 1,37 Prozent würde es keiner der zwei Kandidaten der FDP in den Samtgemeinderat schaffen.

Nur Kutenholz steht fest: So sieht es in den Gemeinderäten aus

Vollständig ausgezählt wurde der Kutenholzer Gemeinderat. Nach 62,67 Prozent bei der Kommunalwahl 2021 schaffen es die Christdemokraten hier auf 61,47 Prozent, sie behalten damit neun Sitze. Es folgen SPD (20,49 Prozent und drei Sitze), Volt (10,40 Prozent und zwei Sitze) sowie die Grünen (7,63 Prozent und ein Sitz).

Bei der Wahl zum Gemeinderat Fredenbeck liegen die Christdemokraten (41,55 Prozent und acht Sitze) nach drei von acht Wahllokalen vor den Sozialdemokraten (24,24 Prozent und vier Sitze). Die FWG (20,89 Prozent) konnte ihr Wahlergebnis verdoppeln und hätte Stand jetzt vier Sitze im Gemeinderat. Die FDP wählten 3,66 Prozent, was einen Sitz bedeuten würde.

Für den Gemeinderat Deinste lag noch kein vorläufiges Wahlergebnis vor.

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