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TToiletten, Lichterketten, Bars: Das Hurricane Festival 2026 in Zahlen

Auf den Campingflächen des Hurricane Festivals entsteht jedes Jahr eine Stadt auf Zeit für bis zu 78.000 Besucherinnen und Besucher.

Auf den Campingflächen des Hurricane Festivals entsteht jedes Jahr eine Stadt auf Zeit für bis zu 78.000 Besucherinnen und Besucher. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Wenn am Wochenende das Hurricane Festival steigt, werden 78.000 Besucher nach Scheeßel pilgern. Aber es gibt noch viele andere beeindruckende Zahlen.

Von Pia Willing Dienstag, 16.06.2026, 11:00 Uhr

Scheeßel. Von kommenden Freitag, 19. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, entsteht in Scheeßel für ein Wochenende eine Stadt auf Zeit. Bis zu 78.000 Besucherinnen und Besucher feiern auf dem Gelände, dazu kommen bis zu 5000 Mitarbeitende aus Produktion, Security, Gastronomie und Organisation. Allein der Bauzaun, der das Festivalgelände sichert, misst rund 40 Kilometer. Das entspricht in etwa der Strecke von Scheeßel bis nach Bremen.

289 Fußballfelder Campingfläche für Festivalgäste beim Hurricane

Das eigentliche Veranstaltungsgelände umfasst 15,4 Hektar. Doch die wahre Größe zeigt sich erst beim Blick auf die Camping- und Parkflächen: Sie erstrecken sich über 207 Hektar – umgerechnet rund 289 Fußballfelder. Damit wird das Hurricane jedes Jahr zu einer temporären Zeltstadt, die weit über die eigentlichen Konzertflächen hinausreicht.

Hurricane in Zahlen: 710 Quadratmeter Videowalls, 12 Kilometer Lichterketten

Die größte Bühne, die Forest Stage, misst inklusive Seitenbühnen und Lautsprecherportalen 47 Meter Breite und 20 Meter Höhe. Dort sorgen allein 161 Scheinwerfer für die Lichtshow – die zusätzliche Headliner-Technik noch nicht eingerechnet.

Insgesamt werden auf dem Festival 710 Quadratmeter Videowalls aufgebaut. Würde man alle Bildschirme nebeneinanderstellen, ergäbe sich eine gigantische digitale Fläche. Auch die Atmosphäre zwischen den Bühnen wird inszeniert: Rund zwölf Kilometer Lichterketten verwandeln das Gelände nachts in ein leuchtendes Festivaldorf.

Warum das Hurricane Festival fast 2000 Toiletten braucht

Wo Zehntausende Menschen feiern, braucht es vor allem eines: Infrastruktur. Rund 700 wassergespülte Toiletten und weitere 1200 Mobiltoiletten stehen den Gästen zur Verfügung. Dazu kommen 420 Duschen, etwa 1000 Mülltonnen und 45 Recyclinginseln. Allein 2025 gaben Festivalgäste mehr als 12.000 Müllsäcke ab – exakt 12.083 Stück.

Hurricane-Logistik: 50 Notausgänge und 1200 Verkehrsschilder

Hinter den Kulissen arbeitet ein System, das eher an eine Großveranstaltung oder einen kleinen Flughafen erinnert. 50 Notausgänge sichern das Gelände. Für die interne Kommunikation nutzt das Produktionsteam 486 Funkgeräte.

Für Auf- und Abbau sind 46 Gabelstapler im Einsatz, zudem werden 1200 Verkehrsschilder aufgestellt. Auch digital ist das Festival bestens vernetzt: Vier symmetrische Gigabit-Internetleitungen versorgen Produktion, Backstage, Presse und Bezahlsysteme.

41.000 Mahlzeiten für Crew und Security beim Hurricane

Während die Besucherinnen und Besucher an 42 Food-Ständen und 50 Bars versorgt werden, braucht auch das Team hinter dem Festival Verpflegung. Für Crew und Security werden rund 41.000 Mahlzeiten ausgegeben. Allein im Panama-Bereich kümmern sich etwa 2000 Menschen um Gastronomie, Sicherheit und Betreuung.

Von Pokémon-Karten bis roten M&Ms: Kuriose Wünsche der Künstler

Nicht jede Zahl auf dem Hurricane ist bierernst. In den Künstlergarderoben landen regelmäßig außergewöhnliche Wünsche. Auf den Wunschlisten standen in den vergangenen Jahren unter anderem Kokoswasser, gerahmte Hundebilder, ausschließlich rote M&Ms, Pokémon-Karten – und für einen Act gleich 80 Rollen Toilettenpapier. Festivalorganisatoren nennen solche Sonderwünsche „Rider“. Und zumindest ein Teil davon wird jedes Jahr erfüllt.

16.000 Schritte pro Tag: Der Hurricane-Marathon der Presse

Wer glaubt, nur die Festivalgäste seien ständig unterwegs, sollte einen Blick auf die Schrittzähler des Presseteams werfen. Zwischen den Bühnengräben kamen die Journalistinnen und Journalisten zuletzt auf durchschnittlich 16.248 Schritte am Freitag, 14.486 am Samstag und 16.531 am Sonntag. Der Rekordwert folgte allerdings erst nach dem Festival: Am Dienstag danach standen gerade einmal 57 Schritte auf dem Zähler – zu Hause.

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