TTransferfenster auf kipp: So verhandelt D/A am Deadline-Day auf Hochtouren
Ole Wohlers beim ersten Training mit D/A am Mittwochmorgen. Foto: Sven Lauks
Am Dienstag haben sich die Ereignisse bei D/A überschlagen. Sportdirektor Sören Behrmann managte mehrere Baustellen. So hektisch läuft es am Deadline Day ab.
Drochtersen. Der Regionalligist SV Drochtersen/Assel musste am letzten Tag des Transferfensters noch einmal reagieren, verpflichtete mit Niclas Dühring und Ole Wohlers zwei weitere Spieler auf dem letzten Drücker. Die Personalprobleme plagen das ambitionierte Team bekanntlich schon seit dem Wegbruch der beiden Innenverteidiger Liam Giwah und Tjorve Mohr vor dem Saisonstart - und reißen nicht ab.
T D/A holt sich auf den letzten Drücker zwei neue Spieler
Jannes Wulff wird mit Knieproblemen voraussichtlich längerfristig ausfallen. Da hat D/A seit Montag Gewissheit. „Dass er nicht richtig fit war, hat man ja gesehen“, sagt Behrmann über den Leistungsträger.
Mit Ali Abu-Alfa, der vor der Saison zur Drochterser Transferoffensive zählte und vom VfB Lübeck mit großen Ambitionen nach Kehdingen wechselte, wurde einvernehmlich wie kurzfristig der Vertrag aufgelöst. „Ich habe gemerkt, dass er unzufrieden ist“, sagt Behrmann. Am Samstag wurde Abu-Alfa bei seinem Ex-Verein in Lübeck erstmals eingewechselt. Es bleibt sein einziger D/A-Einsatz. Ihn zog es zurück nach Berlin zum SV Tasmania.
Leihvertrag mit Zweitligisten Karlsruher SC
Am Montag hat Behrmann Kontakt aufgenommen zum Berater von Niclas Dühring. Am Dienstag musste dann alles ganz schnell gehen. Bis 20 Uhr konnten neue Verträge rechtskräftig beim Verband eingereicht werden.

Niclas Dühring hört die erste Ansprache im D/A-Training. Foto: Sven Lauks
Der 22 Jahre alte Linksverteidiger trainierte am Dienstagmorgen noch beim Zweitligisten Karlsruher SC. Sein Berater verhandelte derweil mit den KSC-Verantwortlichen. Ein Leihvertrag wurde aufgesetzt. Dieser musste vom Spieler sowie dem KSC und D/A, hier Präsident Rigo Gooßen, unterzeichnet werden. Per E-Mail ging es hin und her.
Nachmittags saß Dühring dann im Auto auf dem Weg nach Drochtersen und unterschrieb digital den Spielervertrag mit D/A. Zuvor hatte Behrmann mit dessen Berater den Vertrag - Gehalt etc. - verhandelt und hin und her geschickt.

Niclas Dühring im D/A-Look. Foto: Sven Lauks
KSC-Direktor Profifußball Timon Pauls erklärte die Entscheidung auf der Vereinswebseite: „Aufgrund starker Konkurrenz auf seiner Position war die realistische Aussicht auf regelmäßige Spielzeit für Niclas eher begrenzt. Mit der Leihe haben wir eine gute Lösung für alle Parteien gefunden.“
„So einen wie Niclas haben wir auf dem Radar“, sagt Behrmann. Dühring ist gebürtiger Lüneburger und war auch im Nachwuchs vom FC St. Pauli.
Loser Kontakt wird konkret und auf letzten Drücker final
Mit Ole Wohlers stand Behrmann schon seit einigen Wochen im „losen Kontakt“. Der 26-jährige Rechtsaußen hatte seinen Vertrag mit dem Drittligisten Wehen Wiesbaden, für den er in zwei Saisons auf 45 Einsätze kam, aufgelöst und war vereinslos. Den gebürtigen Hamburger zog es zurück in die Heimat.

Ole Wohlers im D/A-Dress. Foto: Sven Lauks
Wohlers wurde beim HSV ausgebildet und spielte für Altona und Teutonia in der Regionalliga. D/A erhofft sich, dass er „mit seiner Dynamik, Technik und Torgefahr für ordentlich Bewegung im Angriff sorgen wird“.
Mit Wohlers dauerte es am Dienstag bis 19 Uhr, so Behrmann, bis alles in trockenen Tüchern war. Um 12.30 Uhr hatten er, Gooßen und Wohlers einen Video-Call. Der Spieler beriet sich anschließend mit seiner Familie. Es folgte das übliche Vertragliche.
Parallel muss auch der Abgang sauber geklärt werden
Abu-Alfa wechselte am Deadline Day noch zum Nordost-Regionalligisten SV Tasmania Berlin. Der Spieler und sein neuer Verein hatten dabei natürlich dieselben Herausforderungen wie D/A. Voraussetzung war der Aufhebungsvertrag.
Der 27-Jährige ist Berliner. Er spielte in der Vergangenheit in der Regionalliga Nordost schon für den Berliner AK, Hertha BSC II und die VSG Altglienicke sowie Greifswald und Energie Cottbus, mit der er Meister 2023 wurde.
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„Das war alles ganz schön stressig“, sagt Behrmann über seinen Dienstag. „Aber wir mussten noch mal reagieren.“
Am Mittwochmorgen und -nachmittag trainierten Niclas Dühring und Ole Wohlers schon mit ihrer neuen Mannschaft. Vielleicht sind sie am Freitagabend (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Eimsbütteler TV schon eine Option.

Niclas Dühring wurde vom Zweitligisten Karlsruher SC ausgeliehen. Foto: Sven Lauks
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