TTrotz 30 Toren: VfL Fredenbeck verliert gegen Aufstiegsaspiranten Vinnhorst
Zu Beginn fielen die Tore im Halbminutentakt. Der Fredenbecker Nils Schröder traf dreimal. Foto: Potreck
Fredenbeck kämpfte tapfer und spielte mit Leidenschaft. Am Ende setzte sich der mit Ex-Erstligaspielern gespickte TuS Vinnhorst durch. Worauf Trainer Steinkamp nun hofft.
Fredenbeck. Die große, insgeheim erhoffte Überraschung ist ausgeblieben. Gegen den überlegenen Aufstiegsaspiranten TuS Vinnhorst mussten die Drittliga-Handballer des VfL Fredenbeck mit 30:39 (17:22) eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Die Vinnhorster liefen mit einer Reihe ehemaliger Erstligaspieler auf, darunter Mait Patrail (u.a. Hannover-Burgdorf und Rhein-Neckar Löwen) oder Jonas Gertges (HSV Hamburg), und spielten ihr Können, ihre Cleverness und Routine aus. Die Fredenbecker kämpften tapfer, hatten aber keine Chance. „Meine Mannschaft hat 60 Minuten mit Leidenschaft gekämpft“, sagte Coach Matthias Steinkamp. Aber in der Mannschaft des Gegners stecke so viel individuelle Qualität, dass es nicht gereicht habe.
Der VfL Fredenbeck bleibt trotz der Niederlage mit 18:22 Punkten auf dem siebten Tabellenrang.
Tore fallen im Halbminutentakt
Beide Mannschaften begannen mit hohem Tempo. Es entwickelte sich ein schnelles Umschaltspiel. Die Angreifer des VfL Fredenbeck hielten mit und fanden gegen die Vinnhorster Abwehr Lösungen. Vor allem der Rückraum mit Nils Schröder, Lauro Strothmann und Jesper Müller setzte sich im Eins-gegen-eins immer wieder eindrucksvoll gegen eine noch zu unbewegliche, offensive Abwehr durch, die den schnellen und druckvollen Angreifern Raum bot. Die Tore fielen auf beiden Seiten im Halbminutentakt (5:5, 5.; 10:10, 12.).
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Schwer hatte es die Fredenbecker Abwehr. Immer wieder kamen die Vinnhorster über den Kreis und die Außenposition zum Erfolg. Allein neun Treffer gelangen den Vinnhorster Außen in der ersten Halbzeit.
Den Gewinn des Torwartduells hatte Fredenbecks Coach zu Beginn des Spiels als Voraussetzung eines Fredenbecker Erfolgs genannt. Das Duell ging an diesem Abend klar verloren.
Kurz vor der Pause häufen sich die Fehler
Trotzdem hielten die Fredenbecker aufgrund guter Leistungen im Angriff das Spiel in den ersten 20 Minuten offen (15:16). Dann jedoch stellte sich die Vinnhorster Abwehr besser auf die Fredenbecker ein.
Zudem häuften sich auch die Fehler des VfL im Angriff. Mehrere Angriffe in Folge blieben torlos, die der TuS Vinnhorst konsequent ausnutzte. Beim 17:22-Halbzeitstand war eine Vorentscheidung bereits gefallen.
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Mit Beginn der zweiten Halbzeit versuchte Trainer Steinkamp, mit Einsatz des siebten Feldspielers dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben - das Spiel war zunächst auch wieder offener. Die Fredenbecker Abwehr stand besser, dem Vinnhorster Angriff fehlten zeitweise Ideen. Bis zur 40. Minute hielten die Fredenbecker den Fünf-Tore-Rückstand, konnten aber auch nicht verkürzen. Rund ein Dutzend freie Würfe wurden nicht zu Torerfolgen genutzt. Die unzureichende Fredenbecker Chancenverwertung bleibt eine Baustelle.
Vinnhorst baut die Führung wieder aus
Steinkamp beendete das Spiel mit dem siebten Feldspieler, Justin Rundt wechselte ins Tor zurück (42.) und zeigte nun einige Male seine Klasse. Doch auch im Verlauf der zweiten Halbzeit schlichen sich im Angriffsspiel Fehler ein, die der TuS Vinnhorst nutzte und seine Führung wieder konsequent ausbaute. Jelmer de Vries, der in den Schlussminuten ran durfte, verhinderte mit seinem Treffer in der Schlussminute die zweistellige Niederlage (30:39).
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Mit 30 erzielten Toren gegen den Tabellenzweiten zeigte der VfL im Angriff durchaus eine ordentliche Leistung. Allerdings ließen die Gastgeber rund ein Dutzend freie Würfe liegen, was ein besseres Ergebnis verhinderte.
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Weniger überzeugend präsentierte sich zudem die sonst häufig gelobte Abwehr einschließlich der Torhüter, zu selten fand sie Mittel gegen das Vinnhorster Angriffsspiel, insbesondere über den Kreis und die Außen.
Steinkamp hofft auf einen vollzähligen Kader
Steinkamp sprach nach der Partie von „nicht unserem besten Spiel“. In der anstehenden Trainingswoche sollen die Defizite aufgearbeitet werden. „Vor allem hoffe ich wieder auf einen vollzähligen, gesunden Kader und einen bald genesenen Pelle Fick“, so Steinkamp.
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Für den VfL Fredenbeck folgt ein spielfreies Wochenende, bevor am 21. Februar die schwere Auswärtspartie gegen den Tabellenvierten TuS Spenge ansteht, der sich für die Niederlage im Hinspiel revanchieren will.
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VfL-Tore: Brandt 1, Brassait 1, de Vries 1, Müller 7, Strothmann 7, Wafdi 1, Möller 3, Polak 6/5, Schröder 3.
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