TTrotz hoher Pleite: Warum Fredenbecks Trainer nicht unzufrieden ist
VfL-Trainer Matthias Steinkamp: „Wir gehen erhobenen Hauptes.“ Foto: Jörg Struwe/Lobeca.de (Archiv)
Schwache Abschlüsse, technische Fehler, deutliche Niederlage: Der VfL Fredenbeck verliert in Emsdetten, verlässt das Spielfeld aber „erhobenen Hauptes“.
Fredenbeck. Nach einer Lehrstunde unterliegen die Handballer des VfL Fredenbeck dem TV Emsdetten mit 28:43 (13:23). Mit 7:11 Punkten rangieren die Fredenbecker weiterhin auf dem siebten Tabellenplatz.
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Als Marten Franke in der sechsten Spielminute zum 4:4 traf, rieben sich die mehr als 2000 Zuschauer in der Emsdettener Halle verwundert die Augen. Der Aufsteiger hielt frech mit, deckte unbekümmert Abstimmungsprobleme in der Emsdettener Abwehr auf, stoppte in der Abwehr die erste Welle des Gegners.
Eine Zeitstrafe gegen Nils Schröder in der achten Minute leitete die Wende ein. Eine offensive Emsdettener Abwehr provozierte technische Fehler und unvorbereitete Torwürfe der Fredenbecker, die der TV Emsdetten konsequent im Gegenstoß ausnutzte.
Schwache Wurfausbeute und technische Fehler
Nach einem Emsdettener 6:0-Lauf lag der VfL Fredenbeck in der zwölften Minute mit 4:10 zurück - eine Vorentscheidung war schon zu diesem Zeitpunkt gefallen.
VfL-Coach Matthias Steinkamp brachte den siebten Feldspieler, erzwang so eine defensivere Emsdettener Deckung, konnte aber den weiteren Ausbau der gegnerischen Führung nicht verhindern. Eine unzureichende Wurfausbeute und technische Fehler im Angriff der Fredenbecker luden die Emsdettener zu schnellem Umschaltspiel ein.
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Fredenbecks Abwehr konnte in der ersten Halbzeit die konsequent gelaufene erste Welle der Emsdettener zu selten stoppen. In Physis, Tempo und Konsequenz des Angriffsspiels war Emsdetten eine Klasse besser - Halbzeitstand 23:13. Die hätten „ein brachiales Tempospiel gezeigt, dass wir nie in den Griff bekommen haben“, so Steinkamp.
Trainer trotz hoher Niederlage nicht unzufrieden
Auch in der zweiten Halbzeit setzten die Fredenbecker auf den siebten Feldspieler, gaben sich nicht auf, allerdings ohne den Rückstand verkürzen zu können. Dazu wurden weiterhin zu viele klare Torchancen vergeben. Der Endstand (43:28), wenngleich etwas zu hoch ausgefallen, spiegelt dessen Überlegenheit wider.
So war Trainer Steinkamp nach dem Spiel nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir gehen erhobenen Hauptes, haben uns nicht abschlachten lassen.“ Mit der Angriffsleistung seiner Mannschaft sowie dem Einsatz des siebten Feldspielers sei er zufrieden gewesen. Auf gegnerischer Seite sei „einfach zu viel Qualität auf der Platte gewesen“, so Steinkamp.
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Der VfL-Trainer lenkt den Blick bereits auf das nächste Spiel. Gegen den TV Emsdetten konnte niemand mit einem Punktgewinn rechnen. Das nun folgende Spiel gegen den Bundesliganachwuchs des TBV Lemgo sei ein Wegweiser für den weiteren Saisonverlauf, die Unterstützung der Fans von entscheidender Bedeutung.
- VfL-Tore: Brandt 1, Brassait 4, Fick 3/2, Strothmann 2, Ritscher 2, Möller 3, Franke 3, Polák 2, Schröder 4, Reiners 4.
- Nächstes Spiel: VfL Fredenbeck - Team Handball Lippe II (Sbd., 8. November, 19.30 Uhr).
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