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Samtgemeinde Horneburg

TÜberraschend: Machtwechsel in Bliedersdorf – und Zahnarzt Wilkens wird Ratsherr

Wer wird zukünftig im Samtgemeinderat die wegweisenden Entscheidungen für Horneburg treffen? Die Wähler haben sich entschieden. (Symbolbild)

Wer wird zukünftig im Samtgemeinderat die wegweisenden Entscheidungen für Horneburg treffen? Die Wähler haben sich entschieden. (Symbolbild) Foto: Buchmann

Im November nehmen die neu gewählten Räte in der Samtgemeinde Horneburg ihre Arbeit auf. Ein Blick in die Wahlergebnisse zeigt: In den Räten wird sich einiges verändern.

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Von Steffen Buchmann
14.09.2026, 18:35 Uhr

Horneburg. Im Samtgemeinderat hat die CDU mit 26,91 Prozent die meisten Stimmen geholt, verlor im Vergleich zu 2021 jedoch gute 8 Prozent. Die acht Ratssitze für die Christdemokraten gehen an: Marko Bergmann, Hartmut Huber, Jan-Hinnerk Burfeind, Stefan Heins, Heike Bremer, Hans Lemmen, Sebastian Deißner und Holger Schlichting.

Die Sozialdemokraten sicherten sich mit 16,16 Prozent knapp den zweiten Platz und fünf Ratssitze. Die Mandatsträger: Harald von Thaden, Dirk von Bargen, Bianka Lange, Dr. Sven Munke und Jennifer Hauer.

AfD holt drittmeiste Stimmen in der Samtgemeinde

Mit 15,61 Prozent kehrt die AfD nach 2016 wieder in den Samtgemeinderat zurück. Eigentlich hat die vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei fünf Sitze zugesprochen bekommen. Mangels Kandidaten entfallen zwei Mandate im Samtgemeinderat. Die drei übrigen Mandate für die AfD im Rat übernehmen: André Schadow, Jason Christoleit und Norman Matthias.

Die Grünen holten sich vier Sitze mit 14,48 Prozent der Stimmen. In den Samtgemeinderat wurden gewählt: Verena Wein-Wilke, Tim Friederichs, Jennifer Schröder und Jan-Niklas Garbers.

Die Linke erstmals im Samtgemeinderat vertreten

Mit 11,18 Prozent holt die FWG AUE ihr bislang stärkstes Ergebnis im Samtgemeinderat. Die drei gewählten Mandatsträger sind: Jörk Philippsen, Peter Hoffmann und Sonja Rehsöft.

Die FWG zieht mit 7,64 Prozent in den Samtgemeinderat ein (gewählt sind: Harald Gooßen, Fenja Beckedorf). Erstmals sichert sich Die Linke mit 5,95 Prozent zwei Sitze im Samtgemeinderat (gewählt sind: Thies Ole Dittmer und Carsten Dittmer). Die FDP holt 2,07 Prozent der Stimmen, 2021 waren es noch etwa viermal so viele. Das einzige FDP-Mandat im Samtgemeinderat erhält Hans-Dieter Schröder.

Wer wird Bürgermeister in Bliedersdorf?

In Agathenburg machten drei Parteien das Rennen unter sich aus. Stärkste Kraft wird wie bereits 2021 die Wählergemeinschaft (42,68 Prozent), gefolgt von der CDU (37,93 Prozent). Beide lassen bei den Stimmen Federn, wovon die Grünen profitieren und sich auf 19,39 Prozent verbessern.

In zwei Gemeinderäten gab es in der Wahlnacht überraschende Machtverschiebungen. In Bliedersdorf büßen die Christdemokraten satte 20,87 Prozent der Wählerstimmen ein (2021: 49,15 Prozent; 2026: 28,28 Prozent). Dafür schraubt sich die SPD auf 40,08 Prozent hoch (2021: 28,06 Prozent) und wird stärkste Kraft.

SPD-Kandidat Harald von Thaden (links) will gerne Bliedersdorfer Bürgermeister werden und Tobias Terne beerben.

SPD-Kandidat Harald von Thaden (links) will gerne Bliedersdorfer Bürgermeister werden und Tobias Terne beerben. Foto: Meyer

Wer wird Tobias Terne (CDU) als Bürgermeister beerben? SPD-Kandidat Harald von Thaden machte seine Ambitionen auf das Ehrenamt bereits im Wahlkampf deutlich. In der Wählergunst steht er schon jetzt auf dem ersten Platz: Mit 669 Stimmen bekommt von Thaden parteiübergreifend die meisten Kreuze.

Linke überraschen in Horneburg und Nottensdorf

Im Flecken Horneburg sichert sich die FWG AUE mit 36,07 Prozent die meisten Stimmen. Die Freien Wähler verbessern sich im Vergleich zu 2021 (18,28 Prozent) um 17,79 Prozent und hängen die CDU (24,64 Prozent) deutlich ab. Bürgermeister Jörk Philippsen erhält mit 1331 Stimmen mit Abstand die meisten Stimmen unter den Kandidaten. Dass er wieder für das Amt zur Verfügung steht, hatte Philippsen zuletzt bereits bestätigt.

Dr. Klaus-Peter Wilkens (66) hat es geschafft und ein Mandat für den Dollerner Gemeinderat erhalten.

Dr. Klaus-Peter Wilkens (66) hat es geschafft und ein Mandat für den Dollerner Gemeinderat erhalten. Foto: Buchmann

Neu im Fleckenrat sitzt zukünftig Thies Ole Dittmer für die Linken, die sich mit 8,56 Prozent aus dem Stand ein Mandat sichern. Auch in Nottensdorf hat sich die Linke mit 6,94 Prozent einen Sitz gesichert, Mandatsträger ist Tobias Barvels.

Dollerner Zahnarzt schafft es in den Gemeinderat

In Dollern kandidierte Dr. Klaus-Peter Wilkens als Einzelkämpfer für den Gemeinderat, um anstatt auf der Bürger- auf der Ratsseite zu sitzen. Dieses ambitionierte Ziel hat der 66-Jährige erreicht: 9,61 Prozent der Wähler gaben dem Zahnarzt im Ruhestand ihre Stimme.

Und nicht nur das: Mit 367 Stimmen erhielt Wilkens parteiübergreifend sogar die meisten, knapp vor CDU-Bürgermeister Jan-Hinnerk Burfeind (323 Stimmen) und Inna Reit (296 Stimmen).

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