TUmbruch in Oldendorf-Himmelpforten: Erfahrene Kräfte verlassen den Rat
Verabschiedet mit einem großen Dankeschön: die scheidenden Mitglieder des Samtgemeinderates Oldendorf-Himmelpforten. Foto: Wagner
Die letzte Sitzung des Samtgemeinderats Oldendorf-Himmelpforten: Es gibt Abschiedsworte, Dank und Stolz - und einen Bürgermeister, der aus gutem Grund nicht mitstimmt.
Oldendorf-Himmelpforten. Es ist ein Umbruch: Fast die Hälfte aller Samtgemeinderatsmitglieder sind im neuen Rat ab November nicht mehr vertreten. Die einen, weil sie aus persönlichen Gründen nicht wieder angetreten sind, die anderen, weil sie bei der Kommunalwahl im September nicht genügend Stimmen bekommen haben. Samtgemeindebürgermeister Holger Falcke dankte allen: „Jeder Einzelne hat sich auf eigene Weise eingebracht.“
Katjana Lorenz (Grüne, Hammah), Gerda Bincke-Oellerich (FWG, Heinbockel), Ludwig Oellerich (CDU, Himmelpforten), Patrick Schulz (CDU, Hammah), Annekatrin Wolff-Meuter (SPD, Hammah), Ingrid Voss (FDP, Hammah) und Stefan Dieckmann (SPD, Himmelpforten) hatten im Rat in den letzten fünf Jahren mitgearbeitet.
Lothar Wille: Engagement seit 30 Jahren
Sven Frisch (FWG, Engelschoff) und Heide von Limburg (CDU, Hammah) waren 12 Jahre im Samtgemeinderat an Bord. Uwe Uhlendorf (CDU, Oldendorf) 20 Jahre und Andreas Haack (FWG, Heinbockel) sogar 23 Jahre ununterbrochen dabei. Rainer Jürgens (CDU, Hammah) und Johann Schlichtmann (FWG, Oldendorf) bringen es jeweils auf 25 Jahre durchgängige Mitarbeit im Samtgemeinderat - entweder im Rat Oldendorf-Himmelpforten oder noch in den Vorgängergremien vor der Fusion.
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Lothar Wille sticht noch ein wenig mehr heraus - 30 Jahre habe er sich mit dem Herz am richtigen Fleck auf Samtgemeindeebene eingesetzt, hob Holger Falcke hervor.
Mit einstimmigen Beschlüssen setzte der Rat einen sachlichen Schlusspunkt seiner bisherigen Zusammenarbeit. Der Flächennutzungsplan wurde, wie von den Gemeinden Kranenburg, Himmelpforten und Hammah gewünscht, mit Änderungen in die öffentliche Auslegung geschickt.
Windpark und Baugrundstücke
Dabei geht es um kleinere Vorhaben wie die Umwandlung von Flächen in Gewerbe- oder Wohnbauflächen, dazu zählt auch die Ausweisung einer Fläche hinter dem Wohngebiet Besenriede in Himmelpforten, wo die Gemeinde neue Baugrundstücke plant. Auch der Windpark zwischen B73, Düdenbüttel und Oldendorf soll nach dem Willen des Rates im Flächennutzungsplan festgeschrieben werden. Einstimmig beschloss er die Auslegung der neuen F-Plan-Fassung.
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Dann wurde es noch einmal persönlich: Holger Falcke verließ seinen Platz am Kopfende der Runde und mischte sich in die Reihen der Zuhörer. Matthias Wolff (CDU) musste nicht viele Worte machen, um den von allen Fraktionen unterstützten Antrag noch zu erläutern. „Wir haben Holger Falcke als einen sehr loyalen Samtgemeindebürgermeister erlebt, der sein Amt auf sehr vermittelnde Weise ausgeübt, viel Zeit geopfert und sich stark eingesetzt hat“, so Wolff.
Einstimmig fiel auch dieser Beschluss: Holger Falcke soll zum Ehrensamtgemeindebürgermeister ernannt werden. Er scheidet Ende Oktober aus dem Amt, ab 1. November heißt Oldendorf-Himmelpfortens neuer Chef im Rathaus Matthias Reichert.
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