TUnabhängig von Berlin und Hannover: FWG fokussiert auf lokale Politik
Sie setzen auf Unabhängigkeit von Parteipolitik: Harsefelds Bürgermeisterin Susanne de Bruijn, Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt und der Kreisvorsitzende Martin Schimmöller (von links). Foto: Wisser
Die Freie Wählergemeinschaft setzt auf Unabhängigkeit und Fokussierung auf kommunale Themen. Mit bekannten Gesichtern wie Bürgermeistern streben sie im Landkreis Stade nach weiterem Erfolg.
Landkreis. Susanne de Bruijn kommt gleich zur Sache: „Warum sollten die Menschen die Kandidaten der Freien Wählergemeinschaft wählen?“, fragt die Bürgermeisterin von Harsefeld und Kreistagsabgeordnete. Die Antwort liefert sie selbst: „Unser großer Vorteil ist, dass wir nicht nur ‚frei‘ im Namen tragen, sondern auch frei von Bundes- und Landespolitik sind. Bei uns zählt allein die Sache.“
De Bruijn und 30 weitere Kandidaten treten bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 für die 62 Sitze im Stader Kreistag an. „Wir haben uns bei den letzten vier Kommunalwahlen immer gesteigert“, sagt Uwe Arndt, Bürgermeister von Ahlerstedt und Vorsitzender der siebenköpfigen FWG-Fraktion im aktuellen Kreistag. Als Arndt erstmals kandidierte, stellte die FWG nur vier Abgeordnete. „Diesmal wollen wir noch besser abschneiden“, erklärt er.
Diese bekannten Abgeordneten hören auf
Zwei bekannte Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Stade treten jedoch altersbedingt nicht mehr an: Johann Schlichtmann, langjähriger Bürgermeister von Oldendorf, und Gerd Lefers aus Jork, der als Vertreter des Bürgervereins lange im Kreistag saß.
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„Wir müssen keine Hürden überwinden, die in Berlin oder Hannover aufgestellt werden“, betont Arndt. Die FWG könne sich voll auf die Themen vor Ort konzentrieren. „Das ist ein großer Vorteil.“
Martin Schimmöller, Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft im Landkreis Stade, ergänzt: „Wir fokussieren uns ganz auf die kommunale Ebene. Das ist unser Kern. Die Kandidatur für den Kreistag ist wichtig, weil Kreis und Kommunen eng verzahnt sind. Schimmöller betont: „Deshalb müssen wir im Kreistag stark vertreten sein, um die lokale Politik positiv zu gestalten.“
Dieser Bürgermeister holte 2021 ein Traumergebnis
Die FWG ist besonders im ländlichen Raum erfolgreich, vor allem in Harsefeld. „Hier sind wir die stärkste Kraft – in der Samtgemeinde, im Flecken und in Ahlerstedt“, sagt de Bruijn, die auf Platz zwei der Liste für den Wahlbereich Harsefeld/Fredenbeck/Apensen steht. Spitzenkandidat ist Uwe Arndt, der bei der Kommunalwahl 2021 beeindruckende 67,14 Prozent holte. Auf Platz drei folgt Frank Buchholz, Bürgermeister von Apensen.
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In Stade und Buxtehude schnitt die FWG 2021 schwächer ab. In Stade kandidiert diesmal nur Beate Rempe, Kreistagsabgeordnete, für die FWG. In Buxtehude führt die Bürgermeisterkandidatin der Buxtehuder Bürgergemeinschaft/FWG, Katharina Mewes, die Liste für den Kreistag an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Stephan Griebel und Daniel Augustin.
Offene Liste Hammah schließt sich der FWG an
Im Wahlbereich Horneburg/Lühe/Altes Land steht Horneburgs Bürgermeister Jörk Philippsen an der Spitze. Ihm folgen Kai Treutler aus Grünendeich und Peter Hoffmann aus Horneburg.
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Auch im Wahlbereich Drochtersen/Nordkehdingen/Oldendorf-Himmelpforten führt ein Bürgermeister die Liste an: Stefan Holst aus Hammah, der zur Offenen Liste Hammah gehört. Diese hat sich erstmals auf Kreisebene der FWG angeschlossen. Auf den weiteren Plätzen stehen Jenny Heins aus Oldendorf und Stephan Hugo Genandt aus Himmelpforten.
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