TUnternehmer stellt Ideen in Hammah vor: Förderschule und Schwimmschule
Ein Schulgebäude am Rande des Gewerbegebietes in Mittelsdorf: So könnte der Neubau für eine Schule der Stiftung Bethel im Norden aussehen. Foto: Architekt Günther
Eine Schule am Gewerbegebiet in Mittelsdorf, vielleicht auch ein Schwimmbad, Fitness und Physiotherapie. Unternehmer Sascha Krause warb jetzt in Hammah für seine Idee.
Die Idee
Auf dem ehemaligen Betriebsgelände von Krause Schwimmbad-Technik könnte eine Schule für Kinder und Teenager mit sonderpädagogischem Bedarf entstehen. Die Schule würde abgelegen, am Rande des Gewerbegebiets Ostereichen in Mittelsdorf gebaut werden. Eine weitere Option fürs Nachbargrundstück: Ein Bewegungsbad mit Schwimmschule.
Die Vorgeschichte
Krause und sein Architekt Stefan Günther stellten das Projekt jüngst im Gemeindeentwicklungsausschuss Hammah vor. Es ist ein zweiter Anlauf. „Ich wollte noch nicht aufgeben“, so Sascha Krause.
Denn auf eine erste Bauvoranfrage hatte er ein klares „Nein“ bekommen. Der Landkreis hatte die Idee einer Schule mit angeschlossenem Internat abgelehnt. Auch die Kommunalpolitik in Hammah hatte sich vor etwa eineinhalb Jahren deutlich gegen eine Schule an diesem Standort ausgesprochen.
Die Schule
Warum dieser Ort? Das Unternehmen Krause Schwimmbadtechnik hatte seinen Sitz von Hammah ins alte Steinmetzhaus nach Himmelpforten verlegt. Auf dem Betriebsgelände in Mittelsdorf ist deshalb Platz, auch Krauses angrenzende Fläche bietet Potenzial.
Sascha Krause stellte den Entwurf vor. Junge Menschen könnten hier in sechs kleinen Klassen mit jeweils 10 bis 12 Schülerinnen und Schülern unterrichtet, speziell gefördert und unterstützt werden. „Ziel ist die Schaffung einer Förderschule in Hammah zur Deckung des regionalen Bedarfs“, so Krause.
Das Areal liegt am äußeren Rand des Gewerbegebietes Ostereichen. Nebenan wächst ein kleiner Wald. „Naturnah und reizarm“ seien gute Standortfaktoren im Hinblick auf den speziellen Unterstützungsbedarf der Kinder.
Ein möglicher Kooperationspartner könnte die Stiftung Bethel im Norden sein. Bethel ist an anderen Standorten bereits Träger von Schulen mit entsprechender pädagogischer Ausrichtung.
Laut Website des „Schul- und Internatsverbunds Bethel im Norden“ begleitet der Verbund bis zu 600 Schülerinnen und Schüler an Förderschulen in Freistatt, Vechta, Lohne, Verden, Achim und Ahlhorn. Die Arbeit konzentriere sich auf die sonderpädagogischen Förderschwerpunkte emotionale und soziale Entwicklung (ES), Lernen (L) sowie geistige Entwicklung (GE).
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Krause zeigte in Hammah den Entwurf eines Neubaus mit sechs Klassen, inklusive Differenzierungsräumen. Anders als in der ersten Projektskizze könnte er sich betreute Wohngruppen von Schülerinnen und Schülern auch im Ort selbst vorstellen und würde dafür ein bis zwei Einfamilienhäuser umbauen.
Schwimmschule und Fitness
Ideen für die angrenzende Fläche hat Sascha Krause auch. Er nennt die Projektskizze „Zukunftsstandort Hammah“. Er könnte sich hier zum einen eine Fertigungshalle für sein Unternehmen vorstellen. Zum anderen überlegt er, ein Pilotprojekt umsetzen: Den Bau einer Schwimmschule mit Bewegungsbad nach energetisch neuestem Standard, dazu ein Fitness- und ein Physiotherapie-Angebot. Er sei dazu aber auch mit einer anderen Kommune über Gewerbeflächen im Gespräch, sagte er offen.
Das sagt die Politik
Auf Gemeindeebene wollen Politik und Krause bei diesem zweiten Anlauf im Gespräch bleiben. Als wünschenswert bezeichnete Jörn-Hinnerk Abbe eine Einrichtung für Kinder mit speziellem Förderbedarf, er hatte aber Zweifel, ob der Lage am Gewerbegebiet.
Zudem spielt das Thema Lärmschutz im Gewerbegebiet bei den Bedenken der Gemeinde eine Rolle. „Wenn das Projekt dem nicht entgegenspricht und eine reizarme Umgebung so gewünscht ist, akzeptiere ich das so“, meinte Bürgermeister Stefan Holst (OLH). Er schlug ein weiteres Gespräch auch mit Bethel im Norden vor, um mehr über die pädagogischen Überlegungen und die Wahl des Standortes zu erfahren.
„Ich stelle fest, dass wir noch mal über alle Möglichkeiten nachdenken“, so die Ausschussvorsitzende Heide von Limburg (CDU). „Wir werden offen damit umgehen und versuchen, einen Weg zu finden.“
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