TVersprechen gehalten: Französische Radler kamen zu Freunden nach Assel
Die deutsch-französische Freundschaft gibt es in Assel seit mehr als 50 Jahren. Foto: Mehlis
798 Kilometer mit dem Rad, Gedenken an einen toten Freund und Ehrennadeln: Das Treffen der Partnerschaft Assel-Rosières war wohl noch nie so emotional wie in diesem Jahr.
Assel. Vier Kilometer vor dem Ziel waren sie nicht mehr allein. Im Ritscher Moor schloss sich eine kleine Gruppe deutscher Fahrer den acht Radlern aus Rosières an - darunter Landrat Kai Seefried. Gemeinsam rollten sie in Assel ein, begleitet vom Spielmannszug Assel.
„Wir haben dem Tag lange hingefiebert“, sagt Dr. Hartmut Meyer, Präsident der Partnerschaft Assel-Rosières. „Das war sehr emotional.“ Bei vielen flossen Tränen. Die Stimmung war zunächst fast melancholisch.
Ein eingelöstes Versprechen
Denn hinter der Zielankunft an Christi Himmelfahrt steckt eine Geschichte aus Verlust und Versprechen: Die acht Radfahrer erfüllten den Wunsch ihres 2015 an Herzversagen gestorbenen Freundes Jean-Bernard, der einst gesagt hatte, er wolle eines Tages mit dem Rad nach Assel fahren. Insgesamt 85 Franzosen waren zum Treffen angereist.
Tage voller Begegnungen
Nach dem emotionalen Empfang füllten sich die folgenden Tage mit einem abwechslungsreichen Programm. Am Freitag erkundeten die Gäste die Region: Stadtführungen in Stade, Fahrten auf dem Burggraben oder mit der MS Emmi, ein Besuch der Werksfeuerwehr der Dow oder Sightseeing in Hamburg. Je nach Vorliebe der Familien.
Dorfgemeinschaftshaus
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Den Abend gestaltete ein Freundschaftsball mit 200 Gästen unter dem Motto „Von Herz zu Herz“. Die Witwe von Jean-Bernard ergriff das Wort und würdigte die Bedeutung der Reise für die Forschung zur Herzgesundheit.

Die Radfahrer aus Rosières fuhren rund 800 Kilometer. Foto: Mehlis
Spenden sollen zwei Defibrillatoren finanzieren
Noch fehle ein kleiner Betrag, um das erklärte Ziel der Reise zu erreichen: zwei Defibrillatoren - einer für Rosières, einer für die Asseler Feuerwehr. Die Spendenbereitschaft von Privatpersonen und Sponsoren sei aber bereits groß gewesen, lobt Meyer.
Bürgermeister Mike Eckhoff überreichte den Radfahrern die Ehrennadel der Gemeinde Drochtersen. „Es folgte eine ausgelassene Feier unter Freunden“, so Meyer.
Spiele verbinden Jung und Alt
Am Samstag traten Gastgeber und Gäste in gemischten Teams beim Schützenverein Assel zu einer Rallye an - zum Gummistiefelweitwurf oder Ertasten von Gegenständen in Boxen.
Die Spiele seien bewusst so gewählt worden, dass die Jüngsten ebenso mitmachen konnten wie die Ältesten. „Man hat wieder gesehen, was das für ein generationsübergreifendes Projekt ist“, sagte Meyer.
Am Sonntag verabschiedeten sich die Gäste - und Meyer betont, dass der jährliche Austausch ohne das Engagement der Gastfamilien nicht möglich gewesen wäre. Sie seien es, die dieser Partnerschaft seit Jahrzehnten ihr Fundament geben.
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Bankverbindung für Spenden
Empfänger: Gemeinde Drochtersen
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Kreditinstitut: Kreissparkasse Stade
Verwendungszweck: „Partnerschaft Assel–Rosières“