TVfL Fredenbeck gewinnt Handball-Krimi - Coach lobt reife Teamleistung
Der Fredenbecker Torhüter Justin Rundt parierte einige freie Würfe in der Schlussphase. Foto: Potreck
In einer intensiven Partie setzte sich am Ende der VfL Fredenbeck durch und kletterte auf Rang sieben. Die rund 1000 Zuschauer waren begeistert.
Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck gewann mit 35:34 (17:16) gegen den Wilhelmshavener HV und hat nun mit 24:24 Zählern ein ausgeglichenes Punktekonto.
Dabei legte Fredenbeck in der heimischen Geestlandhalle holprig los. Gegen eine kompakte und robust zupackende Wilhelmshavener Abwehr stotterte der Angriff, es fehlte an klaren Wurfchancen im Positionsspiel. Der WHV führte mit 2:0 (2.), dann 5:8 (10.).
Die Fredenbecker Abwehr bekam das Wilhelmshavener Kreisläuferspiel nicht in den Griff. Nils Schröder versuchte auf eigene Faust, dem Spiel eine Wende zu geben. Die Außen vergaben ihre Wurfchancen. Trainer Matthias Steinkamp nahm früh seine erste Auszeit (11.). Zunächst ohne Wirkung.
VfL startet einen Lauf vor der Pause
Technische Fehler und vergebene Wurfchancen prägten das Fredenbecker Spiel, ohne dass der WHV daraus entscheidende Vorteile ziehen konnte. Der VfL setzte unverdrossenen Kampf dagegen. Selbst als beim 10:14 (22.) das Spielglück sich endgültig auf die Wilhelmshavener Seite zu schlagen schien, brach der VfL nicht ein.
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Steinkamp brachte den siebten Feldspieler und das Spiel bekam eine Wende. Die Angriffe wurden schneller vorgetragen, die Fehlerquote auf Normalmaß gedrückt. Nils Schröder und Michel Brassait führten den VfL wieder heran. Der hatte jetzt einen Lauf. Mit 17:16 für den VfL ging es in die Halbzeitpause.
Fredenbeck spielt sich in einen Rausch
Der Start in die zweite Halbzeit ähnelte dem Spielbeginn. Der VfL konnte nicht an die starken letzten acht Minuten der ersten Halbzeit anknüpfen. Beim 19:20 (35.) ging der WHV wieder in Führung. In der 47. Minute lag der VfL mit vier Toren zurück (24:28, 47.). In der Halle wurde es ruhiger. Steinkamp stellte erneut auf den siebten Feldspieler um.
Die Initialzündung für die Wende im Spiel setzte Laurenz Reiners, der einen Abpraller des Wilhelmshavener Torwarts sicher verwandelte (28:31, 51.). Die Fredenbecker spielten sich in einen Rausch. Verkürzten Tor um Tor. Justin Rundt parierte freie Würfe. Als Lauro Strothmann zwei Minuten vor Schluss auf 33:33 ausglich, stand die Halle kopf.
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Marten Franke bekam Sekunden später die Chance zur Vorentscheidung. Doch nach zuvor fünf sicher verwandelten Strafwürfen scheiterte er. Nur noch 90 Sekunden. Wieder war es Nils Schröder, der vorlegte (34:33). Noch 40 Sekunden.
„Die Stimmung in der Halle war bombastisch“
Nach dem erneuten Wilhelmshavener Ausgleich hatten die Fredenbecker noch 24 Sekunden, aus einem Punkt zwei zu machen oder auch alles zu verlieren. Mannschaftskapitän Pelle Fick übernahm Verantwortung, setzte sich auf Halbrechts durch und erzielte den Siegtreffer zum 35:34.
Dritte Halbzeit
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„Es war nicht unser bestes Spiel, aber die reifste Mannschaftsleistung“, sagte Coach Steinkamp. „Die Stimmung in der Halle war bombastisch. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“
VfL-Tore: Brassait 3, Backofen 2, Fick 2, Müller 2, Strothmann 7, Möller 2, Franke 5/5, Schröder 9, Reiners 2, Heinsohn 1.
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