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Handball

TVfL Fredenbeck startet mit neuem Personal in die Rückrunde der 3. Liga

Nick Heinsohn (rechts) kehrt nach seiner Ausbildung nach Fredenbeck zurück. Er spielte zuletzt im Trikot des TuS Spenge in der Geestlandhalle.

Nick Heinsohn (rechts) kehrt nach seiner Ausbildung nach Fredenbeck zurück. Er spielte zuletzt im Trikot des TuS Spenge in der Geestlandhalle. Foto: Struwe

Die Pause ist kurz. Der VfL Fredenbeck steigt in der 3. Liga wieder ein. Gegen Habenhausen präsentiert der Verein einen Neuzugang - einen „ausgezeichneten“ alten Bekannten.

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Von Wilhelm Thiele
Donnerstag, 08.01.2026, 05:50 Uhr

Fredenbeck. Die Handballer des VfL Fredenbeck starten in die Rückrunde der Saison 2025/26. Auftaktgegner ist auswärts der ATSV Habenhausen, von dem sich der VfL im Hinspiel 22:22-Unentschieden trennte. Anwurf ist am Sonnabend, 10. Januar, um 19 Uhr. Ein Fredenbecker Auswärtssieg soll die Weichen für eine erfolgreiche Saison stellen. An den Zielen des Vereins hat sich nichts geändert.

Für den VfL, derzeit Tabellenachter mit 13:17 Punkten, bleibt der Klassenerhalt erklärtes Saisonziel. Bereits die Spiele im Januar können die Richtung weisen: auswärts gegen den Tabellenletzten Habenhausen und den TV Bissendorf-Holte (24. Januar), in eigener Halle gegen die HSG Varel (17. Januar) und den VfL Eintracht Hagen II (31. Januar) sollten Punkte eingefahren werden.

Gegner gewarnt: Keiner unterschätzt den VfL

In der Hinrunde holten die Fredenbecker gegen diese Mannschaften sieben Zähler. Gelingt dies auch in der Rückrunde, machen sie einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Doch das wird schwer. Der VfL ist in der Rückrunde nicht mehr der unterschätzte Aufsteiger. Die starken Auftritte, vor allem in der Geestlandhalle, und Siege gegen Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte sind nicht unbemerkt geblieben. Personell sieht es im VfL-Lager nicht schlecht aus.

Die Mannschaft ist mit einem Kurztrainingslager in die Rückrunde gestartet. Alle Spieler, die zuletzt im Einsatz waren, stehen bis auf den erkrankten Laurenz Reiners zur Verfügung. Die Negativerlebnisse zum Jahresschluss, die Niederlagen gegen den TSV Anderten und den OHV Aurich, seien „aus den Klamotten“, so Trainer Matthias Steinkamp. Aber er räumt ein, der Januar sei mit seinen vier Spielen schon der Monat der Wahrheit. Helfen könnte in dieser Phase ein alter Bekannter.

Zum Jahreswechsel wechselte Nick Heinsohn zurück zum VfL. Der Kreisläufer hatte sich nach der Saison 23/24 dem TuS Spenge in der 3. Liga angeschlossen. Heinsohn kommt nach seiner mit Auszeichnung absolvierten Ausbildung zum Gebäudereiniger zurück aus Westfalen und besucht seit Jahresbeginn die Meisterschule in Hamburg. „Da lag es nahe, dass ich wieder das blaue Trikot trage“, sagt er.

Die Verletzten kommen ganz langsam zurück

Von den sehnlichst zurückerwarteten Langzeitverletzten ist Danny Müller wieder fit. Der Bruch des Mittelfußes ist auskuriert. „Danny muss in der Spritzigkeit noch zulegen. Im Training macht er gute Sachen“, sagt Steinkamp. Der Coach geht von künftigen Einsätzen aus, zunächst in der Abwehr. Zwei andere Spieler befinden sich noch im Aufbautraining.

Jesper Müller, der zuletzt ein Auslandssemester absolviert hatte, hat seine schwere Schulterverletzung weitgehend überwunden. Mit ärztlicher Erlaubnis startete er im Oktober in einem Fitnessstudio mit Reha-Übungen. Seitdem geht es schrittweise voran. Im Dezember stieg Müller ins Aufbau- und Krafttraining ein.

Jesper Müller wird mächtig in die Zange genommen. Spielen kann er noch nicht, aber für sein Extra-Training bekommt er Lob vom Coach.

Jesper Müller wird mächtig in die Zange genommen. Spielen kann er noch nicht, aber für sein Extra-Training bekommt er Lob vom Coach. Foto: Jörg Struwe (Archiv)

Zwischen den Feiertagen schob er im Einzeltraining Sonderschichten in einer Harsefelder Halle. Seit Jahresbeginn nimmt er wieder bedingt am Mannschaftstraining teil und gewöhnt den Körper an die handballtypischen Bewegungsabläufe. „Vollkommen auskuriert ist meine Verletzung noch nicht, aber ich befinde mich voll im Plan und hoffe, sobald die Erlaubnis vom Arzt da ist, wieder voll in das Mannschaftstraining einzusteigen“, sagt Müller. Trainer Steinkamp ist voll des Lobes ob Müllers Trainingsfleißes. „Jesper hat Blasen an jedem Finger.“

Hagedorn vertraut auf das Wort des Spezialisten

Auch Malte Hagedorns Meniskusverletzung ist nach einem letzten vorweihnachtlichen Check noch nicht vollends ausgeheilt. Kniespezialist Dr. Wolfram Körner, ehemaliger Chefarzt im Buxtehuder Krankenhaus und Ex-Mannschaftsarzt der Buxtehuder Bundesliga-Handballerinnen, wartet die Ergebnisse einer weiteren Untersuchung Mitte Januar ab, bevor für Malte Hagedorn das Aufbautraining beginnen kann. Maltes Vater Stefan Hagedorn: „Wir haben großes Zutrauen in das Urteil von Dr. Körner.“ Ein Wettkampfeinsatz werde aus heutiger Sicht nicht vor Ende des ersten Quartals möglich. Hagedorn und Müller schauen also gegen Habenhausen noch zu.

Malte Hagedorn kann vielleicht im März wieder für den VfL Fredenbeck auflaufen.

Malte Hagedorn kann vielleicht im März wieder für den VfL Fredenbeck auflaufen. Foto: Scholz (Archiv)

„Wir schauen nur auf uns und von Spiel zu Spiel“, sagt Matthias Steinkamp vor dem Auftaktspiel gegen den ATSV. „Wir wollen mit einem Sieg gut in die Rückrunde starten.“ In Habenhausen habe es zuletzt viel Unruhe gegeben. Der langjährige Trainer Matthias Ruckh wurde entlassen. Die Mannschaft habe sich verändert, stehe am Tabellenende, kämpfe um ihre letzte Chance. „Wir wollen von Beginn an das Spiel bestimmen“, sagt Steinkamp. Er stellt sein Team auf eine körperlich harte Auseinandersetzung ein.

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