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Handball-Regionalliga

TVfL Horneburg schlägt Hameln – Trainer moniert trotzdem „zu viele Fehler“

VfL-Handballer Morten Marienfeld lieferte eine überzeugende Leistung ab.

VfL-Handballer Morten Marienfeld lieferte eine überzeugende Leistung ab. Foto: Potreck

Die Handballer des VfL Horneburg haben am Sonntagabend auch ihr erstes Regionalliga-Heimspiel gewonnen. Ein Spieler übernahm dabei viel Verantwortung.

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Von Jörg Potreck
14.09.2026, 16:05 Uhr

Horneburg. Gegen den VfL Hameln setzte sich der Aufsteiger vor mehr als 300 Zuschauern mit einem deutlichen 37:30-Erfolg durch. Der Favorit aus Hameln konnte mit dem schnellen Spiel der Gastgeber nicht mithalten.

Von Beginn an machten die Horneburger viel Tempo und überraschten den VfL Hameln in der vierten Minute mit einer 3:0‑Führung. Dabei stand auch die Abwehr gegen die Routiniers aus der Rattenfängerstadt sehr gut. Einzig die vielen Pausen, in denen der Hallenboden gewischt werden musste, brachten die Gastgeber aus dem Lauf.

„Wir haben noch zu viele Fehler gemacht“

Hamelns Abwehr kam in vielen Situationen zu spät und konnte die Aktionen der Gastgeber oft nur durch Fouls unterbinden. Horneburg schwächte sich aber auch durch eigene Patzer im Spielaufbau. Durch Fehlwürfe und Ballverluste blieb das Spiel lange offen. „Wir haben noch zu viele Fehler gemacht“, sagte Horneburgs Trainer Stefan Hagedorn.

Nach dem 13:16-Rückstand (25.) trafen die Gäste viermal in Folge und übernahmen beim 17:16 erstmals die Führung. Gegen die robuste Abwehr der Gäste kam Horneburg nur wenig über die Außenpositionen oder den Kreis zum Erfolg. Mit dem vierten Rückraumspieler (und ohne Kreisläufer) holten sich die Horneburger eine knappe 18:17-Pausenführung zurück.

Torhüter trägt sich in die Torschützenliste ein

Im zweiten Durchgang stellte Hagedorn in der Abwehr um. Dennis Klingebiel wechselte ins Tor, zeigte viele Paraden und trug sich mit einem Distanzwurf in das leere Tor auch selbst in die Torschützenliste ein. Mit der jetzt offensiveren Abwehr störte Josua Schleßelmann den Hamelner Angriff früh. Horneburg erhöhte den Druck auf seinen Gegner und verhinderte somit das flüssige Passspiel der Gäste. „Das war am Ende der Gamechanger“, sagte Hagedorn.

Auch die Anspiele an den ehemaligen Fredenbecker Kreisläufer Paul Mbanefo (ohne Tor) wurden dadurch minimiert. Mit einem schnellen Umschaltspiel zog der VfL nach einer Viertelstunde in Durchgang zwei mit sechs Toren davon. Theo Bode überzeugte als Spielmacher und sicherer Torschütze mit sieben Treffern und nur einem Fehlwurf über 60 Minuten.

Marienfeld: Siebenmeter herausgeholt und Bälle geblockt

Viel Verantwortung im Angriff übernahm Morten Marienfeld. Nicht nur wegen seiner zehn Feldtore war er am Ende der beste Spieler. In seinen Zweikämpfen holte er viele Siebenmeter heraus und blockte in der Abwehr mehrere Bälle. So gelangen Hamelns ehemaligem Drittligaspieler Andreas Lüer in der letzten Dreiviertelstunde nur noch zwei Tore.

Trainer Hagedorn war nach der Begegnung zufrieden. In dem temporeichen Spiel habe man allerdings noch den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht. „Wir müssen unseren Gegnern etwas bieten, was andere nicht haben“, erklärte er das Tempo-Konzept, in dem seine Mannschaft phasenweise doch noch etwas „zu wild“ gespielt habe. „Wir haben viele Varianten einstudiert und noch nicht alles gezeigt“, fügte er hinzu. Damit dürfte auch an den kommenden Spieltagen die ein oder andere Überraschung gelingen.

Mit 4:0 Punkten steht Horneburg auf dem vierten Tabellenplatz der Regionalliga.

VfL-Tore: Bode 7, Schleßelmann 7/2, Mauel 3, Marienfeld 10, Schmidt 2, Peyke 1/1, Klingebiel 1, Coordes 4, Seichter 2.

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