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3. Liga Handball

TVfL-Schock: Fredenbecker Mannschaftskapitän Pelle Fick fällt aus

Pelle Fick wünscht sich für das Spiel gegen Varel Euphorie von den Rängen in der Geestlandhalle. Selbst kann er nicht spielen.

Pelle Fick wünscht sich für das Spiel gegen Varel Euphorie von den Rängen in der Geestlandhalle. Selbst kann er nicht spielen. Foto: Struwe (Archiv)

Riesenpech für Pelle Fick und den VfL Fredenbeck. Der Handballer hat sich verletzt. Bei den Verantwortlichen des Drittligisten schrillen alle Alarmglocken.

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Von Wilhelm Thiele
Freitag, 16.01.2026, 07:36 Uhr

Fredenbeck. Pelle Fick hat sich während des Auswärtsspiels beim ATSV Habenhausen einen Bänderriss am rechten Fuß zugezogen und wird für die nächsten Wochen ausfallen. Fick ist nicht irgendwer im Kader des VfL. Der Leistungsträger ist Mannschaftskapitän und zudem einziger Linkshänder im Fredenbecker Rückraum.

Über das anstehende Spiel gegen die HSG Varel, den bisherigen Saisonverlauf und seine persönliche Handballkarriere sprach der Mannschaftskapitän mit dem TAGEBLATT.

Gegen die HSG Varel (Sa., 19.30 Uhr) setzt Pelle Fick auf die eigene Heimstärke und die Unterstützung der Fans in einer vollen Geestlandhalle. „Das wird ein umkämpftes, enges Spiel“, sagt Fick. Er wünscht sich, dass die Fans mit „Kind und Kegel“ die Halle noch voller machen als sonst und eine Euphorie entfachen, die auf die Mannschaft überspringt.

Viel Energie und Härte im VfL-Training

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der Mannschaftskapitän zufrieden. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht da, wo wir sein wollen.“ Die Grundstimmung in der Mannschaft sei super. Jeder wisse, dass man „nicht überdrehen dürfe“. Im Kader des VfL gebe es natürlich auch Konkurrenz. Aber die sorge dafür, dass das Training mit der nötigen Energie und Härte absolviert werde. „Aber keiner stellt sich über den anderen.“

Fick selbst ist in der Regel die vollen 60 Minuten im Einsatz, erhält nur in der Abwehr zeitweise kurze Pausen. Deshalb gilt sein Ausfall auch als besonders schmerzhaft für den Verein, der sich als Aufsteiger gut in der 3. Liga behauptet und im gesicherten Mittelfeld der Tabelle unterwegs ist.

„Solange ich alleine auf der rechten Seite bin, gebe ich alles“, sagt Fick. Er weiß natürlich um die Suche des Vereins nach einem Backup auf seiner Position und zeigt dafür Verständnis. Ein Ausfall von ihm, wie jetzt eingetreten, ist für den VfL nur schwer zu kompensieren.

Lars Müller: „Sein Wort hat Gewicht“

Die VfL-Verantwortlichen schätzen Pelle Fick. Handball-Chef Lars Müller sagt: Er habe sich sehr gut entwickelt und sei seit längerer Zeit bereit, Verantwortung zu übernehmen. „Sein Wort hat in jeder Hinsicht Gewicht. Sowohl bei den Spielern als auch beim Team drumherum.“ Trainer Matthias Steinkamp bezeichnet seinen Kapitän als harten Arbeiter, der dem Mannschaftsziel alles unterordne. Fick sei geradeheraus und ehrlich, „motiviere das ganze Team“. Fick gibt das Lob gern zurück.

Trainer Steinkamp zeichne sich durch seine herausragende Kommunikationsfähigkeit aus. Im letzten Spiel gegen Habenhausen sah sich Steinkamp die schwache Startphase nicht lange an, zog die grüne Karte und nordete seine Mannschaft neu ein. Der Lohn: Am Ende gewann der VfL gegen den Tabellenletzten souverän mit 38:29.

Überhaupt stellt Fick den Einsatz der Verantwortlichen für die Spieler heraus. Der Verein kümmere sich um seine Aktiven. Aus seiner Erfahrung heraus könne er sagen, dass es sich „für junge Talente bisher immer gelohnt hat, den Schritt zum VfL Fredenbeck zu wagen.“

Erst Sportwissenschaft dann Tischlerlehre

Der 25-Jährige gehört in der jungen Mannschaft des VfL bereits zu den erfahrenen Spielern. Begonnen hat alles im zarten Alter von fünf Jahren beim Buxtehuder SV, wo sein Vater, schon 2012 verstorben, der Oberliga-Mannschaft angehörte. In der A-Jugend wechselte Fick zum Hamburger Handballverein (HHSV). Unter Trainer Toto Jansen gehörte er zwei Jahre zum Profi-Kader in der 2. Bundesliga. Mit Beginn der Saison 2021/22 verstärkte Fick den VfL Fredenbeck.

„Hier bekam ich eine Top-Gelegenheit, mehr Spielpraxis in der 3. Liga zu sammeln und mein Studium zu beginnen“, sagt Fick. Das Studium an der Medical School Hamburg hat er als Bachelor der Sportwissenschaft erfolgreich abgeschlossen. Fick lebt mit seiner Freundin weiter in Buxtehude. Er muss seit August letzten Jahres eine Tischlerlehre mit dem Leistungshandball in Einklang bringen. „Das klappt ohne Probleme, weil es mir viel Spaß macht.“

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