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TWarum der Bürgerverein Altkloster wieder einen Baum der Herzen kürt

Gewinner-Wahl: Dietmar Thoden, Jochen Lindemann und Frank Jäschke von der Jury mit der Organisatorin des Schmück-Teams, Christiane Jäschke, am Gewinner-Baum der Erwachsenen.

Gewinner-Wahl: Dietmar Thoden, Jochen Lindemann und Frank Jäschke von der Jury mit der Organisatorin des Schmück-Teams, Christiane Jäschke, am Gewinner-Baum der Erwachsenen. Foto: Weselmann

Die Aktionen vom Bürgerverein stärken das Gemeinschaftsgefühl in Altkloster. Was Frank Jäschke als neuem Vorsitzenden dabei für die Zukunft besonders am Herzen liegt.

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Von Fenna Weselmann
Donnerstag, 15.01.2026, 05:50 Uhr

Buxtehude. Altkloster lebendig halten - mit seinen Aktionen leistet der Bürgerverein hier einen wichtigen Beitrag im Buxtehuder Süden. Frank Jäschke, der 2025 den Vereinsvorsitz übernommen hat, möchte am liebsten noch mehr bewegen. Doch neue Ideen umzusetzen, ist nicht so einfach.

Bürgerverein belebt den Buxtehuder Süden

„Das erste Jahr als Vereinsvorsitzender ist wie im Fluge vergangen“, sagt Frank Jäschke. Der vielen als früherer Vorstand der Sparkasse Harburg-Buxtehude bekannte Unternehmensberater ist vis-à-vis vom Jahnstadion aufgewachsen. Obwohl er mittlerweile in der Gemeinde Beckdorf beheimatet ist, engagieren er und seine Frau Christiane sich gerne für Altkloster.

Zunächst ging es darum, die bekannten Veranstaltungsformate am Laufen zu halten. So sorgt der Bürgerverein Altkloster mit 22 aufgestellten Weihnachtsbäumen immer zum Jahresende für adventliches Flair im Buxtehuder Süden. Geschmückt werden die von verschiedener Seite gestifteten Tannen traditionell durch örtliche Institutionen, Vereine und Nachbarschaftsgruppen. Dass die Beteiligung bei Erwachsenen wie Kindern nicht abreißt, hat gute Gründe.

Wer hat den schönsten Baum in Altkloster geschmückt?

Die Kreativität wird vom Bürgerverein belohnt. Jahr für Jahr kürt eine Jury die schönsten Bäume. Die Gewinner dürfen sich über ein Preisgeld von jeweils 150 Euro freuen, das von der Sparkasse-Buxtehude und dem Bürgerverein getragen wird.

Der Preis für die erwachsenen Schmücker geht dieses Mal an die Altklosteraner Deerns. Deren Baum war - passend zu Buxtehudes berühmter Geschichte und dem Jubiläumsjahr der Märchenstraße - mit lauter Has‘- und Igel-Figuren dekoriert. Bei den jungen Dekorateuren hatte derweil die Grundschule Altkloster die Nase vorn.

Bürgerverein vergibt einen Sonderpreis der Herzen

Viele Gruppen sind seit Jahren dabei. Einige machen das Basteln und Schmücken zu einem richtigen Event. So bringt die Weihnachtsbaumaktion auf ganz einfache Weise Menschen zusammen. Beispiel dafür ist die an der Lebenshilfe plazierte Tanne.

Sonderpreis für die Kinder der Kalle-Gerloff-Schule: Bei der Lebenshilfe ist das Schmücken des vom Bürgerverein aufgestellten Weihnachtsbaum ein liebgewonnenes Gemeinschaftsevent.

Sonderpreis für die Kinder der Kalle-Gerloff-Schule: Bei der Lebenshilfe ist das Schmücken des vom Bürgerverein aufgestellten Weihnachtsbaum ein liebgewonnenes Gemeinschaftsevent. Foto: Lebenshilfe Buxtehude

Diese wird immer von der Kalle-Gerloff-Schule geschmückt. Zusammen mit Familie Schacht als Baumpaten und dem von Christiane Jäschke organisierten Schmück-Team des Bürgervereins helfen die beteiligten Kinder jedes Mal begeistert beim Anbringen. Sie bekommen deshalb den Sonderpreis Baum der Herzen.

„Die Aktion vom Bürgerverein gehört bei uns fest zur Vorweihnachtszeit und ist zu einer schönen Tradition geworden. Wochen vorher bereitet die Mittelstufe die Schmuckkette vor und unsere Schülerinnen und Schüler freuen sich immer auf die feierliche Einweihung“, erzählt Nils Klensang von der Lebenshilfe.

Frank Jäschke will ein Format für Jüngere schaffen

Zu den Aktionen gehörte auch der Flohmarkt rund um den Schafmarkt. Nach dem Ausfall 2024 war dieser wieder ein voller Erfolg. Überhaupt freut Jäschke die positive Resonanz auf das Engagement. „Der adventliche Nachmittag war so gut besucht wie noch nie“, sagt er.

Schon die bestehenden Formate zu stemmen, sei eine Monsteraufgabe. Bei jeder Veranstaltung müsse der Verein Grundkosten von 6000 bis 7000 Euro wuppen. Bei der Entwicklung neuer Angebote kommt aber nicht nur die fianzielle Seite zum Tragen, sondern genauso der zeitliche Aufwand.

„Das muss alles zu schaffen sein“, betont Jäschke. Dennoch will er an seinem Vorhaben festhalten, etwas für Jüngere anzubieten. Das soll bedarfsorientiert sein. Darum will Jäschke junge Leute ins Boot holen - mit dem Ziel, Gemeinschaft zu stiften und das Miteinander in Altkloster zu fördern.

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