TWarum so ängstlich? VfL Fredenbeck verliert erstes Heimspiel
VfL-Trainer Matthias Steinkamp: „Ich kann mir nicht erklären, warum meine Mannschaft so ängstlich gespielt hat.“ Foto: Jörg Struwe
Die Fredenbecker erspielten sich gegen Wilhelmshaven zahlreiche Chancen und leisteten Schwerstarbeit in der Abwehr. Doch für einen Heimsieg reichte es nicht.
Fredenbeck. Abwehr hui, Angriff pfui - so ließe sich das erste Heimspiel der Fredenbecker zusammenfassen. In einer von beiden Seiten als Abwehrschlacht geführten Partie setzte sich der Wilhelmshavener HV am Ende dank seiner Routine und Nervenstärke mit 26:20 (11:12) durch.
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Schon nach 39 Sekunden traf Marten Franke den gegnerischen Torwart im Gesicht und bekam eine Zeitstrafe. Die Fredenbecker Angreifer verstolperten vor mehr als 1000 Zuschauern die folgenden Angriffe, und zeigten sich von der robusten und schnellen Abwehr der Gäste überrascht und beeindruckt. „Ich kann mir nicht erklären, warum meine Mannschaft so ängstlich gespielt hat“, sagte Trainer Matthias Steinkamp.
Starker VfL-Keeper humpelt vom Feld
Die Gäste führten mit 3:0 (7.) und 5:2 (12.). Vor allem Torwart Justin Rundt hielt die Fredenbecker mit einer Reihe von Paraden im Spiel. Über eine gute Abwehr fanden die Fredenbecker ins Spiel. Doch in der 13. Minute verletzte sich Rundt, bis dahin herausragende Stütze seiner Abwehr, und humpelte vom Feld. Teo Mestrovic übernahm.
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Zwei Siebenmeter in Folge, die Daniel Poplak sicher verwandelte, brachten für den VfL den Anschluss (4:5, 16.). In den Folgeminuten entwickelte sich das Spiel auf beiden Seiten zu einer Abwehrschlacht. Der VfL Fredenbeck kam besser ins Spiel. Die Wilhelmshavener zeigten Nerven. Beim 8:7 (22.) durch Laurenz Reiners gelang den Fredenbeckern erstmals die Führung.
Fredenbeck vergibt dicke Chancen
Spätestens jetzt wurde aber das entscheidende Defizit der Fredenbecker deutlich. Trotz guter Chancen ließen sie sich vom routinierten Wilhelmshavener Keeper ein ums andere Mal düpieren und „verballerten“ eine Reihe „Hundertprozentiger“, sei es vom Kreis oder von Außen.
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Dabei seien die Fredenbecker Spieler wiederholt auf dessen Stärke bei hohen Bällen hingewiesen worden, erläuterte Torwarttrainer Jens Kanzog. Es fruchtete nicht. Einzig Jakob Ritscher, Nick Heinsohn und Tarek Wafdi waren in den Schlussminuten mit flachen Würfen erfolgreich.
Positiv: Die Abwehr leistet Schwerstarbeit
Matthias Steinkamp verzweifelte. „Wenn wir so viele Großchancen erspielen, haben wir viel richtig gemacht. Aber bei der Qualität der Würfe nutzt das alles nichts.“
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Durchweg positiv dagegen war die Abwehrarbeit. Der Mittelblock und die Halbverteidiger leisteten Schwerstarbeit, und Torhüter Mestrovic vertrat Rundt souverän. Es reichte für eine 11:10-Führung zur Halbzeitpause.

Starker Rückhalt: Teo Mestrovic übernahm für den verletzten Justin Rundt. Foto: Jörg Struwe
Wieder Chancenwucher nach der Pause
Als Danny Müller in der 33. Minute mit dem 14:11 erstmals eine Drei-Tore-Führung für die Fredenbecker vorlegte, schien die Wende zugunsten des VfL Fredenbeck eingeläutet. Doch das Elend der ersten Halbzeit setzte sich fort. Anstatt die Führung auszubauen, wurden glasklare, freie Würfe in Serie vergeben - über die gesamte Spielzeit mehr als 20 Stück.
Wilhelmshaven kam zurück, ging wieder in Führung (15:17, 46.). Die giftige Abwehr der Gäste ließ die Fredenbecker nicht mehr ins Spiel kommen. Einzig Mestrovic hielt die Mannschaft mit einer Reihe von Paraden im Spiel.
Wilhelmshaven zieht davon
Trainer Steinkamp griff zum letzten Mittel, brachte den siebten Feldspieler. Der VfL kam auf 16:17 (47.) heran. Das Spiel wurde hektischer. Steinkamp nahm eine Auszeit (51.). Es nützte nichts. Die Wilhelmshavener spielten ihre ganze Routine aus, hielten ihre Abwehr dicht und zogen von 16:17 auf 16:22 (54.) davon. Das Spiel hatte einen Sieger.
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Der Sieg der Wilhelmshavener geht, wenngleich zwei bis drei Tore zu hoch, in Ordnung. Bereits am kommenden Sonnabend erwartet der VfL Fredenbeck den MT Melsungen II.
Die Statistik
VfL Fredenbeck: Rundt, Mestrovic; Gerkens 2, Brassait, Schwenke, Backofen, Fick 3, Wafdi 1, D. Müller 2, Ritscher 2, Möller 1, Franke 1, Polak 3/3, Reiners 3, Heinsohn 2
Siebenmeter: VfL 3/2 – WHV 7/4
Zeitstrafen: VfL 4 – WHV 4
Zuschauer: 1150
Nächstes Spiel: VfL Fredenbeck – MT Melsungen II (Sa., 12. September, 19.30 Uhr)
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