TWasser marsch: Fontäne im Harsefelder Klosterteich jetzt in Betrieb
Bauamtsleiter Peter Walthart hat die neue Fontäne offiziell in Betrieb genommen. Foto: P. Meyer
Nach einer Algenplage wurden die Harsefelder Klosterteiche ausgebaggert. Eine Fontäne soll für bessere Wasserqualität sorgen. Warum das Gewässer aktuell trotzdem grün ist.
Harsefeld. Kaum ist der Schalter umgelegt, plätschert der meterhohe Wasserstrahl munter drauf los: Seit vergangenem Dienstag ist die neu installierte Fontäne mittig der Klosterteiche offiziell in Betrieb. Sie ist eine der Bausteine, die zur Aufwertung der Teichanlage Rosenborn beitragen soll.
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Was noch ansteht und wieso sich Spaziergänger nicht um den grünen Teppich auf der Wasseroberfläche sorgen müssen, erklärt Harsefelds Bauamtsleiter Peter Walthart dem TAGEBLATT.
Algen und Fäulnis: So hat die Wasserqualität gelitten
Los ging es bereits im März mit dem Ausbaggern der Teiche, die extra dafür trockengelegt wurden. Wichtig war das, weil sich im Laufe der Jahre eine meterdicke Schicht aus Sand und Laub am Grund des Gewässers angesammelt hatte.

Im März: Ein Bagger entsandet die Klosterteiche. Foto: P. Meyer
Das führte dazu, dass die Teiche zu wenig Sauerstoff erhielten, Fäulnis entstand und der Wasserstand sank. Die Folge war ein starker Grünalgenbefall im vorigen Jahr, der die Wassergüte beeinträchtigte.

Naherholung mitten in Harsefeld. Foto: P. Meyer
Die Entsandung, bei der ein Bagger sowie ein Amphibienfahrzeug zum Einsatz kamen, sollte die Qualität des Gewässers verbessern. Um diese auch beizubehalten und um einem erneuten Algenbefall vorzubeugen, wurde die Fontäne installiert. Sie soll dafür sorgen, dass ausreichend Sauerstoff in das Gewässer eingebracht wird.
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Bei genauem Hinsehen können Spaziergänger beobachten, dass die Fontäne rotiert. „Das ist genau so gewollt“, weiß Peter Walthart. So wird noch mehr Bewegung erzeugt und somit noch mehr Sauerstoff in den Teich gemischt.

Premiere: Peter Walthart legt den Schalter für die Wasserfontäne auf dem Klosterteich um. Foto: P. Meyer
Die Fontäne soll ab sofort zwischen 8 Uhr morgens und 22 Uhr abends eingeschaltet sein. „Damit starten wir testweise“, so Peter Walthart. Zunächst will die Verwaltung auf Resonanz aus der Bevölkerung warten und die Zeiten gegebenenfalls dann noch einmal anpassen.
Entengrütze gegen Algen: Schwimmpflanze hilft im Kampf gegen Plage
Etwas, das beim Blick auf das Gewässer sofort ins Auge sticht, ist der grüne Teppich, der sich über die Teichanlage erstreckt. Anders, als der Laie vielleicht vermutet, handelt es sich hierbei aber nicht um Algen. „Das ist die Kleine Wasserlinse oder im Volksmund auch Entengrütze genannt“, erklärt Peter Walthart. Sie schwimmt auf der Wasseroberfläche, bietet Schutz für kleinere Fische und dient auch als Nahrungsmittel.

Die Kleine Wasserlinse - umgangssprachlich auch als Entengrütze bezeichnet. Foto: P. Meyer
Der positive Nebeneffekt: Über die kleinen Wurzeln unterhalb ihrer Blätter nimmt die Wasserlinse Nährstoffe aus dem Teichwasser auf. Dadurch verhindert sie aktiv die Ausbreitung von Algen und beugt einer erneuten Algenplage vor. Trotz ihrer Vorzüge sollen die Wasserlinsen bei Zeiten zu Teilen abgeschöpft werden, so der Bauamtschef.
Maßnahme noch nicht abgeschlossen: Holzanleger folgt bald
Die Maßnahmen an den Teichanlagen Rosenborn werden im Rahmen der Städtebauförderung „Steinfeldsiedlung mit Klosterteichen“ durchgeführt und kosten insgesamt etwa 200.000 Euro. Knapp 90.000 Euro davon entfallen auf die gestalterische Aufwertung der Anlagen.
Neben Fontäne und geplanter Ausbesserung der Wege soll auch ein offenes Uferpodest aus rutschsicherem Holz errichtet werden, damit Spaziergänger nah ans Gewässer herantreten können. „Auch der Anleger wird in Kürze errichtet“, versichert Peter Walthart.

Naherholung mitten in Harsefeld - jetzt auch mit Fontäne. Foto: P. Meyer
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