TWeltrekordversuch in Hamburg: 72 Stunden Handball nonstop
Mitspielen können alle, egal, welches Alter, so wie Anna, Elias und Phil (v.l.). Foto: T.H. Eilbeck e.V.
72 Stunden Handball am Stück: Beim T.H. Eilbeck soll über Pfingsten der Ball nonstop fliegen. Zwei Teams mit je 200 Spielern wechseln durch, von fünf bis 60 Jahre.
Hamburg. Hamburg ist für beeindruckende und skurrile Weltrekorde bekannt: Mit seinem „Miniatur Wunderland“ beherbergt die Stadt bereits die größte Modelleisenbahnanlage der Welt und steht damit im Guinness-Buch der Rekorde. Es ist aber nur einer von vielen Einträgen der Stadt und ein weiterer soll am Wochenende folgen: Die Handball-Abteilung des „T.H. Eilbeck“ will einen Rekord für das längste Handballspiel der Welt aufstellen.
Der Vereinsrekord soll zum Weltrekord erweitert werden
Unter dem Motto „Weil wir es können“ haben die Handballmannschaften des „T.H. Eilbeck“ im vergangenen Frühjahr einen vereinsinternen Rekord von 24-Stunden-Dauerspielen aufgestellt. Dabei haben sie Geld gesammelt, denn für jedes Tor haben Eltern und Familienmitglieder einen festen Betrag gespendet. Es fielen insgesamt rund 2.000 Tore und es kam ein Betrag von 2.710 Euro zusammen. Diese Summe floss in die Jugendabteilung des Vereins und als Spende an den Verein „Dunkelziffer e.V.“ Hamburg.
Da das 24-Stunden-Spiel sehr erfolgreich lief, haben sich alle Beteiligten entschieden, es um weitere 48 Stunden zu erweitern. „Die Resonanz bei den Mannschaften war super“, erzählt die Jugendwartin des Vereins, Julia Nikoleit.
Wochen der Planung und Crowdfunding
Nachdem also die Mannschaften des Erwachsenen- und Jugendbereichs Anfang September letzten Jahres über diese Entscheidung informiert wurden, ging es an die Detailplanung: Es wurden verschiedene Altersgruppen mit freiwilligen Helferinnen und Helfern gebildet und ein Crowdfunding ins Leben gerufen, denn es entstehen dem Verein Kosten - zum Beispiel für die offizielle Beantragung und den Besuch des Guinnes-Buch-Rekordrichters. Der bisher aufgestellte Rekord der Niederlande aus dem Jahr 2001 von 70 Stunden soll jetzt überboten werden.
Ganz im Zeichen der Olympia-Bewerbung
Der Weltrekordversuch steht unter dem Motto „72 Stunden für Olympia und Paralympics.“ Der Traditionsverein aus dem Hamburger Osten unterstützt - ebenso wie der Hamburger Sportbund (HSB) und andere Top-Sport-Vereine, die Bewerbung der Sportstadt Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele.
Vom 22. bis 25. Mai treten zwei Mannschaften mit je 200 Spielerinnen und Spielern gegeneinander an – einmal das „Team Weiß“ und einmal das „Team Blau.“ „Wer in welcher Mannschaft ist, haben nicht wir entschieden, sondern ein Algorithmus“, erklärt Julia Nikoleit.
Teilnehmer aller Altersgruppen am Start
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen allerdings nicht alle aus dem Hamburger Traditionsverein, sondern aus ganz Deutschland. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass alle mitmachen können, die Lust haben“, betont Nikoleit. Der weiteste Spieler reise rund 770 Kilometer an. Die jüngsten Teilnehmer seien die Minis mit fünf Jahren, die ältesten liegen bei 60 Jahren. Bei dem Rekordversucht würde es um ein möglichst langes, den Regeln des Sports entsprechendes Spiel gehen, bei dem neben den regulären Schiedsrichtern, eben auch ein Rekordrichter des „Rekordinstituts für Deutschland (RID)“ dabei ist und das 72-Stunden-Spiel begleitet.
„Der Rekord wird anhand der Zeit in Stunden und Minuten bewertet, die das Handball-Spiel zwischen zwei Mannschaften mit wechselnden Personen ohne Unterbrechung dauert“, erklärt Julia Nikoleit. Im Wechsel spielen Minis, Männer, Frauen, Hobbygruppen, aber auch Handballer in Rollstühlen. Der Anpfiff ist am Freitag, den 25. Mai um 16 Uhr und der Abpfiff am 25. Mai um 16 Uhr. Sollte der Weltrekord klappen, würden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Urkunde erhalten.
Buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt
Die Sporthalle Wandsbek in der Rüterstraße 75, ist während der gesamten Dauer des Anpfiffs bis Abpfiffs geöffnet und verfügt über 2.400 Sitzplätze. Neben den Handballspielen, die das Herzstück des Festes bilden, wird es ein buntes Programm, unter anderem aus einer großen Tombola, einem XL-Tischkicker, einer Hüpfburg, Getränkeständen und einem gastronomischen Angebot geben. Darüber hinaus, ist ein Livestream des Handballspiels geplant. Der Eintritt ist an alle Spieltagen frei.
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