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Wie verhalten?

TWenn der Wolf kommt: Hände hoch und groß machen

Praktische Tipps haben Bernard und Diana Wegner für die Grundschüler dabei und gehen auch auf die von den Kindern erarbeiteten Fragen ein.

Praktische Tipps haben Bernard und Diana Wegner für die Grundschüler dabei und gehen auch auf die von den Kindern erarbeiteten Fragen ein. Foto: Kramp

Panikmache oder nützliches Training? Im Kreis Cuxhaven sorgen sich Eltern um die Sicherheit ihrer Kinder. Da kommt das Wolfs-Info-Mobil wie gerufen.

Von Wiebke Kramp Sonntag, 19.04.2026, 08:15 Uhr

Ihlienworth. Spätestens nach den Nutzierrissen in Nachbarschaft des Kindergartens Steinau war der Wolf Thema bei besorgten Eltern, und weil seine beiden Grundschulen Ihlienworth und Neuenkirchen mitten im Wolfsgebiet liegen, war es dem Schulleiter Torsten Ayecke wichtig, für Informationen zu sorgen und dafür Mittel aus der Bingo-Stiftung zu erhalten.

Bernard und Diana Wegner aus Buchholz machten sich mit dem Wolfs-Info-Mobil der Jägerschaft Landkreis Harburg auf, um Grundschülerinnen und -schüler über das wilde Raubtier aufzuklären und Verhaltenstipps bei Begegnungen zu geben.

Verunsicherung bei Eltern

Besonders der jüngste Vorfall einer Wolfsattacke mitten in Hamburg hinterließ Schulleiter Ayecke nachdenklich: „Wir sind in Ihlienworth regional die älteste Umweltschule und widmen uns den Themen Klimaschutz und nachhaltige Mobilität.“ Dazu zähle auch der Versuch, den Verkehr rund um die Schule zu entzerren, damit es nicht so viele Elterntaxis gebe.

Aber weil es in dieser Region eine hohe Wolfsdichte gebe, mögen beunruhigte Eltern gerade in der dunklen Jahreszeit die Kinder nicht mit dem Rad losschicken oder an der Bushaltestelle warten lassen. Es gehe darum, Ängste zu nehmen, aber auch zu vermitteln, dass der Wolf kein Kuscheltier sei, erläuterte der Schulleiter.

Kindgerecht: Auch Spiele sind dabei

Bernard und Diana Wegner kamen mit jeder Menge Material und Informationen zu dem Thema. Sie hatten unter anderem ein lebensgroßes Pappmodell eines ausgewachsenen Wolfs dabei, ebenso wie den Kunststoffabdruck des Schädels mit dem beeindruckenden Gebiss mit den 42 Zähnen. Mit seinen Fang- und Reißzähnen fängt und beißt er die Nahrung, bevor er sie verschlingt. Rund vier Kilo Fleisch benötige er am Tag, aber er könne auch eine Mahlzeit von bis zu elf Kilogramm am Stück verdrücken.

Dass das Rudel ein Familienverband ist, der keine fremden Wölfe duldet und aus dem älter werdende Jungtiere weggejagt werden, sowie die große Mobilität der Tiere, die mit einer Laufgeschwindigkeit von 70 Kilometern pro Stunde unterwegs sind, vermittelten die Wegners auf kindgerechte Weise und hatten auch einige Spiele im Gepäck. Sie gingen auf die Fragen ein, die die Kinder im Unterricht im Vorwege mit ihren Lehrkräften erarbeitet hatten.

Und wie sollen sich Kinder bei einer Begegnung mit dem Wolf verhalten? „Auf keinen Fall weglaufen“, machten Wegners deutlich, „sondern stehen bleiben, sich breitbeinig sowie mit den Händen über dem Kopf so groß wie möglich machen und ihn mit möglichst dunkler Stimme anschreien.“

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