TWer zieht ins Stader Rathaus ein? Überraschungen schon vor der Wahl
Der Eingang ins Neue Rathaus Stade - wer zieht hier als Bürgermeister ein? Foto: Sina Schuldt/dpa
Die ersten Entscheidungen zur Kommunalwahl am 13. September sind in Stade gefallen. Der Wahlausschuss hat nicht alle Vorschläge zugelassen. Darunter einige Überraschungen.
Stade. Die wichtigste Nachricht aus dem offiziellen Wahlausschuss der Stadt Stade vorweg: Alle sechs Bürgermeisterkandidaten sind für die Abstimmung am 13. September zugelassen. Das sind: Arne Kramer (CDU), Kai Koeser (SPD), Enrico Bergmann (FDP), Tristan Jorde (Linke), Richard Klaus (Piraten) und Jörg Baumann. Unter ihnen dürfen die Wählerinnen und Wähler entscheiden, wer die Nachfolge von Sönke Hartlef (CDU) antritt.
Bürgermeister in Stade: Stichwahl am 27. September
Erwartet wird, dass es am 27. September zu einer Stichwahl kommt, weil im ersten Wahlgang wohl keiner die absolute Mehrheit der Stimmen von 50,1 Prozent erreicht. Bei sechs Kandidaten ist es dabei schon spannend, welches Duo in den zweiten Wahlgang gehen wird. Es sind die Kandidaten mit den beiden besten Wahlergebnissen vom 13. September.
Außer dem hauptamtlichen Bürgermeister als Chef der Stadtverwaltung werden auch die ehrenamtlichen Mitglieder des Rats der Stadt und der Ortsräte gewählt. Der Wahlausschuss hat während seiner Sitzung in der vergangenen Woche das Gros der Wahlvorschläge durchgewunken. Die meisten kamen von den Parteien. Es gibt aber auch Einzelkandidaten. Eine Partei scheiterte gänzlich.
Der BSW, das Bündnis Sahra Wagenknecht, konnte nicht genug Unterstützer-Unterschriften vorweisen und kann daher nicht zur Wahl antreten. Das teilte Stadtrat Carsten Brokelmann in seiner Funktion als Wahlleiter mit. Aber auch ein Bürgermeisterkandidat musste Federn lassen.
Baumanns „Parteilos“ ist nicht überall vertreten
Jörg Baumann, der als Einzelkandidat bei der Bürgermeisterwahl antritt, ist eingebettet in die Wählergemeinschaft Parteilos Stade, die einst als Verein „Gemeinsam etwas ändern“ angetreten war. Sie hat es im Wahlbereich 2 nicht geschafft, genug Unterschriften zu sammeln, um an der Wahl teilzunehmen. Das könnte für den Ausgang zur Wahl des Stader Rates durchaus schmerzhafte Folgen haben.
T Diskussion an der IGS: So politisch sind Stader Schüler
T Stader Erstwähler: Das wünschen sie sich von der Politik
Denn Parteilos fehlen die Stimmen aus dem Wahlbereich 2 für das Gesamtergebnis zur Wahl des Stader Rates, dazu gehört der Bereich Stade Süd mit Campe, Ottenbeck, Hagen und Wiepenkathen. Das Gleiche gilt auch für den Ortsrat Wiepenkathen. Hier wird Parteilos ebenfalls nicht antreten können. Eine gewisse Zahl an Unterschriften muss dann vorgelegt werden, wenn Vereinigungen das erste Mal an einer Wahl teilnehmen und noch nicht in Räten vertreten sind. So will es das Wahlgesetz.
Große Auswahl in der Stadt Stade am 13. September
Ansonsten ist die Auswahl groß für die Kommunalwahl. Für den Rat der Stadt Stade sind neben CDU, SPD, Grünen und FDP auch die WG Stade und die neue Wählergemeinschaft Parteilos am Start. Linke, Piraten und Volt ergänzen das Spektrum, teilweise mit einzelnen Kandidaten für die insgesamt drei Wahlbereiche. Erstmalig ist in Stade auch die AfD mit von der Partie, die für den Rat sowie für den Ortsrat Hagen Bewerberinnen und Bewerber aufgestellt hat.
Auffällig noch: Für den Haddorfer Ortsrat kandidiert Mareike Henning als Einzelwahlvorschlag, also ohne einer Partei angehörig zu sein. Das Gleiche gilt für Stefan von Bargen im Wahlbereich 3 zur Wahl des Rates der Stadt und für Jonas Dankert für den Ortsrat Hagen.
So stehen insgesamt mehr als 300 Namen auf den Listen für die Wahlbereiche, manche doppelt durch die Nominierung für Ortsrat und Stadtrat, dennoch haben die Wählerinnen und Wähler in Stade am 13. September quantitativ eine gute Auswahl. Nicht zu vergessen: Auch Landrat und Kreistag werden gewählt.
Schreiben Sie uns Ihre Fragen zur Wahl
Das TAGEBLATT sammelt zur Kommunalwahl Fragen und Anliegen der Leser. Ihre Beiträge fließen in unsere Recherche und Berichterstattung ein. Schreiben Sie uns einfach eine Mail an: kommunalwahl@tageblatt.de.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.