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Handball

T„Wir sind durch“: Klassenerhalt für Fredenbeck so gut wie sicher

Der Fredenbecker Handballer Nils Schröder glänzte gegen Ahlen in Angriff wie Abwehr.

Der Fredenbecker Handballer Nils Schröder glänzte gegen Ahlen in Angriff wie Abwehr. Foto: Jörg Struwe (Archiv)

Der VfL Fredenbeck holt in Ahlen einen wichtigen Sieg und könnte den restlichen Partien nun entspannter entgegenblicken. Doch davon möchte der Trainer nichts hören.

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Von Wilhelm Thiele
Sonntag, 08.03.2026, 17:00 Uhr

Fredenbeck. Der VfL Fredenbeck erkämpfte sich einen 36:33 (18:15)-Auswärtssieg gegen die Ahlener SG und hat als Tabellensiebter nun 22:24 Punkte. Damit dürfte der VfL auch in der kommenden Saison sehr wahrscheinlich in der Dritten Liga antreten. „Der Abstieg ist nur noch eine rechnerische Möglichkeit. Wir sind durch“, sagte Trainer Matthias Steinkamp.

Zugleich wollen die Fredenbecker nicht nachlassen. „Wir wollen jetzt nach oben gucken, die nächsten Spiele gewinnen und den einen oder anderen Platz in der Tabelle gutmachen“, sagte Steinkamp.

Nur noch rein rechnerisch ist ein Abstieg möglich. Sieben Spieltage vor Saisonende hat der VfL (22:24 Punkte) zehn Punkte Vorsprung vor Bissendorf-Holte und GWD Minden II (jeweils 12:32) auf den Abstiegsplätzen vor dem abgeschlagenen Schlusslicht Habenhausen. Zusätzlich hat der VfL die direkten Vergleiche mit allen drei Teams für sich entschieden, was bei Punktgleichheit ausschlaggebend wäre.

Fredenbeck erwischt holprigen Start

Die Partie begann für die Fredenbecker gegen die Ahlener SG, die ohne ihren verletzten Regisseur David Wiencek antreten mussten, holprig. Die sonst bewegliche und zupackende Abwehr erwischte nicht den besten Start. Besonders von Außen kamen die Ahlener immer wieder zum Zug, aber auch über das Abwehrzentrum kassierten die Fredenbecker Treffer aus der Distanz.

Ein erstes Ausrufezeichen setzten Nils Schröder und Lauro Strothmann mit einem gelungenen Kempa-Tor zum ersten Ausgleich (4:4, 8.). Ab Mitte der ersten Halbzeit stand die Fredenbecker Abwehr offensiver und bekam so die Ahlener besser in den Griff. Beim 9:8 (18.) gingen die Fredenbecker erstmals in Führung.

Die Fehler auf Ahlener Seite häuften sich. Angeführt von Schröder, der in der ersten Halbzeit mit sieben Treffern und als Abwehrchef glänzte, bauten die Fredenbecker ihre Führung zum Halbzeitstand von 18:15 aus.

Bester Aufsteiger der dritten Ligen

Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit feierte Kapitän Pelle Fick im rechten Rückraum nach langer Verletzungspause sein Comeback. Die Ahlener SG spielte nun eine offensive Abwehr. Dem VfL unterliefen Fehler. In der Deckung gab es ungewohnte Abstimmungsprobleme. Trainer Steinkamp nahm seine zweite Auszeit (23:21, 42. Min.) und stellte auf den siebten Feldspieler um.

Das Fredenbecker Spiel gewann an Stabilität, die Fehlerzahl reduzierte sich und der Vorsprung konnte bis auf fünf Tore (30:25, 50.) ausgebaut werden. Die Ahlener SG konnte den VfL Fredenbeck nicht mehr in Bedrängnis bringen. Die Gäste spielten die letzten Minuten abgeklärt herunter.

„Es war nicht alles perfekt, aber wir haben uns nicht von unserem Weg abbringen lassen“, sagte Steinkamp. Der VfL sei der beste Aufsteiger der vier Drittliga-Staffeln in dieser Saison. „Wir wollen hungrig bleiben und gegen Wilhelmshaven am nächsten Sonnabend punkten.“

VfL-Tore: Brandt 3, Brassait 3, de Vries 1, Backofen 2, Fick 1, Müller 3, Strothmann 4, Möller 3, Franke 5/4, Polak 2, Schröder 8, Reiners 1.

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