TWolf schleicht am EVB-Bahnhof in Bremervörde umher
Ein Video wird in Whatsapp-Gruppen verbreitet: Es zeigt eine Wolfsichtung auf dem EVB-Bahnhofsgelände in Bremervörde.
Bremervörde. „Diese Sichtung gab es tatsächlich Ende April in den sehr frühen Morgenstunden“, bestätigt Andrea Stein, Sprecherin der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe Weser (EVB) am Dienstagnachmittag auf Anfrage der Bremervörder Zeitung.
„Das EVB-Betriebsgelände und damit auch der Bahnhof selbst sind bis auf sehr wenige Stellen weitestgehend eingezäunt und hell erleuchtet. Alle Zufahrtstore sind in der Regel außerhalb der normalen Betriebszeiten geschlossen“, erläutert die EVB-Sprecherin gegenüber der Redaktion.
„Wir vermuten, dass der Wolf aus Richtung Gnarrenburger Straße, wahrscheinlich sogar aus dem Vorwerk, kam und den Weg erst einmal Richtung Stellwerk/Werkstatt eingeschlagen hat. Er wird auf jeden Fall die Gnarrenburger Straße überquert haben müssen“, betont Stein.
Lenkte ein Geräusch am Bahnhof den Wolf ab?
Offensichtlich sei das Tier dann durch ein Geräusch auf dem Bahnhofsgelände irritiert gewesen und habe den „Rückweg“ in Richtung Gnarrenburger Straße angetreten.
Auf jeden Fall ist laut EVB-Sprecherin Stein deutlich zu erkennen, dass der Wolf nicht aus Richtung „Bahnhof Süd“ kam. „Vermutlich ist dort die Zuwegung zum Bahnhof durch den Zaun und das Gebäude (Haus 3) einfach auch zu eng.
„Sind nervös“
T Hat der Wolf das gerissene Reh ins Neubaugebiet gejagt?
Da würde sich wahrscheinlich kein größeres Wildtier durchtrauen. Ebenso verhält es sich mit der Zuwegung zum Bahnhof aus Richtung Stadt“, vermutet die EVB-Sprecherin. Auch dort sei das Bahnhofsgebäude viel zu dicht am Weg, als dass sich dort ein Wildtier wie der Wolf langtrauen würde.
Bislang ist es nach Erkenntnissen der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser die erste Wolfssichtung auf dem Betriebsgelände.
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.