TZwei Autos für die Bildung: Schule am Auetal hat ein neues MINT-Mobil
Birte Behr vom Bildungsbüro des Landkreises Stade vor dem neuen MINT-Mobil. Es ermöglicht ihr, Schulen im ganzen Landkreis zu besuchen. Foto: P. Meyer
Um Schülern mehr Spaß an Naturwissenschaften zu bereiten, fährt das MINT-Mobil durch den Landkreis Stade. Für dieses Projekt und die Schule gab es jetzt ein neues Auto.
Ahlerstedt. Auf vier Rädern kommt das Wissen direkt zu Schülern im ganzen Landkreis - und das von Ahlerstedt aus. Das MINT-Mobil der Schule am Auetal sorgt dafür, dass Viertklässler in Apensen, Jork, Himmelpforten oder Balje Lust auf Naturwissenschaften bekommen.
Dank lokaler Sponsoren kann das Projekt weiterhin angeboten werden. Doch die Anschaffung eines neues MINT-Mobils ist nicht das Einzige, was Bildung mobil macht: Ein Schulauto eröffnet nun neue Möglichkeiten für die Schule am Auetal.
MINT-Mobil für die Wissenschaftler von morgen
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik: Dafür steht die Abkürzung MINT. Für diese Fächer macht das Projekt der Schule am Auetal seit 2016 aktiv Werbung. Im vergangenen Jahr wurde das MINT-Mobil nach einer Corona-Pause reaktiviert. In Kooperation mit dem Bildungsbüro des Landkreises Stade soll den Grundschülern vor allem der Spaß an den MINT-Fächern vermittelt werden.

Solch einen Lego-Roboter bauen die Schüler unter Anleitung von Birte Behr, wenn sie mit dem MINT-Mobil an ihre Schule kommt. Foto: P. Meyer
Dafür besuchen Birte Behr vom Bildungsbüro und Helena zum Felde als abgeordnete Lehrerin der Realschule Camper Höhe jeweils einmal wöchentlich eine vierte Klasse im Landkreis. Knapp 70 Klassen können so im Schuljahr betreut werden. Das MINT-Mobil ist dafür voll beladen mit spielerischen Unterrichtsmaterialien - wie den speziellen Lego-WeDo-Kästen. In denen sind neben Bauteilen Bewegungssensoren und kleine Motoren enthalten.
Meisterschaft
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Die Kinder werden so spielerisch an das Programmieren oder Experimentieren herangeführt und müssen selbst kreativ werden. „Es ist schön, wenn auch leistungsschwächere oder schüchterne Kinder dabei aufblühen“, sagt Birte Behr.

Lehrer Gerd Iffland (links) erklärt Michael Detlefsen, welche Projekte in der MINT-Werkstatt der Schule am Auetal umgesetzt werden. Foto: P. Meyer
Schulleiterin Josephine Friede lobt das Engagement der beiden MINT-Mobil-Beauftragten: „Sie bringen Neugier, Staunen und Entdeckerfreude direkt in die Klassenzimmer, und das ist ein unschätzbarer Beitrag für die Zukunft dieser Kinder und unserer Region.“
Unternehmen wollen junge Talente fördern
Dem Bildungsbüro sei es ein Anliegen, die Zukunft kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region im Bereich MINT zu stärken, erklärt Behr. Kinder so früh wie möglich dahingehend zu fördern, sei ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. Das betonte auch Stefan Roth, Pressesprecher der Dow. Das Unternehmen hat als Sponsor die Anschaffung des neuen MINT-Mobils ermöglicht. „Die Talente kommen von überall“, so Roth. Seinem Unternehmen sei es daher wichtig, Schülerinnen und Schüler im Bereich MINT flächendeckend zu fördern.
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„Wenn wir im Landkreis Stade nichts tun, dann gehen die Fachkräfte irgendwann weg von hier“, stimmt Josephine Friede zu. Die Dow stellt daher weitere Mittel bereit, um die alten Lego-WeDo-Kästen gegen die neue Generation, die Lego-Spike-Kästen, einzutauschen. „Dieser Schritt ist enorm wichtig, um weiterhin zeitgemäße und zukunftsorientierte Materialien anbieten zu können“, erklärt Friede.
Ahlerstedt - ein kleines gallisches Dorf in Sachen Mobilität
Dass das neue Schulauto, ein Kleinbus mit bis zu neun Sitzen, für die Schule am Auetal ein Möglichmacher ist, betonte Schulleiterin Josephine Friede: „Für eine Schule wie unsere ist ein solches Mobilitätsangebot alles andere als selbstverständlich.“ Ahlerstedt sei ein kleines gallisches Dorf, wenn es um das Thema Mobilität und Erreichbarkeit geht. Der öffentliche Nahverkehr stoße da schnell an seine Grenzen, und Busfahrten für kleine Schülergruppen seien teuer.

Einige der Sponsoren, die die Anschaffung des Schulautos ermöglicht haben (von links): Marco Detjen sowie Bettina und Michael Detlefsen. Foto: P. Meyer
„Die Schüler verdienen diese Unterstützung. Vor allem in den kleineren Orten“, sagt Bettina Detlefsen von der Fahrschule Michael Detlefsen, die das Fahrzeug mitfinanziert hat. Die Schülerinnen und Schüler können das Schulauto für die Berufsorientierung, für Wahlpflichtkurse oder präventive Maßnahmen nutzen, die nicht vor Ort stattfinden. Auch die Schülerfirma profitiert von der neuen Mobilität.
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