Fußball-Regionalliga

TZwei Spieler mit Drittligaerfahrung: Nächster Transfer-Coup von D/A

D/A-Trainer Oliver Ioannou mit den drittligaerfahrenen Neuzugängen Sean Busch (links) und Christopher Schepp (rechts).

D/A-Trainer Oliver Ioannou mit den drittligaerfahrenen Neuzugängen Sean Busch (links) und Christopher Schepp (rechts). Foto: Bröhan

D/A legt nach: Zwei drittligaerfahrene Offensivkräfte verstärken den ambitionierten Vizemeister. Der eine ist gesprächig, der andere mag es ruhig. Das Ziel ist dasselbe.

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Von Jan Bröhan
25.06.2026, 05:40 Uhr

Drochtersen. Schon mit den bisherigen Neuzugängen untermauerte der Fußball-Regionalligist SV Drochtersen/Assel seine gestiegenen Ambitionen. Nun verpflichtete der Vizemeister noch zwei drittligaerfahrene Offensivkräfte. D/A hebt die Qualität in der gesamten Kaderbreite auf ein ganz neues Niveau.

Junger Spieler bringt schon viel Wucht mit

Vor etwa einem halben Jahr hat Sean Busch von seinem Berater erfahren, dass da ein gewisses Interesse von D/A an ihm besteht. Vor gut zwei Wochen habe sich dann Trainer Oliver Ioannou bei ihm telefonisch gemeldet, erzählt der 22-Jährige.

„Und jetzt ist alles recht schnell sehr konkret geworden“, sagt Busch, „umso glücklicher bin ich, dass es geklappt hat.“ Die Gespräche mit Ioannou und Sportdirektor Sören Behrmann hätten ihm ein „sehr gutes Gefühl gegeben“.

„Sean ist ein junger, sehr schneller, robuster Spieler mit einem guten Abschluss“, sagt Behrmann.

Bewusster Schritt in eine andere Liga

Busch kommt aus Hannover und wurde bei den 96zigern und dem VfL Wolfsburg ausgebildet. Mit Hannover 96 II stieg er auf und spielte in der Aufstiegssaison 2024/25 22 Mal in die 3. Liga. Nach dem erneuten Abstieg wechselte er während der vergangenen Saison von Hannover in die Regionalliga Südwest zum FC 08 Homburg.

„Ich wollte noch mal in eine ganz andere Liga, in eine echte Herrenmannschaft. Ich habe meine Entwicklung woanders gesehen“, sagt Busch. Er habe so neue Erfahrungen gesammelt und an Reife gewonnen, ist sein Fazit.

In einer echten Herrenmannschaft ist er bei D/A nun auch. „Das ist eine gute Truppe“, sagt Busch. Mit Hannover 96 II hätten sie bei der Niederlage (0:4) im Kehdinger Stadion in der vergangenen Saison „nicht so gute Erfahrungen gemacht“.

Offener Typ wird willkommen geheißen

Busch hatte mit D/A-Zugang Tom Sanne bei Hannover 96 II in der 3. Liga zusammengespielt. Da hatte er natürlich auch gleich einen Austauschpartner vor dem Wechsel.

„Die Mannschaft hat es mir sehr leicht gemacht“, sagt Busch über seine Ankunft. „Die Jungs haben mich sehr schön aufgenommen.“

Er sei ein sehr offener und humorvoller Typ, der auch gern sehr gesprächig ist, wie er lachend verrät. Zurück im Norden zu sein, habe auch etwas heimisches. Seine Schwiegereltern leben zudem in Bremerhaven, der Vater ist im Eishockey tätig.

Mit Christopher Schepp kommt Qualität aus 3. Liga

Der 26-Jährige spielte zuletzt für den Drittligisten TSV Havelse. Die Offensivkraft habe einen guten Abschluss und könne es mit links wie rechts, sagt Sportdirektor Sören Behrmann.

D/A und Schepp kennen sich aus der Regionalliga Nord, er spielte schon für BW Lohne und von 2023 bis 2025 für den SV Meppen.

Schepp kommt mit gutem Gefühl nach Kehdingen

„Ich war schon länger im Austausch mit Sören“, sagt Schepp. Man kenne sich von den direkten Duellen und habe Kontakt gehabt. „Sie haben mich verfolgt und haben sich um mich bemüht“, sagt Schepp.

Dies sei zuletzt dann wesentlich intensiver geworden. „Ich habe bei der Sache jetzt ein gutes Gefühl“, sagt Schepp. Und: „Wenn ich zu D/A gehe, will ich auch etwas erreichen.“ Der Vizemeister will bekanntlich angreifen.

In der vergangenen Saison spielte er in der Regionalliga West bei RW Oberhausen und wechselte in der Winterpause zum abstiegsbedrohten Drittliga-Aufsteiger TSV Havelse. Der spielte dann zwar eine ordentliche Rückserie, hielt am Ende aber nur die Klasse durch die Insolvenz von 1860 München.

Der „ruhige Typ“ mag es ländlich

Schepp kam zu 19 Einsätzen, traf vier Mal und legte zwei Tore auf. „Sportlich gesehen war es ein gutes halbes Jahr für mich“, sagt er, „ich konnte mich zeigen und habe meine Scorerpunkte gemacht.“ Havelse habe um die bestmögliche Platzierung gekämpft. Die reichte dann tatsächlich für den Klassenerhalt. „Für mich war aber klar, dass ich mich verändern will.“

Schepp bezeichnet sich als „eher ruhigen Typ“. „Ich komme aus dem Ländlichen und mag das“, sagt er. Bei Spaziergängen entspanne er. Ansonsten spielt er gern Padel oder auch mal Darts.

Sein erster Eindruck von D/A? „Super.“ Er sei super aufgenommen worden, alle seien sehr freundlich.

Der Konkurrenzkampf wird bei D/A derweil ganz bewusst zugespitzt. Mit dem Kern der bisherigen Erfolgsmannschaft wurden die Verträge verlängert, die bisherigen acht Zugänge bringen neue Qualität und haben Stammplatzansprüche.

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