TAusgebüxt: Und plötzlich stehen acht Pferde auf der K26 in Grundoldendorf
Durch das beherzte Eingreifen einiger Autofahrer konnten die Pferde von der Fahrbahn auf den Gehweg geführt werden. Foto: Hellwig
Das hätte schlimm ausgehen können: Acht Pferde machen einen Ausflug auf die Kreisstraße 26. Doch beherzte Autofahrer greifen ein.
Harsefeld. Da staunten einige Autofahrer nicht schlecht: Am Dienstagvormittag (31. März 2026) spazierten plötzlich acht große Pferde auf der Kreisstraße 26 von Grundoldendorf nach Harsefeld seelenruhig zwischen der Fahrbahn und dem Fußweg hin und her.
Autofahrer sichern die Pferde
Beherzte Autofahrer hielten ihre Fahrzeuge an und brachten die acht Pferde zunächst erst einmal auf dem Fußweg neben der vielbefahrenen Buxtehuder Straße in Sicherheit. Anschließend alarmierten sie die Polizei. Diese rückte umgehend mit einem Streifenwagen mit Blaulicht an, musste aber nicht mehr groß eingreifen.
Der Pferdebesitzer war bereits mit einigen Helfern eingetroffen und brachte die Tiere gesammelt wieder auf dem Fußweg zu ihrer Weide.
Schwere Unfälle mit ausgebüxten Tieren
Immer wieder entlaufen im Landkreis Stade Pferde. Nicht immer geht das so glimpflich aus wie in diesem Fall.

Ein Autofahrer und zwei Pferde sind bei einem Unglück in Stade-Riensförde gestorben. Foto: JOTO
Den Einsatzkräften in Erinnerung bleibt ein schwerer Unfall auf der B73 im Jahr 2024. Damals war bei Riensförde ein Taxi frontal mit zwei freilaufenden Pferden kollidiert. Der Hamburger Taxifahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde im Wrack eingeklemmt. Wenige Tage später erlag er seinen Verletzungen im Krankenhaus. Sein 31-jähriger Fahrgast auf der Rückbank wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Beide Pferde erlagen ihren Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Im Opel Astra der 82-Jährigen lösten die Airbags aus. Foto: Polizei
Nur wenige Tage später kam es auf der B73 erneut zu einem schweren Unfall. Eine Agathenburgerin im Opel Corsa stieß mit einem Pferd zusammen, dass auf Höhe des Agathenburger Schlosses auf der Fahrbahn frei umherlief. Die Autofahrerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Das Pferd wurde unweit des Schlosses verendet aufgefunden.
Kuh auf nächtlichem Spaziergang
Im vergangenen Jahr war in Hammah eine Kuh ausgebüxt. Der Fahrer eines Milchlasters entdeckte das Tier in der Nacht auf der Straße. Eine Polizeistreife rückte aus, entdeckte die umherstreifende Kuh und ermittelte den Tierhalter. Damit war der Ausflug beendet.

Polizisten entdeckten in Hammah eine umherstreunende Kuh. Foto: Polizei
Auch in den Nachbarkreisen gab es 2025 tierische Einsätze: Im Winsener Stadtgebiet (Landkreis Harburg) war eine Rinderherde auf Wanderschaft gegangen. Die Tiere hielten sich laut Polizeiangaben zum Teil an die Verkehrsvorschriften und nutzen neben der Fahrbahn auch den Gehweg. Nach einem Ausflug über den Aldi-Parkplatz wurde die Herde ohne Zwischenfälle wieder auf ihre Weide geführt.

Die Kuh flog über die Windschutzscheibe. Foto: Lange
In der Börde Lamstedt (Kreis Cuxhaven) kollidierte auf der L116 ein Skodafahrer mit einer entlaufenen Kuh. Der Autofahrer konnte nicht mehr ausweichen, so dass es zu einem heftigen Frontalzusammenstoß zwischen Fahrzeug und Kuh kam. Das Tier flog über die Motorhaube und über das Dach des Fahrzeugs und blieb hinter dem Auto auf der Straße liegen. (set)
Hinweis der Redaktion: Zunächst hieß es, der Vorfall habe sich Donnerstagvormittag zugetragen. Richtig ist Dienstagvormittag - wir haben den Text korrigiert.
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