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Bahnhof Harburg: Mann fällt nach Streit aufs Gleis

Mehrere Streifen der Bundespolizei mussten anrücken. (Symbolbild)

Mehrere Streifen der Bundespolizei mussten anrücken. (Symbolbild) Foto: Carsten Rehder/dpa

Am Bahnhof Harburg entbrennt ein Streit, weil ein Mann auf den Bahnsteig uriniert. Ein Mann spricht ihn an – und wird geschlagen, sodass er aufs Gleis stürzt. Zum Glück kann er sich retten.

Von Redaktion Samstag, 28.02.2026, 11:27 Uhr

Harburg. Am Freitag, 27. Februar, soll es am frühen Nachmittag am Bahnhof Harburg zu einem Streit gekommen sein, bei dem ein 31-jähriger Mann ins Gleisbett gefallen ist. Wie die Polizei mitteilt, sei der Vorfall gegen 13.22 Uhr passt. Der 31-Jährige habe beobachtet, wie ein 30-jähriger Mann auf den Bahnsteig zwischen den Gleisen 5 und 6 urinierte. Nachdem er ihn angesprochen und zurechtgewiesen habe, sei der Bahnsteig-Pinkler auf ihn losgegangen. Die beiden hätten sich gegenseitig mit Faustschlägen bedacht. Bei der Schlägerei stürzte der 31-Jährige vo Bahnsteig ins Gleis. Er sei danach selbstständig aus dem Gleisbereich zurück auf den Bahnsteig geklettert.

Gefährlich sei die Aktion trotzdem gewesen, beschreibt die Polizei: Zur Tatzeit fand im Bahnhof Harburg Regelbetrieb statt, sodass jederzeit ein Zug auf dem betroffenen Gleis 5 hätte verkehren und die ins Gleis gefallene Person hätte erfassen können.

Zeuge griff ein und rief die Polizei

Ein 23-Jähriger, der die Handlungen beobachtete, habe laut Polizeibericht zunächst versucht, die Streitenden zu trennen. Er alarmierte die Polizei, die mit mehreren Streifen der Bundespolizei anrückte. Die Einsatzkräfte hätten beide Personen festgenommen. Beide hatten blutige Kleidung. Der 30-Jährige war laut Bericht leicht alkoholisiert und blutete an einem Ohr und am Ellenbogen. Der 31-Jährige wies keine Verletzungen auf. Beide lehnten eine medizinische Behandlung vor Ort ab.

Platzverweis und Strafverfahren für beide Streitenden

Die Einsatzkräfte sichtete Videomaterial am Bahnsteig und hätten feststellen können, dass der 30-Jährige auf dem Bahnsteig uriniert hatte. Das soll der Auslöser für die zunächst verbale und dann anschließende körperliche Auseinandersetzung gewesen sein. Die zwei Personen seien nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen mit Platzverweisen vor Ort getrennt worden. Es sei gegen beide jeweils ein Strafverfahren u.a. wegen Körperverletzung eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.

Polizei warnt vor leichtsinnigem Verhalten am Gleis

Die Hamburger Bundespolizei warnt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten!“, heißt es in der Mitteilung. Triebfahrzeugführer von Zügen könnten nicht ausweichen, oftmals seien die Bremswege auch zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Nicht nur sich selbst sondern auch Reisende oder Helfer würden durch ein solches Verahlten gefährdet. (dh/pm)

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