TBlut auf der Straße: Frau in Drochtersen mit Messer attackiert
Die Polizei sperrte die Straße am Elbdeich in Dornbusch ab. Foto: Hellwig
Am Abend vor Silvester ereignete sich in Dornbusch ein brutaler Angriff auf eine Frau. Die Frau schwebte zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Der Täter ist gefasst.
Drochtersen. Am Dienstagabend gegen 21.10 Uhr kam es in Drochtersen-Dornbusch zu einem brutalen Angriff. Eine 36-jährige Frau geriet in einem Einfamilienhaus in Streit mit einem 39-jährigen Mann, wie Polizeisprecher Rainer Bohmbach berichtet. Die Ursache für den Streit sei aber noch unklar.
Polizei und Feuerwehr am Tatort in Dornbusch. Foto: Hellwig
Im weiteren Verlauf stach der Mann laut Polizeiangaben mehrfach mit einem Messer auf die Frau ein. Das Opfer konnte trotz der Verletzungen noch zu Fuß das Haus verlassen und sich zu den Nachbarn flüchten, die sofort den Notruf absetzten. Auf ihrer Flucht hinterließ die Frau eine Blutspur auf der Straße.
Hubschrauber fliegt Schwerverletzte ins Krankenhaus
Der Notarzt habe die schwer verletzte Frau über eine Stunde lang vor Ort versorgt. Ein Rettungshubschrauber aus Schleswig-Holstein flog die Frau anschließend in ein Hamburger Krankenhaus. Lebensgefahr bestand dann aber offenbar nicht mehr, so Bohmbach.
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Der Täter flüchtete mit einem Ford Focus zunächst in unbekannte Richtung. Wie die Polizei mitteilt, konnten aufmerksame Beamte den Flüchtigen auf der Anfahrt zum Tatort erkennen, stoppen und festnehmen. Der 39-jährige Mann aus Kiel hatte sich offenbar selbst auch Schnittverletzungen zugezogen. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er unter Polizeibewachung ins Krankenhaus eingeliefert, so die Polizei. Das Auto des Täters wurde sichergestellt.
Vorfall machte in Chatgruppen schnell die Runde
Die Polizeibeamten sicherten bis zum Mittwochmorgen Spuren am Fundort vor dem Deich. Einsatzkräfte der Feuerwehr Dornbusch unterstützten die Spurensuche nach Beweismitteln und leuchteten den Landeplatz des Rettungshubschraubers mit Scheinwerfern aus.

Mit einem Spezialhubschrauber brachten die Notfallsanitäter die schwer verletzte Frau in ein Krankenhaus. Foto: Hellwig
„Da sich sehr schnell über verschiedene Chatgruppen ein Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung breitgemacht hatte, haben wir noch in der gestrigen Nacht über unsere Social-Media-Kanäle bei Instagram und Whatsapp eine erste Meldung herausgegeben, in der wir die Sicherheit der Bevölkerung bestätigt haben“, sagt Bohmbach. „So hatten wir schnell die Möglichkeit, eine möglichst große Anzahl von Menschen zu erreichen und diese zu beruhigen.“ (sb/pm/hw)