Dachstuhlbrand in Rotenburg: Feuerwehr über 12 Stunden im Einsatz
Nachlöscharbeiten über die Drehleiter Foto: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
Ein brennendes Mehrparteienhaus sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr im Nachbarkreis. Warum die Löscharbeiten so lange dauerten.
Rotenburg (Wümme). Am Samstagnachmittag wurden die Feuerwehren Rotenburg und Borchel zu einem brennenden Balkon in die Wilhelm-Richard-Straße alarmiert. Da zunächst unklar war, ob sich noch Personen in den betroffenen Wohnungen befanden, war Eile geboten. Das berichtet die Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme).
Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr gab der Rettungsdienst eine erste Lagemeldung ab: Das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl übergegriffen. Entsprechend wurden weitere Feuerwehren zur Einsatzstelle nachalarmiert.
Keine Personen mehr im Gebäude
Vor Ort zeigte sich, dass es im Bereich zweier Dachgauben über den Balkonen eines Mehrparteienhauses brannte. Unmittelbar gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Personensuche und Brandbekämpfung in das Gebäude vor.
Glücklicherweise hatten sich bereits alle Personen eigenständig in Sicherheit bringen können, sodass der Fokus der Einsatzkräfte vollständig auf der Brandbekämpfung lag. Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch schon auf die gegenüberliegende Dachseite ausgebreitet.
Aufgrund der Bauweise des relativ neuen Gebäudes gestalteten sich die Nachlöscharbeiten äußerst zeitintensiv. Mühsam musste das Dach abgedeckt und die Innenhaut der Dachkonstruktion in Handarbeit geöffnet werden. Über zwei parallel eingesetzte Drehleitern wurde die gesamte Dachfläche im betroffenen Bereich Stück für Stück geöffnet, um immer wieder aufflammende Glutnester gezielt abzulöschen. Dabei kamen auch speziell geschulte Einsatzkräfte der Absturzsicherungsgruppen aus Rotenburg und der Gemeinde Zeven zum Einsatz.
144 Einsatzkräfte beteiligt
Um endgültig auszuschließen, dass sich noch unentdeckte Glutnester im Dachbereich befinden, wurde zum Abschluss der Löscharbeiten ein Bagger eingesetzt, der die beiden Giebel abtrug.
Aufgrund der langen Einsatzdauer wurde zudem frühzeitig das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen, um eine großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle sicherzustellen.
Insgesamt waren bei diesem Großeinsatz 144 Einsatzkräfte mit 32 Fahrzeugen vor Ort. Im Einsatzbefand sich auch die Drohne der Feuerwehr aus Bothel, die der Einsatzleitung dabei mit einer Lage von oben unterstützte.
Nach Abschluss der Lösch-, Kontroll- und Aufräumarbeiten, sowie einer durchgeführten Brandwache wurde die Einsatzstelle nach einer Einsatzdauer von 12 Stunden an die Polizei übergeben.Angaben zur Schadenhöhe und Schadenursache können von Seiten der Feuerwehr nicht gemacht werden.
(rop/pm)
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