TDer Mann hinter dem Butterkuchenlauf: Matthias Franke gibt alles für Jork
Für sein Engagement beim Altländer Butterkuchenlauf hat die Gemeinde Jork Matthias Franke mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Foto: Buchmann
Ob Kirche, Kultur oder Kuchenlauf: Matthias Franke will in Jork etwas bewegen. Deshalb packt der gebürtige Berliner kräftig mit an. Dafür wurde er jetzt ausgezeichnet.
Jork. Matthias Franke kam vor 22 Jahren als Fremder ins Alte Land. Inzwischen ist er mit seiner Familie fest in Jork verankert. Er arbeitet im Kirchenvorstand, verbindet mit dem Kultur-Gut-Jork e.V. Kunst und Kultur und packt seit über zehn Jahren beim Altländer Butterkuchenlauf mit an.
Das blieb nicht unbemerkt: Für sein Engagement hat die Gemeinde Jork ihn kürzlich mit der Ehrennadel ausgezeichnet.
„Der Altländer Butterkuchenlauf hat sich zu einem Mega-Event entwickelt“, sagt der stellvertretende Bürgermeister Michael Eble (CDU), der Franke die Ehrung überreicht hatte. Matthias Franke habe sich sportlich und caritativ verdient gemacht, „er ist das Gesicht des Ganzen“.
Es begann mit einem geschenkten Lauftraining
„Natürlich freut man sich, wenn das anerkannt wird, was man für die Gemeinde macht“, sagt Matthias Franke. Den Moment, als ihm Michael Eble die Ehrennadel mitsamt Urkunde übergeben hatte, beschreibt er als „schönes Gefühl“. „Aber“, relativiert Franke sofort: „Ich mache das ja nicht allein, ohne ein Team funktioniert das nicht.“
Der Startschuss für seine Mitarbeit beim Butterkuchenlauf kam durch seine Frau: „Sie hatte mir ein Lauftraining für Torsten Mohrs Laufschule geschenkt“, erinnert sich Franke. So kam eins zum anderen: Erst lief der Airbus-Ingenieur selbst als Teilnehmer beim Butterkuchenlauf mit, danach stieg er als Helfer ein.
Familie und Ehrenamt gut eintakten
Vor zehn Jahren gründete sich dann der gleichnamige Verein, Franke übernahm den Vorsitz. Seitdem wuchs das Event stetig weiter. Bei der 15. Ausgabe im Oktober 2026 kamen 1100 Läufer nach Jork, um für den guten Zweck an den Start zu gehen - und natürlich am Ende gemeinsam bei einem Stück Butterkuchen zu feiern.
Wie bringt Matthias Franke Ehrenämter, Familie und Beruf unter einen Hut? Über die Jahre habe er dafür eine Methode gefunden. „Ich muss alles zeitlich gut eintakten, um meine Familie nicht zu stören“, erklärt Franke. Denn die gemeinsame Familienzeit, etwa bei Ausflügen zum Wandern oder Kajakfahren, will er nicht missen.
Er braucht „den Kick“
Für die ehrenamtliche Organisation gehe viel Zeit drauf. „Ich brauche den Kick“, gesteht Franke und lacht. „Aber es ist gut investierte Zeit.“ Denn von Natur aus sei nichts los auf dem Dorf, „es sei denn, man macht was“. Dass er inzwischen an verschiedenen Stellen mithilft, sei nicht geplant gewesen. „Es hat sich einfach so ergeben“, sagt er und schiebt augenzwinkernd nach: „Es war aber definitiv keine Midlife-Crisis.“
Bevor Matthias Franke ins Alte Land kam, habe das Ehrenamt keine Rolle in seinem Leben gespielt. „Ich war früher stärker auf die Arbeit fokussiert“, sagt er. Nach einigen negativen Erfahrungen habe er seine Prioritäten neu gesetzt und beschlossen, seine Kraft ins Ehrenamt zu stecken.
Eine Sache will Matthias Franke noch verbessern
Aber wie konnte der gebürtige Berliner im Alten Land so schnell Fuß fassen? Die Lösung klingt so simpel wie logisch: „Unsere Kinder waren der Türöffner.“ In Jork habe er so viele Kontakte geknüpft und Menschen auf dem Spielplatz oder in der Schule kennengelernt. Elternvertreter war er zudem auch: „Da habe ich nicht schnell genug nach unten geschaut“, erklärt Franke und lacht.
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Mit 55 Jahren steckt Matthias Franke noch voller Energie und Tatendrang. „Ich sehe keine Grenze beim Ehrenamt“, sagt er. Natürlich gebe es Phasen, in denen er am liebsten im Garten sitzt und ein gutes Buch liest. Die Arbeit in den Vereinen mache ihm nach wie vor großen Spaß, auch dank der Unterstützung durch die Gemeinde.
In einem Punkt will Matthias Franke jedoch zukünftig stärker an sich arbeiten: „Ich muss lernen, auch mal Nein zu sagen.“
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