Zähl Pixel
Kommunalwahl

TFDP fordert Einheitsgemeinde im Alten Land

Björn Lühders, Silvia Hotopp-Prigge, Kersten Busch, Timo Siegmund, Angela Quast und Peter Rolker (von links) wollen für die FDP in den Rat der Gemeinde Jork einziehen.

Björn Lühders, Silvia Hotopp-Prigge, Kersten Busch, Timo Siegmund, Angela Quast und Peter Rolker (von links) wollen für die FDP in den Rat der Gemeinde Jork einziehen. Foto: FDP Jork

Die FDP Jork geht mit sechs Kandidaten bei der Kommunalwahl 2026 ins Rennen. Die Liberalen wollen Steuererhöhungen verhindern - unter anderem.

author
Von Björn Vasel
24.08.2026, 06:00 Uhr

Jork. Bei der Kommunalwahl 2011 hatte die FDP Jork ihr Ergebnis erneut steigern können - auf 14,04 Prozent. Das lag vor allem am Spitzenkandidaten Peter Rolker aus Osterladekop, der mit 863 Stimmen direkt und der höchsten persönlichen Stimmenzahl in den Rat gewählt worden war. Aktuell stellt die FDP vier Ratsmitglieder.

Auch am 13. September tritt der Öko-Obstbauer und langjährige Vizepräsident des Europäischen Bioobst-Forums, Peter Rolker, wieder an - auf Platz 1 der Liste. Der Bauingenieur Timo Siegmund aus Ladekop, ehrenamtlich aktiv als Fußball-Jugendtrainer und in der Feuerwehr, folgt ihm auf Platz 2. Auf Platz 3 folgt der Obstbauer Kersten Busch aus Borstel. Der Parteilose hat sich durch kritische Fragen in den Einwohnerfragestunden von Rat und Fachausschüssen einen Namen gemacht.

Die pensionierte Berufsschullehrerin Angela Quast aus Königreich hat sich als Bildungsexpertin der FDP den vierten Listenplatz sichern können. Ihr folgt der Wirtschaftsingenieur Björn Lühders aus Ladekop. Mit der Grafikdesignerin Silvia Hotopp-Prigge aus Estebrügge könnte auf dem sechsten Platz eine Liberale in den Rat zurückkehren, die sich über Jahre an vorderster Front für das Weltkulturerbe Altes Land stark gemacht hat.

Liberale legen Wahlprogramm vor

Die Liberalen versprechen in ihrem Wahlprogramm eine bürgernahe Politik für „uns alle in Jork“. Die obstwirtschaftliche Flächennutzung und die Interessen des Erwerbsobstbaus haben für die FDP weiterhin Vorrang. Es gelte, der Verstädterung vorzubeugen, dorfverträgliches Bauen und Erhalt der Kulturlandschaft stehen laut Rolker & Co. ganz oben.

Liberale fordern Einheitsgemeinde Altes Land

Außerdem will sich die Fraktion um Peter Rolker in der kommenden Wahlperiode ab November 2026 für eine Kommunalreform stark machen. „Wir wollen einen Zusammenschluss der Altländer Kommunen zu einer Einheitsgemeinde Altes Land“, sagt der Fraktionsvorsitzende Rolker. Die Gemeinde Jork und die Samtgemeinde Lühe mit ihren heute sechs Mitgliedsgemeinden sollten zusammengelegt werden.

Die FDP werde eine Erhöhung der Gewerbesteuer und der Grundsteuern A und B weiter ablehnen. Die Privathaushalte und die Unternehmen würden bereits unter hohen Abgaben leiden, zusätzliche Belastungen würden Kaufkraft und Investitionsbereitschaft bremsen und sich schädlich auswirken.

Die Liberalen schreiben sich unter anderem die priorisierte, kostengünstigere Sanierung der Straße Gehrden und der Gartenstraße auf die Fahnen, genauso wie den Glasfaserausbau für alle Jorker Ortsteile und die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung.

Borsteler Binnenelbe ausbaggern

Sie begrüßt, dass Tempo 30 bereits in Moorende und Hove durchgesetzt werden konnte, jetzt müsse Tempo 30 in der Ortsmitte Jork kommen. Mit Blick auf die Schulwegsicherheit, müsse eine Ampel in Westerjork beim Alten Landratsamt (Tankstelle) installiert werden. Ein erster Erfolg beim ÖPNV sei die neue KVG-Buslinie 2040.

Stark machen will sich die FDP für die Ausbaggerung der Borsteler Binnenelbe und des Hafens, um Material für den Deichbau an der Elbe zu gewinnen, den Ort touristisch zu nutzen sowie die Be-/ Entwässerung von Borstel, Jork und Ladekop für Obstbau und Hochwasserschutz zu sichern.

Die TAGEBLATT-Leser sind gefragt

Das TAGEBLATT sammelt zur Kommunalwahl Fragen und Anliegen der Leser. Ihre Beiträge fließen in unsere Recherche und Berichterstattung ein. Schreiben Sie uns einfach eine Mail an: kommunalwahl@tageblatt.de.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel