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TGefahrgut-Alarm: Verrostete Chlorflasche löst Feuerwehreinsatz aus

Da die Chlorflasche stark verrostet war, durften die Mitarbeiter der Entsorgungsfirma sie aus Sicherheitsgründen nicht für den Weitertransport annehmen und alarmierten die Feuerwehr.

Da die Chlorflasche stark verrostet war, durften die Mitarbeiter der Entsorgungsfirma sie aus Sicherheitsgründen nicht für den Weitertransport annehmen und alarmierten die Feuerwehr. Foto: Lange

Mehr als 35 Jahre alt und stark verrostet: Die Abgabe einer alten Chlorgasflasche entpuppte sich schwieriger als erwartet. Die Feuerwehr musste anrücken.

Von Jürgen Lange Samstag, 14.03.2026, 14:14 Uhr

Hemmoor. Eine stark verrostete Chlorflasche sorgte am Donnerstagmittag, 12. März, in Hemmoor für einen Feuerwehreinsatz. Da der alte Behälter am Schadstoffmobil nicht angenommen werden konnte und als Gefahrgut galt, musste die Feuerwehr Warstade eingreifen.

Flasche war mit hochreinem Chlor gefüllt

Gegen 13.25 Uhr wollten zwei Mitarbeiterinnen des Gymnasiums Warstade am Schadstoffmobil auf dem Parkplatz vor dem Rathaus Hemmoor eine rund zwei Kilogramm schwere Stahlflasche zur Entsorgung abgeben. Die Flasche war mit hochreinem Chlor (Reinheit 99,8 Prozent) gefüllt.

Da der Behälter vermutlich mehr als 35 Jahre alt und bereits stark verrostet war, konnten die Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens die Stahlflasche aus Sicherheitsgründen nicht annehmen oder weitertransportieren.

Feuerwehr wegen Gefahrgut alarmiert

Weil es sich um Gefahrgut handelte und besondere Sicherheitsvorkehrungen erforderlich waren, wurde die Feuerwehr alarmiert. Durch die starke Korrosion bestand die Gefahr, dass die Flasche undicht werden könnte. Chlor ist ein giftiges, stechend riechendes Gas, das schwerer als Luft ist und bei einem Austritt gesundheitsschädlich wirken kann. Zudem kann starke Rostbildung die Druckfestigkeit der Flasche beeinträchtigen.

Die Flasche wurde in einen Kunststoffbehälter verpackt, isoliert, verschlossen und entsprechend gekennzeichnet.

Die Flasche wurde in einen Kunststoffbehälter verpackt, isoliert, verschlossen und entsprechend gekennzeichnet. Foto: Lange

Die Einsatzkräfte verpackten den Behälter in einem Kunststoffbehälter, isolierten ihn und verschlossen sowie kennzeichneten ihn entsprechend. Über die Leitstelle Bremerhaven wurde zunächst versucht, ein spezialisiertes Unternehmen zu finden, das die beschädigte Flasche abholen und entsorgen kann. Da kurzfristig kein geeigneter Entsorger gefunden werden konnte, wurde Kontakt mit dem Chemiewerk DOW in Stade aufgenommen.

Sicher verpackt und zurück zur Schule gebracht

Unter Aufsicht der Feuerwehr wurde die Flasche anschließend zurück zum Gymnasium Warstade transportiert und dort im Chemietrakt vorschriftsmäßig und gesichert gelagert. Der Hersteller der Flasche muss nun informiert werden und den beschädigten Behälter zur fachgerechten Entsorgung abholen.

Der Einsatz der Feuerwehr Warstade, die mit dem Gerätewagen Gefahrgut (GWG) vor Ort war, konnte gegen 15.30 Uhr beendet werden.

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