TGroßeinsatz in Bremervörde: Autowerkstatt steht in Flammen
In der Nacht zum Sonntag kam es zu einem Brand einer Kfz-Werkstatt in Mehedorf. Hunderte Brandschützer waren vor Ort. Foto: Polizei
In einer Kfz-Werkstatt in Mehedorf (Kreis Rotenburg) ist in der Nacht zum Sonntag ein Feuer ausgebrochen. 280 Brandschützer waren im Einsatz - auch aus dem Kreis Stade.
Bremervörde. Um 2.34 Uhr ging bei der Einsatzleitstelle in Zeven die Meldung über ein Feuer in Mehedorf ein. Eine Nachbarin hatte den Notruf gewählt. Der Dachstuhl einer Autowerkstatt stand zu diesem Zeitpunkt in Flammen. Was zunächst als „Feuer 3/groß“ an die alarmierten Wehren weitergemeldet wurde, weitete sich aufgrund der enormen Brandausbreitung rasch aus, so dass das Einsatzstichwort schnell auf „Feuer 4“ erhöht wurde.
Feuerwehr Stade rückt mit Drehleiter nach Mehedorf aus
Rund 280 Feuerwehrkräfte waren insgesamt im Einsatz. Auch die Feuerwehr Stade rückte zur Unterstützung mit zwei Fahrzeugen an, darunter eine zusätzliche Drehleiter.
Die Leitung des Großeinsatzes lag bei Stadtbrandmeister Nils Schwarz, unterstützt durch seine Stellvertreter Martin Borchers und Holger Burfeindt sowie Kreisbrandmeister Peter Dettmer und Abschnittsleiter Jörg Suske.
Flammen mit zwei Drehleitern von oben bekämpft
Am Ort des Geschehens wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Die beiden Drehleitern aus Bremervörde und Stade ermöglichten einen gezielten Löschangriff aus der Höhe, während eine große Anzahl an Trupps unter schwerem Atemschutz mit Strahlrohren gegen die Flammen vorging.
Zur Unterstützung an der Einsatzstelle wurde ein Mobilbagger hinzugezogen.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar, die über weite Wegstrecken sichergestellt werden musste. Zudem wurde ein kontinuierlicher Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um den hohen Wasserbedarf dauerhaft zu decken.

Zu Beginn des Einsatzes sahen sich die Einsatzkräfte mit starker Rauch- und Brandentwicklung konfrontiert. Foto: Kynast/Feuerwehr Bremervörde
Da absehbar war, dass die Löscharbeiten über längere Zeit andauern würden, wurde die DRK-Bereitschaft Bremervörde zur Verpflegung der Einsatzkräfte angefordert. Es rückten die Wehren Bremervörde, Stade, Oerel, Ebersdorf, Alfstedt, Nindorf, Mehedorf, Iselersheim, Ostendorf, Nieder Ochtenhausen, Hönau-Lindorf, Hesedorf, Bevern und Spreckens aus.
Spezialisierte Tatortgruppe der Polizei ermittelt zur Brandursache
Die Polizei war mit einer Streifenwagenbesatzung des Polizeikommissariats Bremervörde und der Spezialisierten Tatortgruppe der Polizeiinspektion Rotenburg im Einsatz. Zur Unterstützung war der Gerätewagen Atemschutz der Kreisfeuerwehr Rotenburg zum Brandort geeilt.
Ebenfalls vor Ort waren der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, ein SEG-Rettungswagen (Schnelleinsatzgruppe) der DRK-Bereitschaft, um den Regelrettungsdienst aus dem Einsatz lösen zu können, sowie Vertreter des Energieversorgers sowie der Unteren Wasserbehörde.
Anwohner sollen Fenster und Türen schließen
Wegen des entstandenen Rauchs sprach das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in der Nacht eine Warnung an die Anwohner und Anwohnerinnen aus, mit der Bitte, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Während es seitens der Polizei noch in der Nacht zunächst hieß, dass durch das Feuer ein Sachschaden von 800.000 Euro entstanden sei, wurde diese Angabe am Sonntagmorgen auf rund zwei Millionen Euro korrigiert. (bz/mit dpa)
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