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TGüterzug kollidiert in Stade mit Autoanhänger

Die Polizei sichert die Unfallstelle am Bahnübergang Am Bullenhof in Stade.

Die Polizei sichert die Unfallstelle am Bahnübergang Am Bullenhof in Stade. Foto: Vasel

Ein Güterzug ist am Mittwoch in Stade an einem Bahnübergang mit einem Anhänger kollidiert. Im Kesselwagen: die hochgiftige, leicht entzündliche Chemikalie Epichlorhydrin.

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Von Björn Vasel
Donnerstag, 15.01.2026, 08:00 Uhr

Stade. Ein 54-Jähriger ist am Mittwoch mit seinem Transporter samt Anhänger über den unbeschrankten Bahnübergang Am Bullenhof gefahren. Dabei hat der Anhänger des Mannes gegen 15.39 Uhr einen Güterzug touchiert.

Der Kesselwagen war mit der Chemikalie Epichlorhydrin beladen. Sie ist hochgiftig und leicht entzündlich. Zug I der Stader Feuerwehr und die Polizei rückten aus.

Transporterfahrer schätzt Geschwindigkeit des Zuges falsch ein

Nach eigenen Angaben hat der Fahrer die Geschwindigkeit des Zuges, der auf dem Stader Industriegleis vom IBB Industriebahnhof Stade-Brunshausen nach Hamburg-Billwerder unterwegs war, falsch eingeschätzt, hieß es. „Obwohl der 59-jährige Lokführer noch ein Warnpfeifsignal gegeben hatte, konnte der Sprinterfahrer den Übergang nicht rechtzeitig freimachen und die Güterzuglok stieß mit dem Anhänger zusammen“, berichtet der Sprecher der Polizeiinspektion Stade, Rainer Bohmbach.

Der 54-Jährige wurde bei dem Unfall nicht verletzt. Die Polizei schätzt den an Lok und Anhänger entstandenen Schaden auf etwa 1000 Euro.

Der Anhänger des Transporters wurde bei dem Unfall beschädigt.

Der Anhänger des Transporters wurde bei dem Unfall beschädigt. Foto: Feuerwehr

Die Strecke wurde gesperrt. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn AG war unterwegs, um den mit der Chemikalie beladenen Zug freizugeben. Vor der Weiterfahrt muss die Lok untersucht werden.

Etwa 2,5 Stunden blieben das Industriegleis und der Bahnübergang für die Unfallaufnahme gesperrt. Zu nennenswerten Behinderungen kam es dabei laut Bohmbach aber nicht.

Güterzug in Stade hat hochgiftige Chemikalie geladen

Der Stoff Epichlorhydrin ist für den Menschen hochgiftig und leicht entzündlich; er verätzt Augen, Haut und Atemwege. Schon das Einatmen kann zu Schädigungen führen. Epichlorhydrin kann bereits bei Temperaturen ab 34 Grad mit der Luft ein explosives Gemisch bilden.

Der Lokführer wartet am Bahnübergang Am Bullenhof in Stade mit der Polizei auf einen Notfallmanager, die Kesselwagen haben Gefahrstoffe geladen.

Der Lokführer wartet am Bahnübergang Am Bullenhof in Stade mit der Polizei auf einen Notfallmanager, die Kesselwagen haben Gefahrstoffe geladen. Foto: Vasel

Es ist nicht der erste Unfall auf der Strecke. Erst am 30. Dezember des vergangenen Jahres war ein SUV-Fahrer über den unbeschrankten Bahnübergang des Industriegleises am Dow-Werk in Bützfleth gefahren, obwohl die Ampel rot gezeigt hatte. Eine Güterzuglok mit Kesselwagen hatte daraufhin das Auto auf der Beifahrerseite gerammt. Der Fahrer des SUV wurde leicht verletzt.

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