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TJugendzentrum Steinkirchen soll im Herbst in Containerbau einziehen

Anfang Juli waren es noch 18 Wochen bis zur Schließung des Jugendzentrums in Steinkirchen.

Anfang Juli waren es noch 18 Wochen bis zur Schließung des Jugendzentrums in Steinkirchen. Foto: Vasel

Das Jugendzentrum Steinkirchen muss im Herbst höchstwahrscheinlich in einen Modulbau umziehen - übergangsweise. Das ist der Hintergrund.

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Von Björn Vasel
14.07.2026, 10:50 Uhr

Steinkirchen. Wie berichtet, hatte der Immobilieneigentümer den Mietvertrag für das Jugendzentrum Steinkirchen (JUZ) zum 3. November 2026 gekündigt. Seitdem sucht die Samtgemeinde Lühe einen neuen Standort. Unter anderem waren das Alte Archiv und eine Immobilie der Kirche im Gespräch. Vor dem JUZ in Steinkirchen steht ein Schild, das Team zählt die Wochen bis zur Schließung.

„Bedauerlicherweise sind wir bislang nicht fündig geworden“, sagt der Samtgemeindebürgermeister Timo Gerke (parteilos). Das ins Auge gefasste Gebäude der Kirchengemeinde in der Gartenstraße habe sich nach eingehender Prüfung als ungeeignet erwiesen. Die Verwaltung und das Team der Jugendpflege seien sich „einig gewesen“. Die Hauptgründe gegen den Alternativstandort: fehlende Barrierefreiheit, unzureichende Größe, fehlende Lager- und Büroräume sowie brandschutz- und aufsichtsrechtliche Herausforderungen.

Große Küche und zweiter Rettungsweg fehlen

Für den Betrieb eines Jugendzentrums werden mindestens drei Mädchentoiletten, drei Jungentoiletten und eine barrierefreie Toilette benötigt. Mit 80 Quadratmetern sei es zu klein. Zum Vergleich: Aktuell nutzen die Jugendpfleger für die offene Kinder- und Jugendarbeit fast 270 Quadratmeter. Seit 2003 ist das Jugendzentrum in der Bürgerei 62 in Steinkirchen untergebracht. Ursprünglich gehörte das Haus der Sparkasse. Danach war es ein Restaurant.

Eine große Küche fehle genauso wie ein zweiter Rettungsweg. Deshalb sei aus fachlicher, finanzieller, rechtlicher und pädagogischer Sicht entschieden worden, das Angebot nicht anzunehmen, dass das JUZ hier für zwei Jahre einzieht.

Verwaltung setzt auf Container für Übergang

Gerke geht aktuell nicht davon aus, dass die Samtgemeindeverwaltung kurzfristig ein passendes Bestandsgebäude in Steinkirchen oder Grünendeich findet. „Wir haben uns deshalb entschlossen, umgehend Angebote für eine Modulbauweise einzuholen“, so der Verwaltungschef. Die Containermodule könnten am Schulzentrum in Steinkirchen hinter der alten Turnhalle aufgestellt werden - mit separatem Zugang zur L140. Dabei könnten vorhandene Räume des Schulzentrums, wie WC-Anlagen oder Büros, mitgenutzt werden.

Um dieses Vorgehen weiterverfolgen zu können, benötige die Verwaltung spätestens in der Sitzung am 16. September einen entsprechenden Beschluss des Samtgemeinderates, so Gerke. Dann könnte der Betrieb des Jugendzentrums nahtlos weitergehen.

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