Alkoholfahrten: Mit drei Promille ins Gestrüpp – Streifenwagen zerstört
Der Lkw wurde bei dem Unfall in Groß Ippensen erheblich beschädigt. Foto: Polizei
Drei Unfälle und drei Fahrer im Vollrausch: Auf der B3 fliegen Trümmerteile herum, auf der A1 wird ein Kennzeichen zum Geschoss - und ein Lastwagenfahrer legt sich erst einmal schlafen.
Auf einem Wirtschaftsweg in Richtung Marschhorst im Landkreis Rotenburg ist am Dienstagnachmittag ein Lkw-Fahrer gegen Bäume gekracht – und hat sich dann erst einmal schlafen gelegt. Wie die Polizei mitteilt, sei der 45-jährige Fahrer bei Groß Ippensen ohne Fremdeinwirkung nach rechts von dem schmalen Weg abgekommen.
Dabei habe der Lkw mindestens zwei Bäume gestriffen und sei schließlich im Gestrüpp zum Stehen gekommen.
Dann wurde es kurios: Den Angaben zufolge konnten Ersthelfer beim Blick in den Laster niemanden sehen. Erst als Polizeibeamte am Unfallort eingetroffen waren, sei der Fahrer aus der Schlafkabine gekommen.
Ein Atemalkoholtest ergab laut Polizei einen Wert von knapp 3 Promille. Gegen den unverletzt gebliebenen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
B3: Mann betrunken und ohne Führerschein unterwegs
Am Dienstag, 21. April, ereignete sich ebenfalls Kurioses auf der Bundesstraße 3, wo es zu einem Verkehrsunfall kam – zumindest vermutlich. Gegen 23.15 Uhr habe ein Zeuge einen Pkw beobachtet, der von Mienenbüttel in Richtung Rade in starken Schlangenlinien unterwegs war. Nach Angaben des Zeugen machte ein entgegenkommender Lkw in Mienenbüttel eine Ausweichbewegung.
Fahrzeugteile fliegen durch die Luft
Wie die Polizeiinspektion Harburg berichtet, sah der Zeuge Fahrzeugteile durch die Luft fliegen. „Vermutlich war es zu einem seitlichen Zusammenstoß zwischen Pkw und Lkw gekommen“, sagt Polizeihauptkommissar Jan Krüger. Beide Fahrer setzten ihre Fahrt fort.
Nach Eingang des Notrufs trafen Beamte den mutmaßlichen Unfallverursacher wenig später auf einem Parkplatz in der Nähe an. Sie führten einen Atemalkoholtest bei dem 41-Jährigen durch. „Dieser zeigte einen Wert von mehr als 2,7 Promille“, sagt Krüger.
Zudem sei der 41-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Am Fahrzeug waren entsprechende Beschädigungen zu erkennen. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Die Polizei sucht nun den Fahrer oder die Fahrerin des entgegenkommenden Lkw, der in Höhe Mienenbüttel mit dem Wagen des 41-Jährigen zusammengestoßen war. Hinweise an die Polizei Seevetal unter der Nummer 04105/ 6200.
Kennzeichen schleudert gegen Streifenwagen
Ähnlich „kurios“ wurde es am Dienstagvormittag auf der Autobahn 1 bei Kalbe. Ein VW Touran verlor das montierte Kurzzeitkennzeichen. Dieses prallte gegen die Frontscheibe eines nachfolgenden Streifenwagens.
Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 41-jährige VW-Fahrer mit 2,14 Promille alkoholisiert war. Zudem waren die Kennzeichen nicht für das Fahrzeug ausgegeben und es bestand kein Versicherungsschutz. Gegen den Mann wird unter anderem wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt. Sein Führerschein und die Kennzeichen wurden beschlagnahmt.
Trotz rot auf die Kreuzung gefahren
Zu einem weiteren Unfall im Landkreis Harburg kam es ebenfalls am Dienstag in Winsen. Ein 74-jähriger Mann fuhr gegen 10 Uhr mit seinem Skoda in den Kreuzungsbereich Schanzenring/Tönnhäuser Weg. Laut Zeugenaussagen habe die Ampel rot gezeigt. Der Mann sei mit dem BMW eines 69-Jährigen kollidiert, der gerade die Kreuzung überquerte.
Die beiden Fahrer sowie die 68-jährige Beifahrerin des BMW wurden leicht, die 73-jährige Beifahrerin im Skoda schwer verletzt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 20.000 Euro.
Totalschaden und drei Verletzte nach Kurvenunfall
Ein Verkehrsunfall in Drangstedt im Landkreis Cuxhaven hat am Dienstagnachmittag die Hauptstraße betroffen. Nach Angaben der Polizei stießen dort in einer Rechtskurve ein VW Caddy mit Münchener Kennzeichen und ein entgegenkommender VW Touran mit CUX-Kennzeichen zusammen.
Der Fahrer des VW Caddy sowie die beiden Insassen des VW Touran wurden leicht verletzt. Sie kamen in ein Krankenhaus.
Durch den Zusammenstoß wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt. Die Polizei geht von wirtschaftlichen Totalschäden aus. Für die Unfallaufnahme und die Bergung der Fahrzeuge wurde die Unfallstelle zeitweise voll gesperrt, es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen. (pm/ham/skw)
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