TNeues 3D-Elbmodell in der Alten Seefahrtschule in Grünendeich installiert
Elektriker Florian Höfler installiert auf dem neuen dreidimensionalen Elbmodell in der Maritimen Landschaft in Grünendeich die LEDs für die 65 Leuchtfeuer an der Elbe zwischen Hamburg und Cuxhaven. Foto: Vasel
Die Modernisierung der Alten Seefahrtschule zahlt sich aus, die Besucherzahlen steigen. Nach Planetarium und Kapitänsbrücke geht es im Foyer weiter: mit einem Elbmodell.
Grünendeich. Knapp 42.000 Euro hat das neue dreidimensionale Elbmodell im Foyer der Alten Seefahrtschule in Grünendeich gekostet. Elektriker Florian Höfler von der Menke-Baugesellschaft aus Stade hat mit seinem Kollegen im engen Sockel knapp 100 Meter Kabel verlegt. 65 Leuchtdioden stehen für die Leuchtfeuer zwischen Hamburg und Cuxhaven. Das neue Modell steht symbolhaft für die Maritime Landschaft Unterelbe.
„Es besteht aus 350 Kacheln“, erklärt der Leiter der Maritimen Landschaft Unterelbe, Dr. Sebastian Ipach. Geest, Marsch und Fluss - das Urstromtal der Elbe wird aus der Vogelperspektive erfahrbar. Sogar Anfassen ist erlaubt.
T Neues Planetarium: Im Alten Land reisen Besucher durch die Galaxis
Mit der Hilfe von 3D-Druckern ist das Landschafts- und Geländemodell in zwei Wochen produziert worden. Das Modellbau-Unternehmen lieferte eine Eislandschaft aus Kunststoff. Städte und Dörfer, Landschaft und Flüsse wie Elbe, Este, Schwinge und Oste sprühten Airbrush-Künstler von Wandkollegen aus Stade in der Nacht zu Donnerstag auf das Modell, um die Nasen der Mitarbeiter von Maritimer Landschaft und Tourismusverband zu schonen.
200.000 Euro für Umgestaltung der Seefahrtschule
Das neue Elbmodell ist ein wichtiger Baustein der Umgestaltung der Maritimen Landschaft. Rund 200.000 Euro werden in die neue Ausstellung - mit neuer Beschilderung und Lichttechnik, neuem Elbmodell und neuen Vitrinen für Schiffsmodelle und Navigationstechnik - und in das Planetarium investiert. Die Leader-Region Altes Land und Geestrand wird 130.000 Euro beisteuern, Landkreis Stade und Metropolregion Hamburg sind mit je 35.000 Euro dabei.

Dr. Sebastian Ipach am Projektionsgerät des Volkseigenen Betriebs Carl Zeiss Jena im Foyer der Alten Seefahrtschule vor der neu gestalteten Wand. Der Projektor war von 1980 bis 2025 im Einsatz. Foto: Vasel
Die neue Zeit wird sichtbar. Die große weiße Wand am Eingang ist bereits mit maritimen Motiven verschönert worden, die Wand am Eingang zum Planetarium ziert das Sonnensystem. Ipach und seine Kollegin Katharina Hatecke wollen ihr Haus zu einem Touristenmagneten machen.

So sieht der neu gestaltete Eingang zum neuen Planetarium aus. Foto: Vasel
Das Planetarium ist bekanntlich 2025 für 97.000 Euro erneuert und mit einer digitalen Fulldome-Projektionsanlage ausgestattet worden - wie in der Sphere in Las Vegas. Außerdem installierte der Landkreis Stade eine Klima- und Lüftungsanlage. Mit Unterstützung von Rotary und Lions Club konnten jetzt zehn Kinosessel installiert werden, weitere zehn sollen laut Ipach folgen. Auch die Kapitänsbrücke von 1958 wurde modernisiert.
Mehr Besucher durch die Modernisierung
Die Investition zahlt sich offenbar aus. „Wir hatten im ersten Quartal 2026 so viele Besucher wie im Jahr 2025“, sagt Sebastian Ipach. Dank der neuen Software und Technik haben Physiker Dr. Georg Hetzendorf und der ehemalige Hamburger Hafenkapitän Jörg Pollmann mehr Möglichkeiten, um mit Planetariumsbesuchern durch die Galaxis zu reisen. Sie hoffen jetzt, dass nach den Kitas auch die Schulen das Angebot nutzen. Es gibt Lernsoftware.
In den vergangenen Jahren zogen Kapitänsbrücke und Planetarium knapp 2000 Besucher im Jahr an. Ipach und sein Team blicken zum Olbers-Planetarium in Bremen. Die Bremer haben denselben Projektor. Es ist seit der Digitalisierung mit 38.000 Besuchern das meistbesuchte Kleinplanetarium Deutschlands.
Aufgrund der großen Nachfrage bietet das Planetarium neue Weltraumreisen an. Am Montag, 27. April, steht die „Live Show! Nächster Halt: Universum“ mit Pollmann auf dem Programm (18 bis 19 Uhr). Am Mittwoch, 29. April, geht es mit Georg Hetzendorf (18 bis 19 Uhr) und „Dort draußen!“ weiter. Weitere Termine: „Live Show! Nächster Halt: Universum“ von 15 bis 16 Uhr am Sonntag, 17. Mai, und Mittwoch, 20. Mai, 18.30 bis 19.30 Uhr, mit „Dort draußen!“.
Die Karte kostet für Erwachsene 4,50 Euro, Schüler, Auszubildende, Studierende und unter 18-Jährige zahlen 3Euro, Inhaber von Ehrenamtskarten 2,50 Euro. Tickets gibt es im Onlineshop, unter info@maritime-elbe.de oder 04142/ 88941-0. Zahlung per PayPal oder Rechnung.

Elbmodell: Blick auf Blankenese und das Alte Land. Foto: Vasel
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