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Küstenschutz

TPlanung für die Deicherhöhung unterhalb des Lühe-Anlegers startet

Sand aus der Elbe könnte in der I. Meile für den Deichbau genutzt werden.

Sand aus der Elbe könnte in der I. Meile für den Deichbau genutzt werden. Foto: Vasel

Vor den Baggern rücken die Biologen an. Flora und Fauna müssen vor der Deicherhöhung unterhalb des Lühe-Anlegers kartiert werden - auch für den Öko-Ausgleich.

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Von Björn Vasel
Sonntag, 08.03.2026, 08:00 Uhr

Altes Land. Es geht los. Auch der Deichverband der I. Meile Altenlandes plant jetzt die Erhöhung des Elbdeichs in seinem Zuständigkeitsbereich. Unterstützt vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasser-, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), wird das Planfeststellungsverfahren (die Baugenehmigung) vorbereitet.

Los geht es mit dem Abschnitt zwischen dem Lühe-Sperrwerk und dem Schöpfwerk in Hollern-Twielenfleth. Die naturschutzfachliche Kartierung wird in Angriff genommen. Bosch & Partner und Ökoplan sind damit beauftragt worden. Flora und Fauna werden erfasst - unter anderem die Brutvögel.

Die Karte des NLWKN zeigt das Untersuchungsgebiet.

Die Karte des NLWKN zeigt das Untersuchungsgebiet. Foto: NLWKN

Im Laufe dieses Jahres werden deshalb die Mitarbeiter der Fachbüros auch auf den obstbaulichen Flächen unterwegs sein. Deichverbandssprecherin Nicola Hahn betont, dass die Biologen „keine Haus- und Hofbereiche sowie eingefriedete Grundstücke betreten werden“. Es werden auch keine Eingriffe in die Flächen oder deren Nutzung erfolgen. Welche Liegenschaften betroffen sind, kann in der Karte auf der Webseite des Deichverbandes eingesehen werden.

In vier Jahren könnten die Bagger starten

Die Altländer stehen vor großen Herausforderungen. Sechs Kilometer Elbdeich sollen im ersten Schritt erhöht werden. Doch es gibt ein Problem: Es handelt sich zum großen Teil um Schardeiche. Diese liegen unmittelbar an der Elbe - ohne schützendes Vorland. Doch die Erhöhung um ein bis zwei Meter ist mit einer Verbreiterung um 25 Meter verbunden.

Das heißt: Deichkrone, -böschung und -außenberme werden erhöht und verbreitert, auch der Treibselräumweg wird erhöht. Der neue Elbdeich wird bis zu 10,25 Meter über Normalhöhennull (NHN) hoch. Allein außendeichs, unmittelbar am Fluss, ist noch Platz.

Straßen wie K34 und K39 sowie Bebauung sollen nicht weichen. Es gibt zwei Optionen: den Bau von Spundwänden oder ein neues, klassisches Deckwerk.

Für den ersten Abschnitt werden 600.000 Kubikmeter Klei plus 900.000 Kubikmeter Sand benötigt. Das sind 83.333 Lkw-Ladungen. Oberdeichrichter Dierk König rechnet in vier Jahren mit einem Baustart.

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