TStreit in Stader Bus eskaliert – 43-Jähriger verletzt
Ein Streit um Busfahrkarten ist in Stade eskaliert, ein Mann wurde dabei verletzt (Symbolbild). Foto: Archiv
Ein Streit um Bustickets endet in Stade mit Gewalt: Nach einer Diskussion mit der Busfahrerin kommt es vor dem Bus zu einer körperlichen Auseinandersetzung mehrerer Männer.
Stade. Die Stader Polizei wurde am Dienstag (16. Juni) gegen 6.40 Uhr zu einem Streit in einem Linienbus an der Haltestelle Pulverweg im Hohenwedeler Weg alarmiert.
„Dem derzeitigen Stand der Ermittlungen zufolge beabsichtigten zur Tatzeit fünf junge Männer, den Bus zu betreten“, berichtet Matthias Bekermann, Sprecher der Stader Polizei, auf TAGEBLATT-Nachfrage. Die Busfahrerin wies die Männer an, ihre Fahrscheine vorzuzeigen oder Tickets zu kaufen. Daraus entwickelte sich eine längere Diskussion, andere Passagiere wurden ungeduldig.
Jugendliche schlagen und treten auf Fahrgast ein
„Ein 43-jähriger Fahrgast forderte die jungen Männer schließlich auf, nun endlich den Fahrpreis zu entrichten oder den Bus wieder zu verlassen, da die übrigen Fahrgäste gerne weiterfahren würden“, so der Polizeisprecher. Einer der Jugendlichen soll daraufhin auf den 43-Jährigen losgegangen sein, es gab eine Rangelei. Zwei weitere Jugendliche hätten anschließend die Streitparteien aus dem Fahrzeug gezerrt.
Vor dem Bus sollen zwei oder drei der Jugendlichen auf den 43-Jährigen eingeschlagen und eingetreten haben. Anschließend flüchtete die Gruppe in unterschiedliche Richtungen. „Die alarmierte Polizei befragte das Opfer sowie Zeugen und konnte so erste Personenbeschreibungen erlangen“, sagt Bekermann. Das Opfer sei leicht verletzt vom Rettungsdienst zur Untersuchung in das Stader Elbe Klinikum gebracht worden.
Polizei erwischt mögliche Täter
Ein 21-Jähriger kehrte kurz darauf zum Tatort zurück und konnte von Zeugen als Teil der fünfköpfigen Gruppe identifiziert werden. „Der Stader erklärte, dass er zwar gemeinsam mit den vier anderen Personen in den Bus eingestiegen sei, ihnen jedoch nicht angehöre und sogar im Begriff gewesen sei, Fahrscheine für alle zu kaufen,“ stellt der Polizeisprecher klar. Der Mann habe vage Hinweise zu den vier Flüchtigen geben können.
Im Zuge einer Nahbereichsfahndung trafen Polizisten drei Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren im Bereich des Wohnmobilstellplatzes an der Schiffertorstraße an, die den Zeugenbeschreibungen ähnelten. Die drei Verdächtigen bestritten jedoch jede Kenntnis von einer Auseinandersetzung in einem Bus. Die Beamten konfrontierten einen der Jugendlichen, laut Bekermann, mit der Frage, weshalb er frische Verletzungen aufweise. Der Angesprochene erklärte, man habe zuvor untereinander eine Streitigkeit geklärt.
Die Polizei ermittelt nun gegen die die drei kontrollierten Jugendlichen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil des 43-jährigen Fahrgastes. Zeugen, die noch nicht mit der Polizei gesprochen haben, können sich unter der Telefonnummer 04141/1020 melden. (fe)
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