Zähl Pixel
Aufbau

TTonnen an Material: So viel Arbeit steckt im Oktoberfest Revenahe

Bernd Meinke (links) und Stephan Perbandt vom Verein Insel im Moor zwischen den 388 Bänken, die am Freitag und Samstag zum Einsatz kommen.

Bernd Meinke (links) und Stephan Perbandt vom Verein Insel im Moor zwischen den 388 Bänken, die am Freitag und Samstag zum Einsatz kommen. Foto: P. Meyer

Am Wochenende feiern wieder mehr als 3000 Menschen Oktoberfest in Revenahe. Damit das möglich ist, klotzen die Organisatoren ran. Ein Besuch im und am Festzelt.

author
Von Pauline Meyer
30.09.2026, 18:50 Uhr

Apensen. Am Wochenende steht es an, das Highlight im Kalender vieler norddeutscher Lederhosen-Liebhaber und Dirndl-Trägerinnen: Mit 3200 Besuchern an zwei Abenden findet das größte Oktoberfest im Landkreis Stade zum 14. Mal in Revenahe-Kammerbusch statt.

Wieviel Mühe und Arbeit in Aufbau und Organisation des Festes steckt, zeigen Bernd Meinke und Stephan Perbandt vom Verein Insel im Moor bei einem Blick hinter die Kulissen.

Der Ort zieht mit: Deko schafft bayerische Atmosphäre in Revenahe

Mittlerweile sind die 34 Mitglieder des Vereins routiniert, wenn es darum geht, den Festplatz in Revenahe für die große Feier vorzubereiten. Die ersten Schritte gehen Meinke und Perbandt schon im Januar, wenn sie sich um Verträge und alles weitere Organisatorische kümmern.

„Nach dem Fest, ist vor dem Fest“, sagt Stephan Perbandt. Dabei lege der Verein zu Beginn des Jahres auch Wert auf Selbstreflexion: Die Manöverkritik soll dabei helfen, sich Jahr für Jahr zu verbessern. Auch wenn der schnelle Ausverkauf beider Abende vermuten lässt, dass da nicht mehr viel Luft nach oben ist.

388 Bänke und 194 Tische warten darauf, im Festzelt aufgebaut zu werden.

388 Bänke und 194 Tische warten darauf, im Festzelt aufgebaut zu werden. Foto: P. Meyer

Um den Ort auf das Oktoberfest einzustimmen, schwärmen Anfang September die Damen des Deko-Teams vom Verein Insel im Moor aus. Mit weiß-blauen Wimpelketten und Bannern, Blumen und Willkommens-Schildern schaffen sie an vielen Stellen in Revenahe kleine, liebevoll gestaltete Deko-Inseln.

Bernd Meinke (links) und Stephan Perbandt vor der Bank, die der Verein Insel im Moor an den Ort gestiftet hat.

Bernd Meinke (links) und Stephan Perbandt vor der Bank, die der Verein Insel im Moor an den Ort gestiftet hat. Foto: P. Meyer

„Das macht jedes Jahr wieder Spaß“, sagt Sandra Perbandt, die Teil des Deko-Teams ist. Besonders erfreulich sei für sie, dass auch viele Dorfbewohner mithelfen, den Ort zu schmücken. Als Dank für die Toleranz und Hilfe der Bürger hat der Verein dem Ort jüngst zwei Sitzbänke gestiftet.

Vom Handwerker bis zum Schreibtischtäter: Alle packen an

Das 30 mal 60 Meter große Festzelt steht schon seit vergangener Woche. Dafür hat Stephan Wilke von Sehenswert Events gesorgt, der seit 2014 Veranstalter des Oktoberfestes in Revenahe ist. Zu tun gibt es für sein Team noch jede Menge - doch Stress kennt Wilke nicht, sagt er: „Nur lange Tage.“ Und die braucht es auch: Insgesamt seien für das Oktoberfest acht Lkw mit je 40 Tonnen an Materialien verbaut worden. Böden, Banner, Technik und eine Bühne müssen verschraubt, gesichert und angeschlossen werden.

Das Deko-Team war schon Anfang Oktober im Ort unterwegs und hat ihn festlich geschmückt.

Das Deko-Team war schon Anfang Oktober im Ort unterwegs und hat ihn festlich geschmückt. Foto: P. Meyer

Nach Revenahe kommt Stephan Wilke jedes Jahr gerne. „Der Verein ist mit Herzblut dabei. Eine tolle Truppe“, sagt er. Das zeigt sich auch, wenn es um den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer geht, die in der Woche vor dem Event jede freie Minute auf dem Festplatz verbringen.

„Ich komme gerade direkt von der Arbeit“, erklärt Bernd Meinke. Am Abend muss er wieder los - doch dazwischen hilft er beim Aufbau des Vorzeltes, das den Eingangsbereich mit Garderobe und die Bänderkontrolle bilden wird. Geliefert wird das vom Brester Schützenverein, der auch tatkräftig beim Aufbau mit anpackt.

Die fleißigen Helfer beim Aufbau des Vorzeltes.

Die fleißigen Helfer beim Aufbau des Vorzeltes. Foto: P. Meyer

Dass der Verein selbst viele handwerklich begabte Mitglieder hat, helfe sehr. Auch beim Abbau, der noch in der Nacht von Samstag auf Sonntag beginnt. „Wir beide sind aber eher die Schreibtischtäter“, sind sich Bernd Meinke und Stephan Perbandt einig. So habe jeder seine Aufgabe.

Bernd Meinke (rechts) und Stephan Perbandt (links) vom Verein Insel im Moor mit Veranstalter Stephan Wilke von Sehenswert Events.

Bernd Meinke (rechts) und Stephan Perbandt (links) vom Verein Insel im Moor mit Veranstalter Stephan Wilke von Sehenswert Events. Foto: P. Meyer

Weniger Stress bedeutet das für die Vorsitzenden allerdings nicht. „Nach dem Oktoberfest brauchen wir erstmal Urlaub“, sagt Stephan Perbandt schmunzelnd.

Letzte Handgriffe und die Vorfreude steigt

Die Toilettenwagen stehen bereits, die Installation der Lüftungsanlage ist so gut wie abgeschlossen und auch der Holzfußboden im Außenbereich ist in dieser Woche verlegt worden. Damit die Gäste bei jedem Wetter trockenen Fußes ins Zelt gelangen, wird der Verein außerdem noch Kunststoffplatten verlegen. „Das geht aber erst, wenn das Vorzelt steht“, so Stephan Perbandt. Der Feinschliff soll am Donnerstag erfolgen.

Sind Teil des Deko-Teams (von links): Meike Dettmann, Sandra Perbandt und Gaby Tetzlaff.

Sind Teil des Deko-Teams (von links): Meike Dettmann, Sandra Perbandt und Gaby Tetzlaff. Foto: P. Meyer

Das Deko-Team wird dann letzte Handgriffe tätigen, den Foto-Bogen herrichten und im 1800 Quadratmeter großem Hauptzelt sollen bis zum Abend die 194 Tische und 388 Bänke stehen. Dann gibt es auch Zeit zum Durchatmen, erklärt Stephan Perbandt. Am Donnerstagabend werde der Verein gemeinsam mit dem Dorf intern anzapfen: „Ab dann steigt nur noch die Vorfreude.“

Im Außenbereich hat der Verein Boden verlegt.

Im Außenbereich hat der Verein Boden verlegt. Foto: P. Meyer

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel