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TToter Wal treibt bei Grünendeich auf der Elbe

Die Feuerwehr Grünendeich musste einen toten Schweinswal aus der Lühe bergen.

Die Feuerwehr Grünendeich musste einen toten Schweinswal aus der Lühe bergen. Foto: Feuerwehr

Seit Tagen sorgt ein vor der Ostseeküste gestrandeter Buckelwal für Schlagzeilen. Er hat noch eine Chance – anders als der Schweinswal, der in Grünendeich angespült wurde.

Von Redaktion Montag, 30.03.2026, 09:41 Uhr

Grünendeich. Am Samstagabend (28. März 2026) gegen 18.40 Uhr wurde Grünendeichs Ortsbrandmeister zum Elbufer alarmiert: Es war ein toter Schweinswal in Höhe des Bolzplatzes am ehemaligen Pionierübungsplatz gemeldet worden. Das teilt Matthias Brandt, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Samtgemeinde Lühe, mit.

Die Feuerwehr Grünendeich hat den Wal aus der Elbe geborgen.

Die Feuerwehr Grünendeich hat den Wal aus der Elbe geborgen. Foto: Feuerwehr

50-Kilo-Kadaver an Land gezogen

Gemeinsam mit vier weiteren Kameraden barg Grünendeichs Ortsbrandmeister den leblosen Schweinswal aus der Elbe - etwa 50 Kilo wog der Kadaver des Meeressäugers.

Mit vereinten Kräften zogen die Feuerwehrleute den toten Wal an Land.

Mit vereinten Kräften zogen die Feuerwehrleute den toten Wal an Land. Foto: Feuerwehr

Aufgrund der anbrechenden Dunkelheit wurde der Kadaver zunächst an der Fundstelle belassen. Via Instagram und Facebook informierte die Feuerwehr Grünendeich über den Einsatz und bat Passanten, die Finger von dem toten Tier zu lassen: „Bitte fassen Sie den Wal nicht an.“

Am Sonntagmorgen wurde der Schweinswal schließlich entsorgt - Mitarbeiter der Samtgemeinde Lühe und die Feuerwehrleute brachten den Schweinswal zum Bauhof.

Schweinswale auf der Suche nach Stint

Schweinswale leben normalerweise in der Nordsee und im Wattenmeer. Auch in der Ostsee bilden sie eine kleine Population. Im Frühjahr dringen sie regelmäßig in die Flüsse Elbe, Ems und Weser vor, um dort einen ihrer Beutefische, den Stint, zu jagen.

Im Jahr 2024 wurden besonders viele Schweinswale in der Elbe gesichtet - auch im Alten Land. Meeresökologen vermuteten damals, dass das erhöhte Stintvorkommen in der Unterelbe ein Grund für die steigende Zahl von Schweinswalen sein könnte - die Tiere folgen der Nahrung.

Der bis zu 1,80 Meter lange Schweinswal benötigt täglich etwa 10 Prozent seines Eigengewichts an Fisch. Das entspricht bis zu 500 kleineren Beutefischen.

Schweinswale stark gefährdet

Mehrere tote Schweinswale waren im April/Mai 2024 in Stade und im Alten Land entdeckt worden, darunter viele empfindliche Jungtiere. Warum die Tiere in Lühesand, Bassenfleth, Stadersand und Abbenfleth gestorben waren, blieb ungeklärt.

In Deutschland steht der Schweinswal als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste. Laut deutscher Wildtierstiftung sind die Tiere hauptsächlich durch Ersticken in Stellnetzen (Beifang) sowie durch Unterwasserlärm und schleichende Vergiftung bedroht.

700-Kilo-Wal in Cuxhaven angespült

Im November 2025 wurde in Cuxhaven der Kadaver eines 700 Kilo schweren Zwergwals entdeckt. Das verweste Tier trieb im Hafenbecken, als es entdeckt wurde. Es wurde mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und von einem spezialisierten Entsorgungsunternehmen abtransportiert.

Rettungsaktion für Buckelwal

Am vergangenen Montagmorgen (23. März 2026) war ein Buckelwal auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand bei Lübeck entdeckt worden. Eine umfangreiche Rettungsaktion startete, und in der Nacht zu Freitag befreite sich der Buckelwal dann selbst durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne. Am Samstag war der Wal dann allerdings wieder gestrandet - und zwar in der Wismarbucht.

Auch am Montagmorgen ist die Lage unverändert. Der an der Ostseeküste bei Wismar gestrandete Buckelwal hat sich nicht befreien können. Aber er lebt - noch. Am Sonntag hatte das Deutsche Meeresmuseum davon gesprochen, dass der Wal sehr geschwächt und die Atemfrequenz reduziert sei. (set/mit dpa/bv)

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