TUnwetter: Obstbau in Ladekop von Hagel eiskalt erwischt
EIn Ladekop richtete der Hagel größere Schäden an. Foto: Hellwig
Obstbauern in Sorge: Hagelschauer haben in Jork-Ladekop schwere Schäden angerichtet.
Ladekop. Ein kräftiger Hagelschauer hat am Montagabend in Ladekop auf Apfelplantagen schwere Schäden angerichtet. Wie groß die Schäden in dem Bereich zwischen A26 und Oster- und Westerladekop sind, „ist noch offen“. Diese werden aktuell ermittelt und für eine Besprechung im Obstbauzentrum Esteburg in Moorende zusammengetragen, sagte der stellvertretende Esteburg-Leiter Dr. Matthias Görgens dem TAGEBLATT.
Erst im Juni waren in der I. Meile Alten Landes mehr als 700 Hektar - insbesondere in Hollern-Twielenfleth - geschädigt worden. „Es ist das extremste Hagel-Jahr seit den 1990er Jahren“, sagt Görgens.

Hagelkörner - fast so groß wie ein Tischtennisball. Foto: Hellwig
Rund 45 Prozent der Obstbaubetriebe haben sich gegen das Hagel-Risiko versichert, 6 Prozent der Apfelplantagen sind - Tendenz steigend - zum Schutz eingenetzt. Der Hagel-Schaden trifft die Betriebe doppelt hart, denn die aktuellen Erzeugerpreise für Äpfel und Kirschen decken nicht einmal die Kosten der Produktion. Mehr als zehn Minuten habe der Hagelschauer mit tischtennisballgroßen Körnern gedauert, so ein Obstbauer. Viele Äpfel werden im Most landen. Einige Autofahrer retteten sich unter Bäume, Pkw und Carport-Dächer wurden in Ladekop beschädigt. Sogar Zierfische starben in einem Teich. (bv)
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