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Fußball-Regionalliga

T2:2 in Jeddeloh: D/A wird Vizemeister der Regionalliga

Philipp Aue darf wieder von Anfang an spielen. Er bedankt sich gegen Jeddeloh mit einem Traumtor.

Philipp Aue darf wieder von Anfang an spielen. Er bedankt sich gegen Jeddeloh mit einem Traumtor. Foto: Struwe

Die Generalprobe für das Landespokalfinale endet remis. D/A spielt zurückhaltend, aber effektiv. Und wieder gelingt Philipp Aue ein Geniestreich.

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Von Daniel Berlin
Samstag, 16.05.2026, 18:00 Uhr

Drochtersen. D/A hat in Jeddeloh mit dem 2:2 die Vizemeisterschaft fix gemacht. Außerdem diente der Ausgang der Partie als ein Fingerzeit für das Saison-Highlight. Schließlich treffen beide Mannschaften am 24. Mai in Barsinghausen im Landespokal-Finale erneut aufeinander.

Entsprechend motiviert startete D/A in das letzte Regionalliga-Spiel der Saison. Die Mannschaft von Trainer Oliver Ioannou lief Jeddeloh hoch an, störte früh und zwang die Gastgeber zu Fehlern im Spielaufbau.

Nach einem Jeddeloher Einwurf weit in der eigenen Hälfte stimmte das Timing beim Pressing. D/A holte sich den Ball. Alla Aid Hamid legte quer auf Jannes Wulff. Der zog aus 15 Metern ab. Das Tor erinnerte an seinen Führungstreffer beim 1:2 gegen den SV Meppen. In der vierten Minute stand es 1:0 für D/A.

Sebastian Haut feiert Startelfdebüt

Zwei Personalien fielen auf bei D/A. Sebastian Haut stand das erste Mal in dieser Saison in der Startelf der Drochterser. Er reihte sich gegen den SSV Jeddeloh im defensiven Mittelfeld ein. „Er hat dem Spiel Stabilität verliehen und Verantwortung übernommen“, sagt Oliver Ioannou.

Der 30-Jährige spielte bis dato erst zehn Minuten in sechs Kurzeinsätzen. Beim 5:1-Sieg Ende Februar schoss Haut dabei ein Tor gegen Norderstedt. Seine Zukunft bei D/A ist derzeit noch unklar. Hauts Vertrag läuft Ende Juni aus.

Ein Name feierte in der laufenden Saison Premiere auf dem Spielberichtsbogen. Martin Sattler riss sich vor gut einem Jahr das Kreuzband. Seit drei Wochen trainiert der 26-Jährige wieder mit der Mannschaft.

D/A zieht sich nach dem Führungstor zurück

Trainer Ioannou hatte im Vorfeld des Spiels gesagt, Sattler müsse noch länger trainieren, um eine Option für ein Ligaspiel zu werden. Schon im Winter betonte Sattler, es sei sein Traum, in dieser Saison noch mal zum Einsatz zu kommen. Für einen Kurzeinsatz in Jeddeloh reichte es noch nicht.

Nach dem frühen Führungstor schaltete D/A in den Verwaltungsmodus. Drochtersen ließ Jeddeloh spielen und setzte offenbar auf schnelle Umschaltmomente. Nur fruchtete diese Taktik nicht, weil D/A im Lauf der ersten Hälfte vor dem SSV-Tor zu ungenau agierte.

Die Abschlüsse der Gastgeber brachten einen erfahrenen Keeper wie Patrick Siefkes nicht in Verlegenheit. Der 36-Jährige musste bei den Schüssen von Moritz Brinkmann, Tobias Bothe, Kasra Ghawilu und Ebrima Ndure nicht eingreifen.

D/A bettelt in Jeddeloh um den Ausgleich

Der eingewechselte Pascal Steinwender hatte das 1:1 für Jeddeloh kurz nach der Pause auf dem Fuß. Sein Schuss aus der Drehung in der 47. Minute zentral vor dem D/A-Tor rauschte knapp am linken Pfosten vorbei. D/A blieb weiter seltsam zurückhaltend und verlor den Ball ganz schnell bei eigenen Offensivaktionen.

Jannes Wulff erzielt bereits in der vierten Minute das Führungstor in Jeddeloh.

Jannes Wulff erzielt bereits in der vierten Minute das Führungstor in Jeddeloh. Foto: Struwe

D/A hatte in der 56. Minute Glück, als ein weiterer Schuss von Ebrima Nadure am Tor vorbeiging. D/A wackelte bedenklich.

Der Treffer zum 1:1 von Kasra Ghawilu in der 63. Minute war die Quittung für die Drochterser Passivität. Mit sehenswertem Kurzpassspiel quer durch die Abwehrreihen kombinierte sich Jeddeloh zum Ausgleich. D/A stellte taktisch wieder um. Griff den Ball wieder früher an.

Cebulla und Aue prüfen SSV-Keeper

Prompt erspielten sich die Kehdinger zwei Hochkaräter. Der eingewechselte Matti Cebulla verzog nach einem Vollsprint aus zentraler Position. Philipp Aue zwang Moritz Onken zu einer starken Parade. 69 Minuten standen auf der Uhr. War die fußballerische Zurückhaltung bis dahin ein taktischer Test?

Der Coach erklärt das so: „Jeddeloh hat es geschafft, sich aus unserem Pressing zu lösen“, sagt Oliver Ioannou. Seine Mannschaft habe keine Umschaltmomente kreiert.

D/A schaltete nach dem Ausgleich wieder einen Gang hoch. Ein Freistoß in der 77. Minute brachte Drochtersen zurück ins Spiel. Philipp Aue streichelte den Ball mit seinem rechten Fuß aus 19 Metern rechts oben in den Winkel. „Ein überragendes Freistoßtor“, sagt der Trainer.

Genauso hatte Aue schon vor ein paar Tagen gegen den VfB Lübeck getroffen. Die Drochterser Effektivität stimmte in der Haskamp-Arena. Vier Abschlüsse, zwei Tore.

D/A verteidigt die Vizemeisterschaft

In der 88. Minute lief ein Jeddeloher Angriff über die linke Seite. Die scharfe Hereingabe konnte die D/A-Innenverteidigung nicht klären. Robin Krolikowski hielt seinen Fuß rein.

Mit dem Remis in Jeddeloh zementierte D/A den zweiten Tabellenplatz. „Das ist ja auch ein kleiner Erfolg“, sagt Oliver Ioannou. Die Vizemeisterschaft hinter dem souveränen SV Meppen ist die beste Platzierung seit der Drochterser Regionalligazugehörigkeit. 70 Punkte hat die Mannschaft gesammelt - auch ein Rekord für den Verein.

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