T7,5 Millionen Euro für neues Industriegleis in Stade bewilligt
Das jetzige Industriegleis teilt Menschen und Straßen in Stade. Das soll sich ändern. Foto: Vasel
Der Kreis Stade investiert in die Zukunft: Mit 7,5 Millionen Euro für ein Industriegleis und der Fortsetzung des Standortprojekts soll der Standort gestärkt werden.
Landkreis. Der Kreistag des Landkreises Stade hat in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl beschlossen, das Standortentwicklungsprojekt für den Chemie- und Industriestandort Stade fortzusetzen.
Kreis will Industriestandort Stade stärken
Seit drei Jahren beteiligt sich der Landkreis Stade mit jährlich 5000 Euro an dem Projekt „Zukunftsperspektive und Standortentwicklung Chemie- und Industriestandort Stade“. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit jährlich 100.000 Euro. Es läuft bis Ende 2026. Das Projekt hat die Region bei der Vermarktung von Flächen, der Akquise von Förderungen und Werbeaktivitäten unterstützt. 10.000 Arbeitsplätze hängen an diesem Standort.
In den vergangenen Jahren hat sich ein Netzwerk in der Region gebildet. Die Betriebe schätzen laut Kreisverwaltung die direkten Kontakte ins Wirtschaftsministerium und in die Staatskanzlei. Deshalb wird das Projekt für mindestens zwei Jahre fortgesetzt und das Standortmarketing intensiv ausgebaut.
Eine Gesamtfinanzierung von 250.000 Euro pro Jahr wird angestrebt, wobei der größte Teil von den ansässigen Unternehmen kommen soll. Der Landkreis Stade und die Hansestadt Stade planen, sich in den Jahren 2027 und 2028 mit jeweils 25.000 Euro zu beteiligen. Der Kreistag folgte einem entsprechenden Vorschlag von Landrat Kai Seefried.
7,5 Millionen Euro für das Stader Industriegleis
Mehrere Fraktionen beantragten zudem, bis zu 7,5 Millionen Euro für den Neubau des Industriegleises in Stade bereitzustellen. Dieses Gleis soll vom Stader Bahnhof ins Industriegebiet Bützflethersand führen und parallel zur Autobahn A26 verlaufen.
Stade soll sich in gleicher Höhe an den Kosten beteiligen. Das Industriegebiet und der Seehafen haben überregionale Bedeutung. Von einer zukunftsfähigen Weiterentwicklung würden Unternehmen, Beschäftigte und Kommunen gleichermaßen profitieren.
Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“
Der Kreistag hat auch den Aktionsplan „Kinderfreundliche Kommune“ verabschiedet. Im November 2023 beschloss die Politik auf Initiative des Landrates die Teilnahme am Pilotprogramm des Vereins Kinderfreundliche Kommunen für Kreise. Ziel ist es, Kinderrechte stärker in der Verwaltung zu verankern, Beteiligungsmöglichkeiten auszubauen und das Siegel „Kinderfreundliche Kommune Landkreis Stade“ zu erreichen.
Landrat Kai Seefried und die Grünen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Im Zuge des Programms wurden Kinder und Jugendliche im Kreis befragt. Die Empfehlungen des Vereins und Sachverständiger flossen in den Aktionsplan ein. Maßnahmen sollen in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden.
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