Zähl Pixel
Sitzmöbel

T9 Fakten, die Sie über Buxtehudes Strandkörbe noch nicht wussten

Deutsche Gemütlichkeit: Geschäftsführer Nils Gosebeck in der Ausstellung der Strandkorbmanufaktur Buxtehude.

Deutsche Gemütlichkeit: Geschäftsführer Nils Gosebeck in der Ausstellung der Strandkorbmanufaktur Buxtehude. Foto: Sulzyc

Strandkörbe aus Buxtehude stehen meist nicht an Stränden. Bei Prominenten sind sie beliebt - diese haben einen.

author
Von Thomas Sulzyc
Samstag, 28.02.2026, 11:50 Uhr

Buxtehude. Der Strandkorb ist ein Symbol für entspannte Tage am Meer sowie im eigenen Garten und steht für deutsche Gemütlichkeit.

Das wohl beliebteste Urlaubsmöbel der Deutschen produziert die Strandkorbmanufaktur in Buxtehude. Zahlen, Namen, Hintergründe - lesen Sie hier, was hinter den Strandkörben aus Buxtehude steckt.

Strandkorb ist eine deutsche Erfindung

1. Als Erfinder des Strandkorbs gilt der kaiserliche Hofkorbmacher Wilhelm Bartelmann in Rostock. Im Frühjahr 1882 suchte die adelige Elfriede von Maltzahn, die unter schwerem Rheuma litt, seine Werkstatt auf. Sie wünschte sich einen Stuhl, der sie vor Wind und Sonne schützen sollte. Denn sie wollte trotz ihrer schweren Krankheit nicht auf die geliebten Urlaube am Meer verzichten.

Nach ihren Vorstellungen flocht Bartelmann den ersten Strandkorb. Dieser war genau genommen noch ein Strandstuhl, denn es war ein Einsitzer. Anderen Badegästen gefiel das außergewöhnliche Strandmöbel. Die Nachfrage stieg so stark an, dass Bartelmann zusammen mit seiner Frau die erste Strandkorbvermietung in der Nähe des Leuchtturms in Warnemünde gründete.

Mehr zum Thema

2. Bis heute hat der Strandkorb seine mit Abstand größte Bedeutung in Deutschland. Selbst in den benachbarten Küstenländern Dänemark oder den Niederlanden würden viele Menschen einen Strandkorb nicht kennen, sagt Nils Gosebeck, Geschäftsführer der Strandkorbmanufaktur Buxtehude.

3. Die Idee, im sonnigen Florida einen Strandkorbverleih zu eröffnen, müsse deshalb wohlüberlegt sein. Ins Ausland liefert das Buxtehuder Unternehmen aber: Größter Abnehmer sei die Schweiz, gefolgt von Österreich und den skandinavischen Ländern. Kunden im Ausland seien meist Menschen, die den Strandkorb aus dem Urlaub in Deutschland kennen.

Hier verkaufen sich die Strandkörbe am besten

4. Die meisten Strandkörbe verkauft der Buxtehuder Hersteller im Raum Bremen-Cuxhaven-Buxtehude. Zweitwichtigster Markt ist Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen.

5. Strandkörbe aus Buxtehude stehen meist nicht an Stränden. Vielmehr vermitteln sie ihren Besitzern ein Urlaubsgefühl im eigenen Garten. Einige Modelle eignen sich auch für den Balkon. Es gibt auch Käufer, die sich den Strandkorb in das Wohnzimmer stellen.

6. Der leichteste Strandkorb aus Buxtehude wiegt 60 Kilo. Das schwerste Modell kommt auf 200 Kilo. Die Strandkorbmanufaktur verarbeitet witterungsbeständiges Holz, Teak und Mahagoni. „Unsere Strandkörbe halten 25 bis 30 Jahre“, sagt Nils Gosebeck.

7. Die Norddeutschen mögen Stoffbezüge in Anthrazit besonders gern. In Nordrhein-Westfalen ist das klassische maritime Strandkorbdesign in Blau und Weiß beliebt.

Thomas Müller sitzt in Buxtehuder Strandkorb

8. Sein Kinderbuch mit dem Titel „Mein Weg zum Fußballprofi“ hat der frühere Nationalspieler Thomas Müller auch in einem Video vermarktet - sitzend in einem Strandkorb aus Buxtehude liest der Fußball-Weltmeister daraus vor.

Das kam so: Die Einladung des damaligen FC-Bayern-Stars an Kay Gosebeck zu ihm nach Hause im Zusammenhang mit der Bestellung eines Strandkorbs musste Thomas Müller absagen. Der Grund waren damals im Jahr 2020 die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen für Fußballprofis. Als Ersatz nahm der Fußball-Weltmeister das Video auf, mit dem die Buxtehuder werben dürfen.

9. Auch andere Prominente haben Strandkörbe aus Buxtehude gekauft. Zum Beispiel Schlager-Star Helene Fischer, die Influencerin und Moderatorin Cathy Hummels sowie die Fußballhelden Franz Beckenbauer und Manuel Neuer.

Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel