TAcht Monate harte Arbeit: Horneburger Schützen feiern ihren neuen Schießstand
Gut Schuss! Der umgebaute Schießstand der Horneburger Schützen hat allerlei Neues zu bieten. Foto: Buchmann
Mit dem Umbau des 50 Jahre alten Schießstandes in einen modernen Multifunktionsraum machen die Schützen einen Quantensprung. Dort soll künftig nicht nur geschossen werden.
Horneburg. Der Horneburger Schützenverein hat nach dem diesjährigen Schützenfest einen erneuten Grund zum Feiern. Am Freitagabend konnte der Vereinsvorsitzende Wilfried Peters vor Vereinsmitgliedern, Kommunalpolitikern und Freunden des Hauses den neu sanierten Schießstand einweihen.
Innerhalb von acht Monaten haben die Schützen dem 120 Quadratmeter großen Luftgewehrschießstand wieder neues Leben eingehaucht. 1976 hatte der Schützenverein den Schießstand an die Schießhalle angebaut. Über die Jahrzehnte hatte der Zahn der Zeit jedoch deutliche Spuren hinterlassen.
50 Jahre alter Schießstand hatte Sanierung bitter nötig
Beim Eintreten durch die Metalltür mit der Aufschrift „Multifunktionsraum & Druckluftstand 10m“ erstrahlt der sanierte Raum in weißem Glanz. Die dimmbaren Deckenleuchten spenden je nach Anlass das passende Licht, die alten Strohmatten sind verschwunden.

Alle wollen einen Blick in den sanierten Raum werfen. Foto: Buchmann
Wo früher Kies den Boden bedeckte, liegt jetzt neuer Vinylboden. Der ist robust genug, um tanzende Menschen und Festgarnituren zu tragen. Eine neue Heizung und Lüftungsanlage sorgen für die passende Raumtemperatur. Insgesamt zehn mobile Auflagetische ersetzen den zuvor durchgehenden Schießtresen.
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Ihnen gegenüber sitzen moderne Zielrahmen an der Wand, das Schussergebnis zeigen digitale Bildschirme an. Die alte Zuganlage, in die früher Zielscheiben eingespannt wurden, ist passé. Durch vorgelagerte Rollläden können die teuren Zielrahmen vom restlichen Raum abgetrennt werden.
Mitglieder investieren fast 2000 Stunden in Umbau
Was der Schützenverein für das Projekt geleistet hat, lässt sich anhand eines kleines Zahlenspiels ablesen:
- 5.500 verarbeitete Schrauben
- 1.885 Arbeitsstunden
- 1.300 Meter verlegte Kabel
- 125 Tage
- über 70 Kubikmeter Müll (Beton, Sand, Stein, Holz, Metall und vieles mehr)
- 55 beteiligte Vereinspersonen
- 21 Sonnabende mit Frühstück
- 0 Unfälle auf der Baustelle
Insgesamt hat der Umbau der alten Schießanlage circa 110.000 Euro gekostet, sagt Wilfried Peters. Die Kosten konnten die Schützen mithilfe von Spenden (15.000 Euro), einer Beteiligung des Flecken Horneburg (12.000 Euro) und nochmal knapp 50.000 Euro aus dem Fördertopf der Leader-Region Altes Land und Geestrand stemmen. Die Differenz von etwa 33.000 Euro zahlt der Verein aus eigener Kasse.
Neuer Schießstand soll Nachwuchs ansprechen
Durch den Umbau können die Horneburger Schützen jetzt mit aktueller Schusstechnik auf Wettkampfniveau an Luftpistolen und -gewehren sowie einem Lasergewehr für Kinder trainieren.
„Wir gehen in die nächste Generation unseres Vereins“, sagt Jan-Hendrik Böhn. Der Verein erhofft sich mit der neuen Anlage, nicht nur für die derzeitigen Mitglieder, sondern auch für den Nachwuchs attraktiv zu sein.

Die Dartspieler vom DC Iron Hinnerks finden im Multifunktionsraum ebenfalls eine neue Heimat. Ein ausklappbarer Holzsteg schützt den Boden und legt die Wurfdistanz fest. Foto: Buchmann
Eigentlich hatte der Schützenverein Horneburg geplant, bereits im April 2026 den Schießstand einzuweihen. Daraus wurde nichts. Denn anders als anfangs gedacht, mussten die Schützen eine Baugenehmigung für die Sanierung einholen - verbunden mit zusätzlichen Kosten von 15.000 Euro beispielsweise für notwendige Baugutachten.
Multifunktionsraum steht auch anderen Vereinen offen
Trotz dieser Verzögerung zeigt sich der Vereinsvorsitzende Peters zufrieden: „Es ist sehr gut gelaufen.“ In seiner Festrede äußerte er sich immer wieder dankbar gegenüber den zahlreichen Helfern und Unterstützern des Projekts. Peters: „Ohne euch wäre das nichts geworden.“

Der Vereinsvorsitzende Wilfried Peters (links) bedankt sich bei den fleißigen Helfern wie seinem „Bauleiter“ Arnold Ahrens. Foto: Buchmann
In dem Multifunktionsraum findet ebenfalls die vereinseigene Dartabteilung, die DC Iron Hinnerks, eine neue Heimat. Links und rechts der Schießstände hängen entlang der Wände professionelle Dartscheiben, gekoppelt mit einem ausklappbaren Holzsteg als Bodenschutz und Wurflinie.

Beim Schießstand setzen die Horneburger Schützen auf modernste Trainingstechnik, wie hier mit einem Laser-Ziel. Foto: Buchmann
Der moderne Schießstand bleibt jedoch nicht bloß den Horneburger Schützen vorbehalten, sondern soll allen im Flecken Möglichkeiten bieten. „Es gibt bereits viele Anfragen“, sagt Peters. So sollen hier zukünftig ein Jagdhornverein sowie eine Square-Dance-Gruppe proben. Weiterhin gibt es Ideen für Kinovorführungen, Blutspenden und Privatfeiern wie etwa Konfirmationen.

Gut Schuss! Der umgebaute Schießstand der Horneburger Schützen hat allerlei Neues zu bieten. Foto: Buchmann
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