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Frauenfußball

TApensen feiert Meisterschaft vor gelber Wand - Wagt der Club den Aufstieg?

Der TSV Apensen hat sich den Titel in der Landesliga gesichert.

Der TSV Apensen hat sich den Titel in der Landesliga gesichert. Foto: Studer

Der TSV Apensen gewinnt das Derby in Hedendorf. Danach wurde es emotional. Auch bei Landesliga-Konkurrent O/O flossen Tränen.

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Von Moritz Studer
Sonntag, 07.06.2026, 17:55 Uhr

Landkreis. So lief der 20. Spieltag in der Landesliga der Frauen:

VSV Hedendorf/Neukloster – TSV Apensen 1:2. Die Landesliga-Frauen des TSV Apensen haben vor 200 Zuschauern an der Hedendorfer Feldstraße die Meisterschaft eingetütet. Auch die Frage, ob das Team den Oberliga-Aufstieg antritt, ist beinahe final geklärt.

Der Favorit legte los wie die Feuerwehr, als Alina Maack nach nicht einmal 60 Sekunden erstmals für Ekstase sorgte (1.), Jana Drechsel legte nur fünf Zeigerumdrehungen später nach (6.). Allerdings leistete sich der Tabellenführer eine Unachtsamkeit, mit der Leonie Werda für die VSV verkürzte und Apensen bis zum Schluss zittern ließ (9.).

Apensen lässt dicke Chancen aus

In der Vorwoche hatte TSV-Trainer Harald Zerwas betont, dass sein Team die Nervosität ablegen müsse. „Wir hatten nach wie vor einige Fehlpässe dabei, die wir sonst nicht hatten“, sagt der 65-Jährige. „Zum anderen hatten wir aber auch Riesenchancen, das dritte, vierte und fünfte Tor zu machen.“

Durch die schwierigen Phasen des Spiels half den Gästen auch ihr besonderer Support. Neben der Bank baute sich eine regelrechte gelbe Wand aus den Apenser Herrenteams auf, die das Team lautstark unterstützten. „Die Jungs haben einen guten Draht zu den Mädels und andersrum auch“, erklärt Zerwas. „Dass aber so viele herkommen würden, davon war nicht auszugehen – vielleicht war das heute auch das eine Tor mehr.“

Tränen nach dem Schlusspfiff

Zerwas tritt mit der Meisterschaft in die zweite Reihe zurück und wird das Zepter an Maik Ratje (FC Oste/Oldendorf) übergeben. Deswegen floss auch die eine oder andere Träne, als Kapitänin Pia Teetz nach Abpfiff die Worte an den Meistercoach richtete: „Du warst nicht nur unser Trainer, sondern auch ein Teil von uns.“

Apensen bringt damit ein kleines Wunder zu Ende, weil der TSV in seinem zweiten Landesliga-Jahr keinesfalls zum Favoritenkreis zählte und intern erst vor dem Schlussspurt das Saisonziel auf die Meisterschaft umschwenkte.

Aufwand in der Oberliga wird größer

Der Schritt in die Oberliga muss trotzdem gut überlegt sein. Immerhin wächst der Aufwand durch die weiten Fahrten, zudem war der Sprung für einige Vorgänger sportlich zu groß. Auch wenn es noch wenige Rest-Fragezeichen gibt, wird der TSV das Abenteuer aber wohl wagen.

„Nicht nur der finanzielle, sondern auch der persönliche Einsatz wird größer – wir müssen überlegen, ob wir vielleicht dreimal die Woche trainieren müssen und es noch weitere Veränderungen im Kader geben muss“, sagt der TSV-Vorsitzende Oliver Drechsel. „Jetzt werden wir erstmal den Moment genießen und am Montag alles mit Harry, Maik und dem Spielerrat besprechen.“

Tore: 0:1 (1.) Maack, 0:2 (6.) Drechsel, 1:2 (9.) Werda.

Hohes Remis beim Ratje-Abschied

FC Oste/Oldendorf – SV Eintracht Lüneburg 4:4. Zunächst verpasste O/O eine deutlichere Führung, in der Nachspielzeit traf Laura Hellwege aus Abseitsposition zur vermeintlichen Entscheidung. Stattdessen kam Lüneburg im Gegenzug zum späten Ausgleich.

Für Trainer Maik Ratje endet nach drei Jahren die Zeit bei O/O. „Abschiede sind sehr emotional und mein Herz hing wirklich an dieser Mannschaft“, sagt er. „Mit mir verlassen fünf Leute den Verein - es sind ein paar Tränen geflossen.“

Tore: 0:1 (3.), 1:1 (14.) Seba, 2:1 (42.), 3:1 (58.) beide Hellwege, 3:2 (63.), 3:3 (65.) Kucklick, 4:3 (68.) Rinka, 4:4 (90.+1).

A/O freut sich über Zu-Null-Sieg

TuS Fleestedt – SV Ahlerstedt/Ottendorf II 0:2. A/O beendet die Saison auf einem starken fünften Platz. „Ein guter Saisonabschluss“, so Trainer Joachim Höft. „Wichtig ist, dass wir mal wieder zu null gespielt haben – deswegen war der Sieg nie wirklich gefährdet.“

Tore: 0:1 (37.) Ernst, 0:2 (90.+1) Fitschen. (stu)

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